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Willkommen an der Uni Salzburg

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Wir sind deine StV und freuen uns dich im Studium begrüßen zu dürfen. Du willst wissen, was eine StV ist und was sie so macht? Außerdem möchtest du keine nützlichen Tipps und Tricks fürs Studium verpassen?
Dann schau dir das Video an, in dem wir dir alles genauer erklären und dir wichtige Hinweise mit auf deinen Weg geben.
Normalerweise würden wir, als deine Studienvertretung im Lehramt, um diese Zeit natürlich persönlich in die STEOP-Vorlesungen kommen. Durch COVID ist nun aber leider alles anders… Da es uns aber dennoch ein Herzensanliegen ist, dass du von Anfang an gut informiert bist, haben wir für dich die wichtigsten Infos in ein Video gepackt.

Einige Gedanken und Worte zum Semesterstart… willkommen zurück!

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Zuallererst möchten wir alle Erstsemestrigen im Lehramt herzlich im Studium willkommen heißen. Hier möchten wir euch unsere Studienstart-Broschüre ans Herzen legen, sowie unseren Beratungskalender (neben unseren Social Media Kanälen).

Da sich auch über den Sommer einiges getan hat, und auch das kommende Semester nun stark unter den Corona-Vorzeichen stehen wird, möchten wir euch noch ein kleines Update und einige Gedanken mitgeben.

  1. Im Sommer wurde das Anmeldesystem für bildungswissenschaftliche Kurse geändert, was auch in der Anmeldung zu Problemen geführt hat. Grund war nicht nur der Ausfall des PlusOnline-Systems während der zweiten Anmeldephase, auch Kurse von PH und Uni waren unterschiedlich hinterlegt und es war nicht immer klar ersichtlich, wie die Anmeldung genau funktioniert. Wir haben dies auch schon in Gremien und Treffen mit der Universitätsleitung angebracht und es wurde eine Überprüfung und Nachbesserung des Anmeldemodus in Aussicht gestellt.

2. Auch wenn uns immer wieder Fragen dazu erreichen: die aktuelle Frist für das Auslaufen des Magisterstudiums ist bisher immer noch der 28.02.2021. Wie bereits geschrieben, gibt es hier unterschiedliche Fristauffassungen und es sollte im Senat eigentlich nochmal behandelt werden. Dies wurde, soweit uns bekannt, bisher nicht gemacht, da andere Entwicklungen (z.B. die Umstrukturierungsdebatte) dies überschattet haben.

3. Überfüllte Kurse in einzelnen Bereichen: wir wissen, dass es in manchen Bereichen überfüllte Kurse gibt. In der Geographie Fachdidaktik konnte die ausgeschriebene Stelle z.B. bisher nicht besetzt werden. Anders als in früheren Semestern war es in diesem Semester aber häufiger schwierig, zusätzliche Kurse einzurichten über externe Lehraufträge. Wir bemühen uns hier, Gespräche mit den Fachbereichen zu führen.

4. Über den Sommer konnten wir eines unserer langjährigen Anliegen endlich zum Erfolg führen: schriftliche Kriterien für Anerkennungen von Berufserfahrungen im Schulbereich für die Praktika im Studienplan. Diese Kriterien werden aktuell noch final editiert, aber wir freuen uns, dass ab nächstem Semester in diesem Bereich Klarheit besteht und auch das genaue Anstellungsausmaß definiert ist, damit Praktika anerkannt werden können.

5. Auch im Ministerium wurden Gespräche geführt, wie insbesondere die Rahmenbedingungen (Dienstrecht, Studiendauer, Anstellungsbefugnis, Induktionsphase) attraktiver gemacht werden können. Es gibt hier Gesprächsbereitschaft für einen weiterführenden Dialog, sodass wir hier Aspekte des größeren Bilds “Lehrerberuf” angehen können.

6. Die Gestaltung des neuen Unterrichtsfachs ‘Ethik’ ist auch über den Sommer weiter vorangeschritten, woran wir uns stark beteiligt haben. Wir hoffen, dass hier im Oktober 2021 ein attraktives Angebot und ein attraktives neues Unterrichtsfach eingeführt werden wird.

7. Auch in der Umstruktierungsdebatte an der Uni haben wir immer auf das Thema Lehramt geschaut. Nach aktuellem Stand soll es dabei in wichtigen Teilen für das Lehramtsstudium neue Zuteilungen und Strukturen geben.

8. Insbesondere da nun auch Linz mit dem Master Lehramt beginnt, gab es diesen Sommer besonders viele Nachfragen zum Thema “Vorziehregelung”. Während die Regelung für Salzburg (Mozarteum/PLUS) bisher halbwegs klar war, sind nun viele Fragen aufgekommen, wie sich das Vorziehen nun auch im Verhältnis mit den lokalen Linzer Regelungen verhält. Dies sind oft sehr technische und juristische Debatten, wobei auch nach Durchsicht und Diskussion aller Regelungen am Ende auch für uns nicht alle Fragen geklärt sind. Wir werden hier in nächster Zeit den vielen Fragen auf den Grund gehen, um auch für das Cluster Mitte hier Klarheit zu schaffen.

9. Das nächste Semester wird stark auf Hybrid- und Mischbetrieb setzen. Wir haben uns hier sehr eingesetzt, dass ihr möglichst viele Arbeitsplätze auch für Online-Lehrveranstaltungen habt, die z.B. im Anschluss an eine Präsenzlehrveranstaltung an der Uni stattfindet. Nach jetzigem Stand werden die Computerräume, die (wenigen) Sitzecken im Gebäude, sowie dedizierte Arbeitsplätze in den Bibliotheken dafür zur Verfügung stellen.
Wir werden im nächsten Semester unser Büro nur sehr eingeschränkt für euch öffnen, und müssen zumindest absehbar, bestimmte Angebote einschränken: aktuell gibt es keinen Gratis-Kaffee und keine Küchennutzung bei uns im Büro, für Beratungen sind wir natürlich weiterhin da.

Abschließend geben wir gerne auch den Appell der Rektorate im Cluster Mitte weiter und bekräftigen diesen:
Das nächste Semester steht unter sehr bedrohten Vorzeichen mit der aktuellen Infektionsentwicklung. Falls Ihr Krankheitssymptome habt, bitte vermeidet unbedingt einen Besuch an der Hochschule. Bereits einzelne Fälle könnten den gesamten Hochschulbetrieb gefährden.
Auch wir werden hier, wie in der Aussendung des VR betont, gerne vermitteln, sollte es hier im Nachhinein zu Problemen kommen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen erfolgreichen Semesterstart,

eure STV Lehramt

Eure empfohlenen freien Wahlfächer

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LV Name:Meinungen und Gründe für die Empfehlung von euch:
KommunikationstrainingGeblockte LV, zwei Termine, meist Freitag/Samstag, ungefähr ein halber bis ganzer Tag pro Sitzung. Eine kleine Endprüfung an einem Extratermin, Prüfungsstoff ist ein überschaubares Skript. Eine kleine Endprüfung an einem Extratermin, Prüfungsstoff ist ein überschaubares Skript. Inhalt: Grundsätzliches darüber, wie man sich vor anderen präsentiert, also vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudis super empfehlenswert.
Verkehrsplanung3 ects, lustiger und praxisorientierter Vortragender. Es gibt einen Fragenkatalog.
ArmutsforschungVO, mit Fragenkatalog, nicht viel Aufwand. Bei der Prüfung müssen 3 Fragen beantwortet werden. Normaler Modus: Fragen aus zuvor bekanntgegebenem Fragenkatalog (5 Fragen nach Wahl zu beantworten, gegeben sind soweit ich weiß 8) Digitaler Modus: 3 Fragen aus 5 gegebenen zu beantworten+ Essay schreiben (dafür hat man 4 Tage Zeit)
Pädagogische SoziologieVO, gut mit Folien lernbar
Literaturbetrieb und literarisches LebenSchriftlich (Bei uns ein 3-seitiger Aufsatz)
Bevölkerung und MigrationGute Unterlagen in der Geo FB Gruppen. Tolle Folien in BB
Diverse Kurse von der Studienergänzung Bewegtes LernenKeine Prüfung, max eine kleine Seminararbeit 1-5 Seiten
GerichtsmedizinMC Prüfung (10 Fragen); Prüfung ist schriftlich, aber jedes Semester gibt es immer dieselbe Prüfung Arbeitsaufwand somit sehr gering, aber er möchte, dass man mind. 3 mal anwesend ist (gibt Anwesenheitsliste)
Jiddisch IMan lernt das Alphabet in einem Semester, ein paar wenige Vokabel und ein oder zwei Konjugationen. Als Endklausur kommt transkribieren und übersetzten von den mini Texten die gelesen wurden. Der Kurs ist sehr witzig und der Professor erzählt den gesamten Historischen Hintergrund der Jiddischen Sprache. (Dieser ist aber nicht Prüfungsrelevant). Man bekommt aber einen guten Einblick in eine Kuktur und Sprache die über Jahrhunderte in Europa präsent war, aber welche leider in der Österreichischen Geschichte immer noch vernachlässigt wird.
Psychologie des Glückssehr einfache Prüfung, normalerweise mit Fragenkatalog, wegen Corona einen 2-4-seitigen Essay
STEOP VO GermanistikFragenkatalog, den man ausarbeiten musste – von diesen Fragen sind dann welche zur Prüfung gekommen, kann man also leicht vorbereiten. Gibt nur 2 ECTS dafür, aber vor allem empfehlenswert wenn man schon eine andere Sprache studiert, da die basics ja in allen Sprachen ähnlich sind 🙂
Tatort KulturAbschlussarbeit (Produktionsanalyse od. Essay)

Corona + Wintersemester = viele Fragezeichen!

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Aus einer eher locker gemeinten und eher als Sonntagsunterhaltung schnell gemachten Umfrage ist sehr schnell ein Grabenkampf von Grundpositionen geworden – in einigen Fällen auch eindimensional als “Fernlehre vs. Präsenzlehre” verkannt, worum es aber explizit nicht ging. Und es kam auch Kritik an der Fragestellung bei der Facebookumfrage auf, die die Optionen sehr verknappt dargestellt hat.. Daher jetzt ein ausführlicher und differenzierter Blick auf die Fragestellung (und was die genauen Gedanken dahinter sind, die wir uns ja auch ernsthaft schon seit Wochen machen), was die Position der STV zu dieser Fragestellung war (Transparenz und so) und wo die Probleme im Detail befürchtet werden. Wie soll und kann es im Wintersemester also weitergehen?

Fernlehre im Sommersemester 2020 – ein Rückblick zuerst!

Die sehr plötzliche Umstellung auf Fernlehre in der 2. Märzwoche war wohl für alle ein Schock; vorangegangen waren mehrere Corona-Ausbrüche an 2 Universitäten, insbesondere ein größerer Ausbruch rund um eine Studentenfeier in Innsbruck mit einer Schließung der Uni Innsbruck. Kurz nach diesen Ausbrüchen kam dann bereits die zentrale Ansage: sofortiges Umstellen auf Fernlehre. Krisensitzungen wurden sofort in den Rektoraten einberufen, die teils parallel und mit Quertelefonaten zwischen den verschiedenen Unis stattfanden, haben schnelle Entscheidungen getroffen, bereits im Laufe des Tages wurden alle Hochschulen mitten im laufenden Betrieb geschlossen. Per Rundmail wurden alle Lehrenden informiert, dass auf Homeoffice und Fernlehre umzustellen sei.
Aus vielen Rückmeldungen ergab sich im gesamten Sommersemester dabei ein sehr gemischtes Bild: manche Kurse wurden problemlos umgestellt und liefen nach kurzer Zeit digital normal weiter; manche Kurse brauchten einige Zeit, bis es normal weiter ging; einige Kurse wurden nie zufriedenstellend umgestellt auf digitale Kanäle oder haben sich auf das Lesen von Dokumenten beschränkt. Vieles davon war aber auch dem fehlenden Vorlauf, die plötzliche Umstellung, wenig digitale Erfahrung von manchen Lehrenden, fehlender Infrastruktur in manchen Bereichen, etc. geschuldet – da die Kurse auch nie für digitale Durchführung ausgelegt waren.

Herbst 2020 – ein Blick in die Glaskugel

Auch für den Herbst zeichnet sich keine vollständige Entspannung der Lage ab. Bereits die Ausbrüche jetzt in Österreich, aber auch die Entwicklung in anderen Ländern mit potenziell außer Kontrolle geratenden Situationen, zeichnen ab, dass eine Rückkehr in die Unigebäude nur mit viel Aufwand und mit viel Unsicherheit erfolgen kann. Eine Rückkehr in einen “Normalbetrieb” erscheint unmöglich, solange Sicherheitsvorkehrungen, Abstandsregeln, Nachverfolgung etc. gelten.
Unter den jetzigen Corona-Auflagen sind normal-große Seminargrößen nicht in den kleineren Seminarräumen unterbringbar, sondern müssten bereits in den größeren Seminarräumen (am Unipark z.B. im 1. Stock) stattfinden. Vorlesungen müssten fast immer in den größten Hörsälen stattfinden. Letztlich also ein Platzproblem, womit bereits jetzt klar ist, dass nur ein Teil der Kurse vor Ort stattfinden kann. Ob ein allgemeiner Aufenthalt im Gebäude oder eine Öffnung der Lesesäle der Bibliotheken dann auch möglich sein wird, ist noch nicht absehbar.

Dabei baumelt immer das Damoklesschwert über dem Unibetrieb: eine einzelne Infektion, gerade in einem Gebäude wie dem Unipark mit Umluft-Belüftung wo eine Frischluftzufuhr in manchen Räumen gar nicht direkt möglich ist, würde sofort massive Auswirkungen haben. Ganze Hörsäle, Fachbereiche oder Studierendengruppen müssten sofort in Quarantäne (potenziell auch behördlich angeordnete Quarantäne) – gerade im Lehramt auch sofort zusammen mit anderen Kursen an anderen Fakultäten. Wie hoch die Durchmischung bei einem ‘normalen’ Stundenplan im Lehramt ist kann sich hoffentlich jeder denken, wenn zwischen den Kursen oftmals regelmäßig das Gebäude gewechselt wird.

Fehlende Vorgaben und Entscheidungen

Bisher ist nur klar, dass die Unileitung jedenfalls STEOP-Vorlesungen vor Ort stattfinden lassen möchte. Andere Kurse und Lehrveranstaltungen sollen entweder direkt digital geplant werden (insbesondere Vorlesungen, die sich auch digital aufzeichnen lassen; ein Modus, der in guter Umsetzung auch immer wieder gelobt wird, da sich viele von euch auch gerne Inhalte nachträglich beim Lernen nochmals anschauen können oder zeitunabhängig dies gemacht werden kann), im Wechselmodus (Präsenzlehrveranstaltung alle 2-3 Wochen, dazwischen Onlinephasen; so können mehrere LVen im selben Raum und im selben Zeitslot stattfinden), im Hybridmodus (z.B. Hälfte der Studierenden vor Ort, die andere Hälfte digital zugeschaltet) oder in voller Präsenz (wo nicht anders möglich).

Die Entscheidungen über die einzelnen Modi sind aber nicht zentral vorgegeben, sondern könnte letztlich ein Kampf um die knappen Raumressourcen ohne letztendlichen Schiedsrichter oder Höchstrichter werden. Welcher Kurs ‘unabdingbar nur in Präsenz’ abgehalten werden kann ist auch in vielen Fällen eher dogmatische Prinzipienfrage des einzelnen Lehrenden, als objektiv dargelegt – Laborübungen und Sportübungen als die immer wieder genannten Ausnahmen einmal ausgenommen. Am Ende könnten sich also eher die lautstärksten Dozenten durchsetzen als der real-größte Bedarf für Präsenzdurchführung aufgrund von Inhalten/Methoden.

Kraut und Rüben beim Abhaltungsmodus? Wie soll das funktionieren?

Die reale Frage ist, wie ein Stundenplan mit wild gemischten Abhaltungsmodi dann genau aussieht? Ein ‘normaler’ Unitag in einem ‘normalen’ Semester ist da noch ziemlich direkt machbar: nach Kurs 1 geht es ins Nachbargebäude zu Kurs 2, dann in den großen Hörsaal für Vorlesung 3 und am Ende noch in ein weiteres Gebäude für LV 4. Unregelmäßige, teils digitale und teils vor-Ort-Kurse, könnten da einen ziemlich komplizierten Stundenplan ausmachen: Kurs 1 alle 3 Wochen, Kurs 2 digital aber direkt im Anschluss, Vorlesung 3 dann im großen Hörsaal und LV 4 jede 2. Woche wechseln vor Ort und digital? Sitzen dann viele von uns mit Headset an der Uni im Gang, um die 2. LV des Tages digital zu verfolgen und trotzdem rechtzeitig wieder für die darauffolgende LV vor Ort zu sein? Oder erfahren die Lokale mit WLAN im Umkreis zur Uni einen Allzeit-Boom, durch verzweifelte Studierende auf der Suche nach Internet für einen Pflichtkurs? Für alle Pendler: da sieht dann jede Woche anders aus, mal gehts für eine LV an einem Tag nach Salzburg, mal für 4 LVen?

All das klingt nach einem komplizierten Semester, das jederzeit (1-2 Coronafälle könnten da ausreichen) unterbrochen oder in dieser eingeschränkten Form vorbei sein könnte. Lehrende sollten zwar mal “für alle Eventualitäten” planen, also auch für eine Umstellung auf digitale Lehre, doch dies würde eigentlich die Konzeption zweier unterschiedlicher methodischer, inhaltlicher und didaktischer Kursebenen erfordern. Dies ist gerade von Kursleitern von mehreren Kursen nicht realistisch einzufordern.

Ja, ein Studium lebt auch von den Begegnungen vor Ort, vom Lebensumfeld “Universität”, vom Plausch, vom gemeinsamen Schreiben von Arbeiten, vom gemeinsamen Vor-Ort-Erleben. Doch hier geht es nicht um eine Debatte “Fernuni vs. Präsenzuni”, noch um “Fernlehre vs. Präsenzlehre”, sondern um die konkrete Frage, wie das nächste Semester aussehen kann und soll unter den gegebenen Rahmenbedingungen.

Alternative Fernlehre?

Fernlehre ist von vielen mit sehr gemischten Erfahrungen verbunden aus dem letzten Semester, von sehr gut bis sehr schlecht – aber in der Mehrheit wird es auch als arbeitsaufwändiger, unpersönlicher, unstrukturierter und herausfordernder empfunden. Letztlich wäre jedoch die vollständige Umstellung auf Fernlehre der einzig bereits jetzt garantierbare Modus, der unabhängig von externen Rahmenbedingungen, Infektionszahlen und Hygienekonzepten laufen würde. Nein, dabei gäbe es all die oben genannten Dinge nicht: kein gemeinsames Lebensumfeld “Universität”, keine Begegnungen vor Ort, kein Plausch auf dem Gang und kein gemeinsames Erleben von ‘Studium’.

Und vielleicht wirkt Salzburg auch etwas ausgestorbener, würden sich doch manche Studierenden ein Semester Wohnen in der Stadt Salzburg sparen oder nicht nach Salzburg pendeln.
Zu bedenken sind aber auch Risikogruppen (Immunschwäche, chronische Vorerkrankungen), die während einer Pandemie niemals vor die Wahl gestellt werden sollten: Gesundheitsrisiko oder Studienverzögerung.
Und auch Lehrende würden hier nicht vor der Option stehen, letztlich ‘zwei’ Kurse (einmal digital als Notfallplan, einmal für Präsenz) planen zu müssen, sondern könnten sich ebenfalls mit Vorlauf darauf einstellen, Unterlagen und Methoden darauf abstimmen – dafür wäre eine frühe und klare Ansage aber wichtig und fair, sodass auch die Kursqualität steigen kann.
Ausnehmen könnte man hier explizit nur Laborübungen, Sportübungen und (am Mozarteum) Kunst- und Musikunterricht als die immer wieder genannten zwingenden Ausnahmen.

Macht Fernlehre letztlich mehr Spaß? Für viele vermutlich weniger als ein Studium vor Ort.

Flapsige Frage – viel Tiefgang

Am Ende bleibt zu resümieren: ein ‘normales’ Semester scheint nicht realistisch oder in Reichweite zu sein. Die Frage, ob Präsenzlehre mit allen damit einhergehenden Unsicherheiten und Planungsproblemen (die noch nicht einmal ganz absehbar sind) im persönlichen Empfinden über den Vor- und Nachteilen eines (erneuten) Fernlehresemesters steht, war aber ernst gemeint – auch wenn die hier ausführlicher dargelegte Situation vielleicht etwas flapsig auf 12 Zeilen Facebooktext und 2x 24 Zeichen Antwortmöglichkeit reduziert war. Wir können auch nur betonen, dass wir die STV Arbeit unbezahlt, ehrenamtlich und in der Freizeit machen, und auch am Sonntag mal ‘schnell’ eine Umfrage machen ohne eine größere Arbeitsgruppe einzurichten.

Unsere Position auch gegenüber Fachbereichen und Universität

Letztlich liegt es nicht in unserer Entscheidung, wie die Lehre im nächsten Semester aussieht; letztlich geht es hier auch nicht um die viel herbei geschworene Debatte “Pro-Präsenz” oder “Pro-Fernuni”, sondern um eine sehr pragmatische Frage. Wichtigstes Anliegen, dass wir auch in mehreren Sitzungen so angebracht haben, ist dabei die Planbarkeit für euch! Auf PlusOnline muss klar ersichtlich sein, wie eine LV geplant ist, welche Termine digital oder in Präsenz mit Anwesenheitspflicht (und damit mit von euch einzuplanender Zeit) angelegt sind, wo diese genau stattfinden. Zusätzlich war unser Vorschlag, dass bereits vor der Anmeldung in PlusOnline in der Kursbeschreibung wichtige Rahmenpunkte wie
1. grundsätzlich zu erledigende Aufgaben/Abgaben
2. zentrale Abgabetermine und Deadlines
3. erlaubte Fehlzeiten
bekanntgegeben werden, sodass schon vor der Anmeldung eine möglichst genaue Planung des Semesters möglich ist. Dies vermeidet auch unnötige nachträgliche Abmeldungen.
Im Falle von Vorlesungen haben wir betont, dass auch bei Präsenzvorlesungen digitale Aufzeichnungen sehr erwünscht sind, da diese auch am Ende bei der Prüfungsvorbereitung helfen, aber auch Vorlesungen besser in den Stundenplan integrieren lassen.
Nach jetzigem Stand wird es vom Rektorat auch keinen zentralen, einheitlichen Modus oder einheitliche Vorgaben geben, jedoch wären etwas mehr Vorgaben und Standards nicht schlecht; denn aktuell ist nichts absehbar und wir befürchten wirklich einen Kraut-und-Rüben-Modus mit Chaospotenzial.

Lehramt Salzburg-Linz: Rückläufige Lehramtszahlen + gestiegene Studiendauer = Lehrermangel!

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Das Wort “Lehrermangel” ist wohl in der Bildungslandschaft ein ewiges Begleitwort, ein Zombie der alle paar Jahre wieder herauskommt. Und während jedes “Lehrermangels” melden sich Gegenbeispiele zu Wort, die den Mangel in personam widerlegen zu scheinen. Also was ist die Wahrheit, und warum wagen wir es, dieses Zombiewort erneut in den Mund zu nehmen? Und warum gibt es diesen Mangel nur in der Sekundarstufe?

Ein Umbau mit Folgen – die ‘PädagogInnenbildung NEU’

Das Magisterstudium (Studienbeginn bis 2012; Lehramt AHS/BHS) war noch ein Studium aus der grauen Vorzeit der Studiengänge, aus einer Zeit vor Bologna und vor ECTS-Rechnungen. Rechnerisch war es mit einer Mindeststudienzeit von 4,5 Jahren angesetzt, aber inhaltlich/vom Umfang oft genug eine Mogelpackung: während man in einem Bachelorstudium oft 4-5 ECTS für ein Proseminar bekam, haben die Magister-Lehramtsstudierenden oft nur die Hälfte dieser ECTS oder noch weniger bekommen. Schließlich waren im Lehramt-Magister oft fast 1,5 Fachbachelorstudien enthalten, sowie Schulpraxis, Fachdidaktik und Pädagogik/Bildungswissenschaft. In anderen Fällen wurde beim Einführen von ECTS, bzw. Bachelorstudium in die andere Richtung gemogelt: die ECTS im Fachstudium wurden künstlich etwas aufgeblasen, um mit den bestehenden Lehrveranstaltungen aus dem Lehramt Magister ein ganzes Bachelor- und Masterstudium herauszukitzeln. Diese ECTS-Tricksereien sorgten bei Studierenden letztlich aber immer wieder für große Verwunderung, und letztlich führten sie zu sehr stark unterschiedlichen Durchschnittstudiendauern je nach Fächerkombination oder Unterrichtsfach.

Im NMS-Bachelorstudium (Studienbeginn an Pädagogischen Hochschulen bis 2015) hingegen war die Mindeststudienzeit von 3 Jahren oft auch die Durchschnittstudiendauer: vorgefertigte Studienpläne, Jahrgangskohorten, weniger Wahlfreiheit, aber dafür auch zentral organisierte Praxistage abgestimmt mit den Lehrveranstaltungen sorgten für ein relativ schnelles Studium. Direkt danach konnte bereits der Berufseinstieg erfolgen.

Ab 2013 wurde das Magisterstudium an der Uni Salzburg und am Mozarteum bereits gegen ein 6-jähriges Bachelor- und Mastersystem getauscht, ab 2016 löste dieses Studiensystem in ganz Salzburg und Oberösterreich auch die NMS-Studiensysteme an PHs ab. Seit 2016 gibt es also nur noch ein mindestens 6-jähriges Studiensystem (4 Jahre BEd., 2 Jahre MEd.) in der Sekundarstufe, um die volle Anstellungsberechtigung an Schulen zu erhalten.

PR-Debakel, Studienprobleme, Pendelzwang

Das berühmt-berüchtigte Lehramt Studienplan 2013 Studium an der Uni Salzburg und am Mozarteum Salzburg, eingeführt vor der gesetzlichen Verankerung des Bachelor- und Mastersystems im Dienst- und Studienrecht, entwickelte sich in den letzten Jahren immer wieder zum PR-Debakel. Ein Lehramtsstudium, das nicht zum Unterricht an der Schule berechtigt, überstürztes Abschaffen im Jahr 2019 mit anschließendem IT-Chaos, Notfallreparatur für die Salzburger Absolventen des Dienstrechts durch den Nationalrat – all dies war immer wieder auch öffentlich Thema und zeichnete kein gutes Bild. Insbesondere die ersten Jahrgänge bemängelten darüber hinaus, dass das Studiensystem 2013 übereilt eingeführt wurde und in vielen Bereichen unausgereift war: Abläufe, Formulare, Anlaufstellen; all dies wurde erst im laufenden Betrieb aufgebaut als Institution School of Education.

Ab 2016 kam die problematische Aufteilung zwischen Salzburg und Linz im Lehramtsstudium hinzu. Obwohl ein beträchtlicher Anteil an Lehramtsstudenten in Linz ihr Studium absolvieren wollen, waren besonders Fächer wie Geographie, Sport, Englisch und Deutsch immer wieder ein bildungspolitischer Krimi: darf und kann Linz hier ein volles Angebot bieten, oder müssen Linzer Studierende nach Salzburg pendeln? Am Ende kam der Pendelzwang zu all den weiteren Problemen des Clusterstudiums hinzu (die auch in anderen Lehramtsverbünden existieren): Prüfungsdaten können bis heute nicht automatisch synchronisiert werden, Anlaufstellen sind komplex, Anerkennungen müssen erst über 2 Bundesländer hinweg abgestimmt werden, Lehrplanungen und Planungstreffen sind ebenfalls über 2 Bundesländer hinweg zu organisieren, zentrale Aspekte wie Schulpraxis und Anforderungen sind immer noch nicht harmonisiert. Der Studienplan hat 900 Seiten, es gibt viele Sonderregelungen, verstreute Informationen auf diversen Homepages würden manchmal sogar Aufschluss geben, doch oft genug ist nicht einmal bekannt, wo es Informationen gibt und welche es gibt.

Doch auch die Zielgruppen für ein Lehramt Sekundarstufe haben sich geändert. Während sich im alten System viele Studenten absichtlich entweder für ein 3-jähriges praxisorientiertes und dafür nicht hochwissenschaftlich überladenes NMS-Studium an einer PH entschieden haben, haben andere absichtlich das universitäre 4,5 Jahre AHS Studium gewählt mit entsprechendem fachwissenschaftlichen Fokus und in einem Unisystem mit weniger Praxisorientierung und mehr Freiheiten. Das neue Sekundarstufen-Gesamtstudium über PH und Uni hinweg mit 6 Jahren Studienzeit, sowie dem universitären Fachwissenschaftsfokus im Kern, hat hier Teile der Zielgruppe abspringen lassen, die früher an eine Pädagogische Hochschule aktiv gehen wollten.

Der Lehrermangel versteckt sich noch, auch in den Zahlen

Quelle: Studierendenstatistik über CampusOnline der Universität Salzburg, Uni Mozarteum, PH Salzburg, PH Oberösterreich, PHDL; Hochschulstatistik der Stadt Linz (abgerufen zwischen 10-16.07.2020); Teilevidenz der ÖH Uni Salzburg zum Lehramt (WS 2016; WS 2017)
Wechsel eines Unterrichtsfachs, bzw. Wechsel von BEd. auf MEd. unbereinigt gezählt, Erweiterungsstudien exkludiert.

Ein Blick auf die Gesamtzahlen ist komplex: ein Vergleich zwischen Cluster Mitte und den vorherigen Studiensystemen ist nicht einfach ein Vergleich Magisterzahlen vs. Bachelor-Cluster-Zahlen. Letztlich geht es um die Gesamtzahlen im NMS-System und Magisterlehramt, im Vergleich zu den schwer herauszurechnenden Clusterzahlen. Doch letztendlich sprechen die Zahlen für sich: Im alten System befanden sich zwischen 4000-4500 Studenten vor der Umstellung. Seit 2015 und mit der Einführung des Cluster-Lehramts (und der Abschaffung des NMS-Lehramts) entwickelten sich diese Studentenzahlen schnell nach unten, und unterschreiten inzwischen sogar die Marke von 3500 Studenten, von denen aber noch knapp 360 Studenten in Altstudien vorhanden sind (Magister, NMS). Letztlich könnte also knapp 1/5 bis 1/4 an Studentenzahlen im neuen System verloren gegangen sein, während sich die Studiendauer (im Vergleich zum NMS Studium) verdoppelt hat.

Auch das Lehramt Aufnahmeverfahren spielt hier eine Rolle, das seit 2017 konkretere Fristen, Abläufe und Hürden für Studienanfänger vorgibt, selbst wenn es bisher keine nennenswerte Negativquote im Aufnahmesystem (z.B. 2017) gab. Die eigentlich für das Studienjahr 2020 eingeführte Gebühr von 50€ für das Aufnahmeverfahren hätte die rückläufigen Anfängerzahlen vermutlich erneut belastet; aufgrund von Corona wurde dieser Betrag in diesem Sommer doch nicht eingehoben und der Vor-Ort-Test entfiel, doch nächstes Jahr könnte dies dann einschlagen.

Ist Lehrermangel gleich Lehrermangel?

Der Teufel liegt auch beim Mangel im Detail: zum einen ist der Mangel schwer faßbar. Insbesondere in künstlerischen Fächern gibt es an Schulen viel fachfremden Unterricht, sodass der reale Bedarf verzerrt wird durch Übergangslösungen. Fertige Lehrer, die in anderen Schulsektoren mit Sondervertrag arbeiten (z.B. Volksschule mit AHS-Lehramt-Berechtigung), gehen ebenso im System teilweise verloren; ebenso wie alle, die gar nicht an die Schule gehen.
Doch dann kommt die eigentliche Fächerverteilung, wo ein Mangel auch nicht immer quer durch die Bank gleich ist: Im Unterrichtsfach Philosophie und Psychologie ist der Stundenbedarf und Stellenbedarf niedrig, doch die Anzahl an Studierenden ist weiterhin viel zu hoch – die Universität Wien hat sogar die Aufnahme in dieses Unterrichtsfach gestoppt. Gleiches gilt, eigentlich in ganz Österreich, auch für Geschichte: die Studentenzahlen übersteigen den Stellenbedarf schon seit längerem. Auch im Mangel kann es also Überschuss geben, auch im Mangel kann durch fachfremden Unterricht oder Quereinsteiger einiges kaschiert werden. Doch hier gilt es auch in Richtung Ministerium und Bildungsdirektion kritisch zu schauen: fachfremder Unterricht oder Quereinsteiger sind ein Hohn für jeden, der ein 6-jähriges Studium für eine Berufsberechtigung durchlaufen hat und dem dieses Studium immer als alternativlose Mindestqualifikation verkauft wird. Auch eine innerösterreichische Konkurrenzsituation, also Mangel der mit Abwerbung von qualifizierten Lehrern aus anderen Bundesländern ausgeglichen werden soll, verschiebt Probleme nur.

Quelle: Wissensbilanz der Universität Salzburg 2018 und 2019

Gerade aber zusätzliche Eignungsverfahren stehen einer schnellen Kurskorrektur in Mangelfächern im Weg. Oder haben sie den Mangel gar ausgelöst? Dringend benötigte Sportlehrer in Spe können nicht einfach in das Studium starten um den Bedarf zu stillen, sie scheitern häufig an den harten speziellen Eignungstests in Sport. Gleiches gilt auch für künstlerische Aufnahmeverfahren.

Studienjahr 2019/20, Quelle: Wissensbilanz 2019 Universität Mozarteum

Letztlich bleibt aber zu konstatieren: die aktuelle Entwicklung spricht für einen längerfristigen strukturellen Lehrermangel im Cluster Mitte, also in den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich. Bei einem sechsjährigen Studium lässt sich diese Entwicklung auch nicht so schnell aufhalten, oder korrigieren – der Schaden ist bereits passiert, und realisiert sich erst in einigen Jahren.

Lehrermangel muss, wie gezeigt, aber nicht heißen ‘Mangel in jedem Fach’, oder ‘sofortige Anstellung an exakt der einen Wunschschule’. Aber viele Stellen in bestimmten Fächern in Salzburg/Oberösterreich werden schwer oder fachfremd zu besetzen sein, da nicht genügend Absolventen aus den lokalen Hochschulen in den kommenden Jahren abschließen. Besonders hart könnte es ländliche Schulen, insbesondere auch im NMS Bereich oder bei gefragten MINT Fächern, in Sport oder Kunst treffen.

Gegensteuern – sofort!

Insbesondere als Lehramtsvertreter kommt einem die Sage von Kassandra, Tochter des trojanischen Königs, bekannt vor, die zwar mit der Gabe der Zukunftsvorhersage gesegnet war, aber aufgrund eines Fluchs von niemandem ernstgenommen wurde: seit Jahren haben wir nämlich vor genau dieser drohenden Entwicklung gewarnt, haben Missstände angebracht, die Probleme der Studenten immer wieder eingebracht, doch oft genug wurde alles kleingeredet und unsere Lösungsvorschläge ignoriert. Uns wurde geantwortet die ÖH/STV bausche die Probleme nur auf, man sei ja längst auf bestem Wege mit dem Lehramtsstudium in Salzburg und Linz. Als Studienvertreter haben wir inzwischen tausende Stunden hinter den Kulissen dieses Studiums verbracht: beim Schreiben eines 900-Seiten Studienplans, in Sitzungen für Lehrplanungen, Unterrichtsfächer oder beim Klären bestimmter Abläufe. Wertschätzung für die Expertise und aufgewendete Zeit erfährt man an dieser Universität wenig, häufig ist eher das Gegenteil der Fall.

Ein umfangreicher Vorschlag für Sofortmaßnahmen (der STV Lehramt in Kooperation mit den ÖH Vertretungen im Cluster Mitte) liegt dem Rektorat, dem Senat und dem Unirat seit Monaten vor; diese würden zumindest einige der Grundprobleme im Lehramt angehen. Keine künstliche PR Kampagne der Universität Salzburg kann dagegen ankommen, dass es sehr viele Unzufriedenheiten mit dem jetzigen Studium gibt. Erst eine hohe Quote an zufriedenen Studenten, die problemlos durch ihr Studium gekommen sind, kann das Ruder herumreißen.

Auch die vielen Probleme bei Auslandssemestern und entsprechend geringe Erasmus-Quote im Lehramt könnte man gleich mitreparieren, auch hierzu gibt es umfangreiches Maßnahmenpaket. Oder auch die DaF/DaZ Ausbildung inkl. Schulpraxis nicht im Bereich Schulpraxis im Lehramt anerkannt wird, wozu wir ebenfalls einen Lösungsvorschlag erarbeitet haben.

Letztlich liegt in dieser Entwicklung auch ein Teil der aktuellen Budgetprobleme der Universität Salzburg begraben. Die kolportierten 500 fehlenden prüfungsaktiven Studierenden der Universität müssten eigentlich im Lehramt mehr als vorhanden sein, wäre die Entwicklung in den vergangenen Jahren nicht so schiefgegangen. Es läge also im Selbstzweck der Universität Salzburg bei dieser Fehlentwicklung gegenzusteuern, doch bisher ist wenig davon zu sehen (Anzeigen auf Facebook zu schalten zählt nicht als “gegensteuern”). Letztlich hängt die Existenz und Daseinsberechtigungen einiger Fachbereiche an der Universität Salzburg maßgeblich vom Lehramt ab. Aber nachdem die langjährig-erfahrenen Studentenvertreter im Lehramt sogar von der Task-Force Lehramt an der Universität Salzburg aktiv ausgeschlossen wurden… einer Task-Foce, die sich aktiv mit Verbesserungen im Lehramtsstudium befassen soll: mit diesem Artikel und mit den oben verlinkten Dokumenten liegt aber nun alles auf dem Tisch, hier sind die Zahlen, das ist die Realität.
Und so hoffen wir wie Kassandra immer wieder, dass wir diesmal gehört werden mit der immer gleichen Vorhersage: gegensteuern, sofort!

Leitfaden für den Diplomabschluss / Magister Lehramt

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Da jetzt die Verlängerung des Diplomstudiums (Magister Lehramt) schon mal bis zum 28.02.2021 (es gibt noch Diskussionen, ob eine Verlängerung nicht auf den 30.04.2021) fixiert wurde möchten wir allen die noch im Diplomstudium sind mit folgenden Tipps etwas unter die Arme greifen. Sobald ihr alle Kursnoten habt müsst ihr die folgenden Schritte absolvieren:

  1. Bei der School of Education die Bestätigung über den Abschluss der schulpraktischen und pädagogischen Ausbildung beantragen und abholen. Hierfür schreibt bitte an lehramt@sbg.ac.at
  2. Sobald man alle Prüfungen und Kurse im 2. Abschnitt abgeschlossen hat, kann man den 2. Studienabschnitt einreichen (inkl. der Bestätigung der School of Education). Dazu den jeweiligen Prüfungspass für das jeweilige Unterrichtsfach ausdrucken und an das zuständige Prüfungsreferat geben. Die Prüfungspässe gibt es hier: KGW, NaWiSport. 
    Für Mozarteum: bei einem Unterrichtsfach am Mozarteum wenden Sie sich bitte an susanne.eder@moz.ac.at und sigrid.sullivan@moz.ac.at.
  3. Die angemeldete Diplomarbeit (Anmeldung ist jederzeit im 2. Abschnitt möglich) abgeben und auf den Eingang des Gutachtens warten (max. Begutachtungsdauer nach der Einreichung: 2 Monate)
  4. Nach Eingang des Gutachtens kann die Prüfung angemeldet werden (vorab bereits PrüferInnen und evtl. Termin suchen) – zwischen Anmeldung der Prüfung und dem Prüfungstermin müssen jedoch 2 Wochen liegen
  5. Diplomprüfung ablegen (eine vorläufige Abschlussbestätigung gibt es direkt nach der Prüfung, auch für Schulbewerbungen)
  6. Diplomzeugnis im Fakultätsbüro abholen, sobald das formale Zeugnis gedruckt wurde (kann einige Tage bis einige Wochen dauern)

Was gibt es zu beachten?

  • Bei den NaWi-Prüfungsfächern ist jeweils ein Teil der SoE Ausbildung abgebildet, aber nicht die ganze Ausbildung; wer 2 NaWi Fächer hat, muss die SoE Ausbildung exakt auf die 2 Prüfungspässe abbilden (siehe nächster Punkt)
  • Wichtig ist, Diplomprüfungen müssen von Habilitierten abgenommen werden! Der Vorsitz/die Vorsitzende kann/soll habilitiert sein, muss dies jedoch nicht zwangsläufig wenn sich dies nicht ausgeht. Die Prüferliste ist dieselbe wie für Masterprüfungen.
  • Anmerkung zum allg. pädag. Teil: die Anleitung bezieht sich nur darauf, wie der Prüfungspass auszufüllen ist. Es müssen aber alle Kurse der allg. pädag. Ausbildung trotzdem absolviert werden (siehe nächste Grafik)

NaWi Prüfungspass allg. Pädagogik Hinweise

  • Da pro Lehramtfach der NaWi jeweils 7 ECTS pro Fach zugewiesen sind (3 ECTS jeweils im 1. Abschnitt, 4 ECTS im zweiten Abschnitt), müssen die LVen der allg. pädag. Ausbildung hier aufgeteilt werden.
  • Wenn du keine 2 Fächer an der NaWi belegst, kannst du hier frei wählen, was du in den Prüfungspass einträgst (da an anderen Fakultäten die allg. pädag. Ausbildung nicht auf dem Prüfungspass ist, sondern einfach auf Vollständigkeit geprüft wird. Bei zwei naturwissenschaftlichen Fächern muss in einem Fach 1 VO/PS mit 2 ECTS für Punkt 2 und 3 im Prüfungspass (2x 1 ECTS = VO/PS mit 2 ECTS) hergenommen werden.
  • Wichtig: die VO Pädagogik und Psychologie des Kindes- und Jugendalters (hieß früher: VO Einführung in die Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie) wird mit jeweils 1 ECTS dem ersten und zweiten Abschnitt zugewiesen.
  • PS Lehrveranstaltung aus Pädagogik 2 ECTS:
    Gebundenes Wahlfach der Pädagogik oder VO Schulentwicklung oder didaktisch kommunikative Fähigkeiten
  • Lehrveranstaltung aus Pädagogik 1 ECTS (PS/VL/AG):
    PS Reflexion eigener Schulerfahrungen
  • PS: Lehrveranstaltung aus der Pädagogik 1 ECTS:
    1 ECTS der VO Einführung in die Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie

Unterrichtsfach Geographie

Auch möchten wir jenen mit den UF Geographie hier noch eine eigene Anleitung zum Eintragen des Prüfungspasses mitgeben da dies im 2. Abschnitt etwas komplizierter ist und uns hier immer wieder Fragen erreichen. (Screenshots sind schon älter, die aktuelle gesamte Liste ist auf PlusOnline)


2-3 der Folgenden (je nach Stündigkeit, ob 4 oder 2 SSt. je LV)
  • Darunter ist im Prüfungspass noch der Punkt für die mittlere Exkursion aufgeführt, der aber nicht als Screenshot abgebildet ist. Dort sollte es aber keine Probleme geben, da hier nur mittlere (2-stündige) Exkursionen eingetragen werden können.
  • Für Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Systeme: 3 der folgenden LVen:
  • ACHTUNG: Die VO Global ungleiche Entwicklung kann hier nur verwendet werden, wenn für § 37.1 die VO Ringvorlesung globale Warenketten im SoSe 2010 absolviert wurde
  • Für VU Raumplanung und Raumordnung: VO Einführung in die Raumplanung
  • Für EX Regionalanalyse: Eine der 5-Stündigen Exkursionen (Große Exkursion)
  • Für VL, UE, SE Regionalanalyse: VO Regionale Geographie oder VO Europa zwischen Konvergenz und Divergenz
  • Für Wirtschaftskreisläufe und Marktprozesse: 2 der folgenden LVen
    VO Global ungleiche Entwicklung
    VO Ringvorlesung globale Warenketten
    VO/UE Wirtschafskreisläufe und Marktprozesse
  • Für Standorte, Verflechtungen und regionale Disparitäten:
    VO Standorte, Verflechtungen und regionale Disparitäten
  • Für Digitale Information und Kommunikation in Raum, Gesellschaft und Wirtschaft: 1 der folgenden LVen
    UE Digitale Information in Raum, Gesellschaft und Wirtschaft
    UE Digitale Information und Kommunikation
    VU Grundlagen der Geoinformationsgesellschaft
  • Wir hoffen, dass euch diese Informationen beim Studienabschluss helfen. Alle Infos sind sorgfältig geprüft aber ohne Gewähr.

Erasmus in Faro während Corona (Primarstufe)

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Ein Bericht von Sanela Mahic, Sommersemester 2020

Im Sommersemester 2020 durfte ich an der Universidade do Algarve in Faro studieren. Das Semester begann am 3. Februar, einige Tage davor kam ich in Faro an, nachdem ich kurz davor noch meine Seminararbeiten für meinen Abschluss in Salzburg niederschrieb. Nach stressigem Anfang und einigen Pastel de Natas konnte ich nun endlich die Sonne genießen.

Alles schön und gut, das International Office war äußerst freundlich, aber warf mich, ohne zu zögern, in das kalte Wasser namens Uni, welches nur wenig mit der Pädagogischen Hochschule zu vergleichen ist. Von dem Ort, an dem jeder meinen Namen kennt, zu einem Platz, wo portugiesisch gesprochen wird. Und zwar nicht nur privat, auch in den Kursen. Ich fand mich in einer prekären Situation wieder, scheinbar war ich eine der einzigen Erasmus-Studentinnen aus einem nicht portugiesisch-sprechendem Land. Perfeito. Von Heimweh geplagt, weigerte ich mich aufzugeben, auch wenn meine Anwesenheit in den Vorlesungen hauptsächlich aus Kritzeleien und Tagträumereien bestanden. Langsam, aber sicher, besuchte ich den Portugiesisch-Kurs, der von der Organisation beinahe so professionell war, wie unser Kaphee zwischen 11 und 13 Uhr. Ich mache euch keine großen Versprechen, mein portugiesisch ist an diesem Punkt vergleichbar mit dem, eines 3-Jahre-alten Kleinkindes. Zwischen Verzweiflung und Auseinandersetzungen mit den Professorinnen wegen meiner Sprachbarriere fand ich trotz allem eine Konstante: Das Nachtleben in Faro.

Faro ist ein kleiner Ort im Süden Portugals. Mit etwa 70.000 EinwohnerInnen ist Faro eine bescheidene Hafenstadt. Für die EinwohnerInnen ist es nicht einfach, schlechte Bezahlung und kleine Unternehmen, die ums Überleben kämpfen, gehören hier zum Alltag. Das einzige, das sich ändert, sind die Erasmus-Studentinnen. Die Stadt lebt definitiv davon, sowohl die Lokale als auch die portugiesischen Gigolos, die auf der Pirsch sind. Spaß bei Seite, auch wenn Faro tagsüber so gut wie ausgestorben wirkt, boomt sie während der Nacht. Eine große Auswahl an Lokalen, ob Tanz-, Alternativ- oder Irish – hier findet man alles was das Herz begehrt. Und damit meine ich: Bier um 1,50€. Also tat ich das, was mir jeder Erasmus-Student riet: Ich feierte meine Sorgen weg. Ganze eineinhalb Monate zwischen Uni- und Nightlife traf mich die nächste Bombe, die mein Erasmussemester unvergesslich machen würde. Corona. Um ehrlich zu sein, war dies in meiner Situation gar nicht mal so schlecht. In den Online-Kursen konnte ich die Powerpoints der Professorinnen screenshotten und anschließend mit Google-Translate übersetzen, um sie für mich verständlich zu machen. Generell schenkten mir die Lehrkräfte wenig Beachtung. Ich war ein österreichischer Geist in den Zoom-Calls, Mitarbeit war hier nicht gefragt. Für mich galt: Hauptsache durch. 

Portugal nahm die Covid-Krise mehr als ernst, der Lockdown begann Mitte März, die Straßen waren wie leergefegt und auch die Lokale sahen sich gezwungen, zu schließen. Eine dunkle Zeit für die einen, ein entspannter Urlaub für mich. Rückblickend kann ich sagen, dass ich während dieses Semesters wohl mehr über Kochen und Teenage-Dramas gelernt habe, als über Pädagogik. Auch der Strand war während der Quarantäne tabu. Trotz allem bereue ich es nicht, in dieser Situation hier geblieben zu sein. Zu Beginn des Notstands zählte Österreich mehr Fälle als Portugal, ich wurde aufgefordert nachhause zu kommen – doch das Transportrisiko, dem ich ausgesetzt sein würde, galt für mich als Argument, hier zu bleiben – und natürlich meine Freunde und das Wetter. Das, was ich von der Uni mitbekommen habe, schien interessant zu sein. Leider gab es dahingehend kein bereitgestelltes englisches Material und da war ich, unter 40 portugiesisch-sprechenden Studentinnen im Zoomcall. Für mich gab es ein Ziel: Herauszufinden, was ich tun muss, um dieses Semester halbwegs positiv abzuschließen. Deswegen schrieb ich E-Mails bis zum abwinken und glücklicherweise versicherten mir alle Lehrkräfte, dass meine Abschlussarbeiten auf Englisch abzugeben sind. Also begann ich in der zweiten Hälfte der Quarantäne meine Checkliste vorzubereiten, mir Wissen anzueignen und das zu erreichen, was von mir gefordert wird. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass es mich manchmal nicht an den Rand der Verzweiflung gebracht habe. Die Angst, dass die Entscheidung hier zu bleiben, eventuell die falsche gewesen sei verunsicherte mich. Außerdem plagte mich mein innerer Schweinehund, wie auch in Salzburg, nur diesmal sprach er portugiesisch. Aber all das bringt dich zur unausweichlichen Einsicht: Es einfach versuchen, so gut man kann. Und das tat ich, ich schrieb über Kommunikationstheorien, Soziologie, Lernschwächen und Entwicklungsbeeinträchtigungen und scheinbar genügte es allen Lehrkräften und sie segneten mich mit einem positiven Punktestand ab. Inzwischen kenne ich auch einige Studierende, die permanent hier sind. Von ihnen weiß ich, dass die Ausbildung in Faro in ihren Worten „speziell“ ist. Was ich beobachten konnte sind endlose Monologe, viel theoretisches Wissen und einige verrückte Persönlichkeiten als Lehrkräfte. Es machte mir klar, dass die Ausbildung an der PH Salzburg in vielen Aspekten privilegiert ist. Darüber bin ich froh. 

Auch der Black Lives Matter Protest war ein unvergessliches Erlebnis. Friedlich, inspirierend und motiviert marschierten wir von der Hochschule zur Marina – ein Weg die Bewegung in einem anderen Land zu unterstützen. Besonders hier ist dieses Thema politisch präsent und die junge portugiesische Welle setzt sich um jeden Preis für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ein.

Für mich ist eines klar, obwohl ich in einigen Wochen wieder in das kontinentale Österreich zurückkehre, ist Faro eines meiner Heimatorte geworden. Sowohl Freunde, Bekannte, als auch Bar- und Cafébesitzer, die mich jedes Mal mit offenen Armen empfangen (natürlich mit MNS), wurden hier zu Familie und ich plane bereits meinen nächsten Lebensabschnitt, den ich hier verbringen kann. Portugiesisch ist wohl eine der kompliziertesten, aber auch schönsten Sprachen, die ich bis jetzt kennenlernen durfte. Bis zum nächsten Mal, will ich zumindest das Sprachlevel einer 10-jährigen Volksschülerin erreichen. Abschließend kann ich wohl nur sagen, dass ich mich auf die Rückkehr nach Salzburg freue, aber auch, Portugal in Zukunft besser kennenzulernen und es mir als Zuhause anzueignen. In anderen Worten: Estou em pulgas! 

Erasmussemester an der Tampere University

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Ein Erfahrungsbericht von Eva-Maria Sallinger aus dem WS 2019/20

Finnland! Ist es dort nicht unglaublich kalt? Finnland im Wintersemester?! Da sitzt du doch nur im Dunkeln! Zumindest wirst du Zeit zum Lernen haben, denn für Freizeitbeschäftigungen reicht das Geld in diesem teuren Land nicht aus und die Finnen sollen ja wohl eher verschlossen sein… Außerdem ist Finnisch doch die schwierigste Sprache der Welt, oder nicht?

Solchen pessimistischen Aussagen war ich vor Beginn meines Auslandssemesters an der Tampere University ausgesetzt und habe mich daher für das Schlimmste gewappnet. Ob sich die Befürchtungen bewahrheitet haben, erfährt ihr in diesem Beitrag.

Ich habe mein Auslandssemester im 7. Semester meines Bachelorstudiums Lehramt (Fächer Deutsch und Geschichte) über den FB Geschichte gemacht. Das Wintersemester in Finnland beginnt schon etwas früher, im September, und endet bereits zu Weihnachten. Ich bin kurz vor Unibeginn, am 18.August aufgebrochen und kam am 22.Dezember zurück nach Österreich.

An meinem ersten Tag in Finnland war ich hundemüde von einem langen Anreisetag unterwegs. Umso glücklicher war ich darüber, dass meine Tutorin mich von der Bushaltestelle abholte und zur Unterkunft brachte. Die Schlüssel hatte sie bereits im Vorhinein für mich abgeholt. So musste ich mich um nichts kümmern und die finnische Adresse nicht alleine suchen. Trotz meiner Müdigkeit wollte ich gern den wenige Minuten entfernten See Näsijärvi ansehen und eine kleine Runde spazieren gehen. Als ich dann zurückkam, ließ sich die Tür plötzlich nicht mehr aufsperren. Voller Panik versuchte ich es einige Male und läutete an, in der Hoffnung, dass meine Mitbewohnerin bereits eingetroffen sei. Der Schlüssel hatte doch unten an der Haustür auch funktioniert! In meiner Verwirrung kam ich irgendwann auf die glorreiche Idee, die Hausnummer zu überprüfen. Und siehe da – ich war im falschen Gebäude gelandet. Mein Schlüssel sperrte nicht nur in unserem Haus, sondern auch in den anderen Gebäuden des Wohnkomplexes, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen… 

So hatte ich mein erstes kleines Abenteuer in Tampere bestanden und fand zurück in meine WG. Tags darauf lernte ich auch meine Mitbewohnerin, Ester aus Italien, kennen und verstand mich gleich auf Anhieb mit ihr. Es ist lustig, wie schnell sich Erasmus students in der ersten Zeit zusammenfinden, wenn jeder und jede noch alleine herumirrt und nach Freunden sucht. Kurzerhand planten wir innerhalb einer kleiner Gruppe ErasmusstudentInnen einen Ausflug aufs Land in eine Hütte mit Sauna am See, typisch finnisch. Am liebsten wäre ich jedes Wochenende in einen der Wälder gefahren und hätte dort in einer Hütte geschlafen: spazieren gehen, rudern, Spiele spielen und saunieren sind die Beschäftigungen dort. Einfach gemütlich!
Die Uni begann mit einer besonderen Veranstaltung: Der Welcome Week. Diese machte es uns möglich, sanft in die Uni zu starten und erst einmal alles kennenzulernen. Wie meldet man sich für LVs an? Wie borgt man ein Buch aus? Wo gibt es Studentenrabatte? Wie überlebe ich den finnischen Winter? Von Anfang an hatte ich als Erasmusstudentin das Gefühl, willkommen geheißen und nicht allein gelassen zu werden. Die Lehrenden verhielten sich sehr zuvorkommend und es war zum Beispiel kein Problem, später in einer LV aufzutauchen, sich wieder abzumelden oder Unterstützung beim Studieren zu bekommen. Gelernt oder Arbeiten verfasst habe ich meistens in der Bibliothek, wo es verschiedenste Arten von Räumen und Plätzen gibt. Finnischkenntnisse sind für die meisten Studiengänge nicht nötig, man kann aber einen Finnischkurs besuchen, wenn man sich für die Sprache interessiert. Ich habe eine Ringvorlesung „Finnish Society and Culture“ und mehrere Seminare besucht, wobei nur eines davon auf Englisch war und ich tatsächlich hingehen konnte. Die Kurse sind ähnlich aufgebaut wie die der Uni Salzburg. Es wird sehr viel diskutiert und auf Selbstständigkeit Wert gelegt. 

Wer auch immer die Finnen als „verklemmt“ oder „ablehnend“ bezeichnet, hat wohl nie versucht, sie wirklich kennen zu lernen. Zwar war ich an der Uni und in der WG nur mit ErasmusstudentInnen zusammen, aber ich habe durch Freizeitaktivitäten einige wahnsinnig liebe Finnen kennengelernt. Ein paar Mal war ich mit meiner Tutorin unterwegs und generell gibt es mit Sprachtandems, den Studentenclubs und ESN Möglichkeiten, Finnen kennenzulernen und einen Ausbruch aus der „Erasmus-Bubble“ zu versuchen.

Freizeittechnisch gab es mehr als genug Angebote. Tampere ist eine echte Studentenstadt mit Veranstaltungen rund ums Jahr. Auch wenn man nur für wenige Monate in Finnland studiert, ist die Anschaffung eines (gebrauchten) „student overalls“ Pflicht: Diese Overalls werden nicht nur auf allen Veranstaltungen getragen und schützen am Heimweg vor dem kalten finnischen Wetter, sie zeigen durch Farbe und Aufnäher auch sofort, was die TrägerInnen studieren und wofür sie sich interessieren. Doch nicht nur in Tampere, auch außerhalb gibt es viel zu entdecken. 
Eines meiner Highlights war die Reise nach Lappland gegen Ende des Aufenthalts in die wunderschönen, menschenleeren Natur des Nordens. 
Lapplands Landschaft trägt eine Schönheit, die man mit Worten schwer beschreiben kann. Im Winter ist alles in meterhohe Schichten von Schnee gehüllt, die dann zwei Stunden am Tag in goldenes Licht getaucht sind und den Eindruck einer Fantasy-Welt vermitteln.

Ich denke immer gern an die Momente in Finnland zurück, an die kleinen Feiern in unserer WG, an die Abende in finnischen Wäldern und Hütten, an die wunderschönen Sonnenuntergänge am See und sogar an die regnerischen Tage an der Uni oder an den Abend, an dem ich mein Handy in Lappland im Schnee verloren habe. Hoffentlich konnte ich euch durch diesen Beitrag einen Eindruck von meinem Auslandssemester vermitteln und verdeutlichen, dass ich trotz der skeptischen Fragen keinen Augenblick bereut habe, nach Finnland gegangen zu sein.

Weitere Infos zu einem Erasmus-Aufenthalt in Tampere

Anreise

Es gibt günstige Direktflüge verschiedener Airlines ab Wien und ab München und Umsteigeverbindungen. Eine leistbare Alternative ohne Flug habe ich leider nicht gefunden.

Die Uni

An meiner Uni, der Tampere University, studieren etwa 20.000 StudentInnen an verschiedenen Fachbereichen. Da 2018 die vorher getrennte University of Tampere mit der Tampere University of Technology zusammengelegt wurde, herrschte etwas Chaos am Campus und manchmal wussten die Lehrenden selbst nicht, wie Dinge genau funktionieren. Wir hatten aber eine wirklich umfassende und toll organisierte Welcome Week, in der man alle Infos zum Studium in Tampere, zum Wohnen, zum Verkehr, zu Freizeitbeschäftigungen usw. bekam. Das Lehrangebot auf Englisch ist je nach Fach sehr gut bis eher mau. Außer mir war nur eine weitere Geschichtestudentin im WS 2019 in Tampere, während sehr viele Business Students in Tampere waren. Meine Uni-Erfahrung war aber trotzdem gut, wenn nicht sogar besser. Unsere International Tutors haben uns großartig unterstützt und zu allen möglichen Events eingeladen und auch die ProfessorInnen waren bemüht, uns viele Möglichkeiten zum Absolvieren von LVs zu geben. Ich durfte daher z.B. an einer Doktoranden-Tagung teilnehmen und eine Arbeit darüber schreiben. Self-organised-study wird an der Uni Tampere großgeschrieben und es gibt wirklich wahnsinnig viele Möglichkeiten, um ECTS zu gewinnen, wenn das Lehrangebot in einem Semester und Fach gerade schlechter ist.
In meinem Fall war es durch die wenigen englischsprachigen Kurse so, dass ich nur zwei Mal pro Woche an die Uni musste und mir die Zeit großteils selbst einteilen konnte. Die Prüfungen und Bewertungen empfand ich als fair und nicht sonderlich streng. Bevor man das Semester in Tampere startet, sollte man nachfragen, an welchem Campus man studiert, da der Campus der Technischen Uni und die dazugehörigen Wohnhäuser etwas außerhalb der Stadt liegen.

In fast allen Gebäuden gibt es eine große, schöne Mensa mit mindestens zwei verschiedenen Tagesmenüs vom Buffet für unglaubliche 2,60 inklusive Salat! Glutenfreie und vegetarische Varianten stehen immer zur Auswahl. Um weniger als 100 Euro im Semester kann man das Uni-Fitnesscenter nutzen, da bei mir im Gebäude aber ein Fitnessraum war, habe ich das nicht gemacht. Positiv hervorzuheben sind auch die vielen 24/7 Study Rooms (Uni Salzburg, lerne!) und der Fakt, dass man Kaffee und Essen zum Lernen in die Bib mitnehmen darf. Generell ist die Uni raumtechnisch sehr gut ausgestattet und man findet sich auch schnell zurecht. Woran ich mich nicht anpassen konnte, war das Duzen der Lehrenden, ich bin es einfach anders gewohnt 😀

Wohnen

Der größte Wohnanbieter ist TOAS, wo für internationale Studierende möblierte Zimmer in WGs und Studentenheimen angeboten werden. Es gibt einige Wohnmöglichkeiten und wer früh genug dran ist, kann gut nach den persönlichen Präferenzen (Heimzimmer, WG, Innenstadt, außerhalb,…) auswählen.
Darüber hinaus gibt es andere Anbieter, ich würde dazu raten, sich bei einem von ihnen zu bewerben, da die Wohnungen und Zimmer am privaten Markt viel teurer sind. Ich habe im Stadtviertel Lapinniemi in einer geräumigen Zweier-WG um ca. 360 Euro im Monat gewohnt. Besonderes Extra: Einmal pro Woche kann man kostenlos die Sauna für BewohnerInnen reservieren.

Mobilität

Manche der Erasmus-Studierenden haben sich ein gebrauchtes Fahrrad besorgt, das ging meines Wissens nach ohne Probleme. Die meisten waren aber mit dem Bus unterwegs, wofür man eine Monatskarte um 30 Euro bekommt. Da die Innenstadt nicht so groß ist, kann man auch sehr viel zu Fuß gehen. Die Züge und Busse in Finnland sind sehr preiswert, um in manche Nationalparks oder entlegene Gegenden zu kommen, sollte man aber überlegen, ein Auto zu mieten (oder sich Freunde mit Auto suchen). Fun Fact: Damit ein Bus in Finnland stehenbleibt, muss man winken, ansonsten gehen die Fahrer davon aus, dass man nicht mitfahren will. 

Freizeit

Ganz am Anfang war ich gleich mal bei einer Veranstaltung unserer Student Association aus Geschichte dabei. Es gibt viele Events für Studis, etwa die ESN-Veranstaltungen und Trips in verschiedene Städte und Regionen. Ich bin mit ESN Fint auf einem Party Boot nach Stockholm und selbst organisiert nach St. Petersburg (40 Euro für die Anreise mit dem Bus!) und Tallinn gereist. Der schönste Ausflug ging in den Norden nach Lappland. Rückblickend würde ich noch viel mehr Zeit dort verbringen.

Nicht nur ESN, sondern auch die Studentenclubs bieten viele Veranstaltungen an: Schnitzeljagden, Feiern, Spiele, Grillabende, Pub Crawls, … Dort trägt man meist den farbigen Student-Overall und meist wird auch einiges an Alkohol konsumiert. Für ErasmusstudentInnen in Finnland ist der Besuch eines SitSits ein absolutes Muss. Bei einem SitSit geht es wild zu: Es wird gesungen, geklatscht, geschrien, getrunken, gegessen und es werden Spiele gespielt. Bei den Veranstaltungen werden Patches, also Aufnäher, gesammelt, die dann an den Overall genäht werden.

Was den Sport angeht, gab es zusätzlich zum Outdoor-Sport über die Uni einige Möglichkeiten. In die Volleyball- und Fußballteams werden internationale Studierende offen aufgenommen und nimmt man das Angebot des Sportzentrums an, kann man manche Kurse zusätzlich zum Fitnesscenter gratis besuchen. Am besten hat mir gefallen, dass die Waldwege teilweise nachts beleuchtet waren, so dass man auch nach Einbruch der Dunkelheit noch gut spazieren oder joggen gehen konnte.

Nachtleben/Pubs, Diskos und Bars: Wer gerne ein oder zwei Bier trinkt, wird in Tampere bestimmt fündig. Es gibt Studentenrabatte, mit denen man sich die Getränke auch leisten kann und keine sieben Euro für ein Bier bezahlen muss. In der Disko war ich nur wenige Male, das ist auch etwas teurer, aber dafür ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Viele weichen, anstatt in Clubs zu gehen, auf Hauspartys aus. Eine lustige finnische Besonderheit ist das geduldige Anstehen in Schlangen für Tickets oder am Einlass. Es geht dabei geordneter zu, als man sich das in Österreich je vorstellen könnte.

Da ich wirklich sehr viel Freizeit neben der Uni hatte, habe ich mich noch für einen Improvisationstheater-Kurs und den Unichor angemeldet, was eine gute Entscheidung war, da ich so einige Finnen kennengelernt habe. z.B. war ich für ein Wochenende mit dem Chor in einer Waldhütte, wo wir neben den Proben in die Sauna mitten im Wald gingen und sogar Nordlichter sehen konnten. Das Weihnachtskonzert bildete einen schönen Abschluss meines Semesters und es kamen einige Kollegen aus dem Impro-Kurs, um zuzusehen. Wir bekamen sogar die Chance, als internationales Quartett aufzutreten und das deutschsprachige Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ vorzutragen.

Die Sprache

Ja, Finnisch ist sehr schwer, aber jede/r in Finnland kann Englisch und wer ein paar Worte Finnisch spricht, wird gleich dafür bewundert. An der Uni werden kostenlose Sprachkurse verschiedener Schwierigkeitsgrade angeboten. Als Sprachstudentin war es für mich spannend, einen Einblick in das Sprachsystem zu bekommen, das sehr logisch aufgebaut ist. Die Aussprache fällt ebenfalls leicht, nur das Vokabellernen kann etwas frustrierend sein.

Einige Wörter: „Hei!“ (Grüß Gott/Höfliche Anrede) „Moi!“ (Hallo!), „Moi Moi!“ (Tschüss), „mökki” (in Zucker gewälzter Donut), „sauna“, „kiitos“ (Danke!)

Die Stadt Tampere

Tampere, eine der größten Städte Finnlands mit ca. 227.000 EW, liegt zwischen zwei Seen etwa 1,5 Stunden nordwestlich von Helsinki und damit noch im südlicheren Teil des Landes.
Wer nach Finnland geht, sollte keine historischen Gebäude erwarten. In Tampere gibt es teilweise noch bunte traditionelle Holzhäuser und die Innenstadt mit schönen Ziegelgebäuden aus der Zeit der Industrialisierung (Tampere wird auch gerne „Manchester des Nordens“ genannt). Die „Altstadt“ ist aber nicht mit Salzburg oder anderen mitteleuropäischen Städten zu vergleichen.
Dafür ist die Stadt reich an Kultur- und Freizeitangeboten (auch auf Englisch). Bars, Restaurants und Cafés sind eher teuer, es gibt aber oft Angebote für Studierende. Im Sommer und Herbst hat der Vergnügungspark geöffnet.

Die Sehenswürdigkeiten sind in einem halben Tag besichtigt, an die Seen kehrt man aber immer wieder gerne zurück, ob im Sommer, wenn man baden und Kajak fahren kann, oder im Winter, wo der See nach der Sauna erfrischend kalt ist. Generell ist es nicht übertrieben zu sagen, dass die meisten Finnen nach „ihrer“ Sauna verrückt sind. Eigentlich hätte ich erwartet, dass der See im Winter zufriert, doch durch den Klimawandel ist das mittlerweile sogar in Finnland selten. 

Spartipps: Zum Lebensmittel kaufen gehen viele StudentInnen zu Lidl, weil dort alles vergleichsweise etwas günstiger ist als in anderen Läden. Für Kleidung würde ich definitiv die vielen Secondhand-Läden gehen, bei denen man mit etwas Glück immer etwas Schönes findet. ESN bietet Survival kits an (Küchensets, Bettwäsche), die man sich für eine kleine Gebühr ausleihen kann. Da alle internationalen Studierenden einen Tutor oder eine Tutorin zugeteilt bekommen, kann man diese super um weitere Tipps bitten, was das Leben in Tampere angeht.

Anrechnungen und Bürokratie

Wenn die Anrechnungen am Learning Agreement unterschrieben wurden, müssen sie auch angerechnet werden und das ging bei mir ohne Probleme. Seitens der beiden Unis gab es einige Personen, die mich sehr unterstützt und mir geholfen haben. Die investierte Zeit ist der Aufenthalt außerdem natürlich wert! Macht euch trotzdem auf einiges gefasst, was den bürokratischen Aufwand des Auslandsaufenthalts angeht. Es wäre trotzdem schön, wenn sich Wege und Möglichkeiten ergeben würden, die Organisation des Studiums im Ausland studierendenfreundlicher zu ermöglichen (Stichwort: alle Dokumente im Original, keine Scans erlaubt, mehrere Learning Agreements für Lehramtsstudierende, …).

Alles in allem

war die Zeit in Finnland wunderschön und ich möchte sie um keinen Preis missen

Corona: wie die Uni nun die Sommermonate gestalten sollte.

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Teil unserer Arbeit ist nicht nur, eure konkreten Anliegen, Fragen und Problemfälle zu behandeln (und auch wo nötig mit der Uni zu besprechen), sondern auch aktiv Vorschläge und Ideen für die Zukunft zu entwickeln. So haben wir in vielen Bereichen (z.B. Erasmus, Verwaltung, Prüfungsrecht, Cluster) bereits umfangreiche Maßnahmenvorschläge entwickelt. Nachdem in diesem Semester nun der Sommer offiziell keine lehrveranstaltungsfreie Zeit mehr ist, sondern umgewandelt wurde in reguläre Semesterzeit, möchten wir euch hier kurz präsentieren, wie unsere Idee und unser Konzept für den Sommer aussehen würde.

  1. Eine simple Verlängerung von jetzt laufenden Kursen in den Sommer hinein lehnen wir ab; jetzt laufende Kurse sollen wie geplant Ende Juni abschließen. Viele Studierende haben auch finanzielle Sorgen (durch eigenen Jobverlust, Kurzarbeit oder auch durch finanzielle Einbußen der Eltern), andere Verpflichtungen im Sommer (z.B. als Eltern), bereits andere Pläne. Angebote im Sommer müssen freiwillig sein, einen Mehrwert schaffen für Studierende und auch für die Uni.
  2. Durch eine Änderung im Prüfungsrecht könnte der Sommer zu einer Korrektur- und Verbesserungsphase des letzten Studienjahrs umgebaut werden – auch für bereits negativ benotete Kurse. Die negative Seminararbeit aus z.B. dem Wintersemester könnte überarbeitet und nochmalig zur Korrektur eingereicht werden; der Abschlusstest oder eine Präsentation aus einem Kurs z.B. im Sommersemester könnte als Einzelprüfung nachgeholt werden um nachträglich doch noch eine positive Note im Gesamtkurs zu bekommen; und auch die simple Verbesserung von (bereits positiven) Noten wäre möglich. Dies würde bereits erbrachte Leistungen honorieren (anstatt den gesamten Kurs mit Anwesenheitspflicht erneut machen zu müssen), es würde auch von der Platzanzahl beschränkte Kurse entlasten (jemand muss nicht im Folgesemester erneut einen Kursplatz in Anspruch nehmen), es würde die Stundenpläne von Studierenden entlasten (da die Anwesenheitspflicht fixe Terminpunkte sind, wo auch kein anderer, ebenfalls wichtiger Kurs für das Studium belegt werden kann), es würde Lehrende entlasten (anstatt alle Leistungen erneut zu korrigieren, muss nur eine Teilleistung einzeln nochmal angeschaut werden). Dieses Konzept würde endlich auch mehr Anreize schaffen, sich aktiv bei den Noten zu verbessern (bisher wird eine bestehende Note immer automatisch gelöscht, man kann sich also verbessern und verschlechtern; an anderen Unis gibt es bereits reine “Verbesserungsantritte”, wo nur eine bessere Note zählen würde).
  3. Blockkurse in überlaufenen Bereichen: Gerade aus der Fernlehre sind viele Kurskonzepte, Unterlagen, Arbeitsaufträge bereits digital vorhanden. Bei Kursen mit überfüllten Anmeldelisten und Kurse, die bekanntermaßen für andere Kurse Voraussetzung sind, könnten hier schnell geblockte Kurse für den Sommer konzipiert und geöffnet werden, mit einer Anmeldung z.B. Ende Juni. Dies ermöglicht auf freiwilliger Basis ein schnelleres Studieren und löst Probleme bei den Anmeldungen für Folgekurse.
    Hier sollte erwähnt werden, dass auch Lehrende diese Kurse als Zusatzleistungen entsprechend entlohnt bekommen müssen – denn nur mit einem breiten Schulterschluss kann das Konzept über einen aktiven Sommer gelingen.
  4. Tutorien und Übungsgruppen für große Fachprüfungen und mehrteilige schriftliche/mündliche Bachelorprüfungen: in einigen Unterrichtsfächern gibt es große Fachprüfungen, oder mehrteilige Bachelorprüfungen. Nach dem Abschluss der entsprechenden Kurse vor der Fachprüfung ist man auf sich alleine gestellt, was die inhaltliche Vorbereitung betrifft. Das kann in z.B. Sprachen frustrierend sein, wenn man Kurse nur im gesamten erneut belegen kann (und dabei seine bestehende Note löschen lassen muss) und sonst keine Möglichkeit auf Feedback vor der Prüfung mehr hat; das kann in anderen Studienbereichen überfordernd sein, wenn einfach nur umfangreiche Leselisten und vage Informationen zur Verfügung gestellt werden. Tutorien und geleitete Übungsgruppen können hier Halt geben, Ängste nehmen und fördern letztlich schnellere Abschlüsse und bessere Leistungen.

Diese Gestaltung des Sommers könnte sogar langfristig Einzug halten, denn all diese Maßnahmen helfen zwar in Zeiten eines außergewöhnlichen Semesters, wären aber auch im regulären Studienbetrieb ebenso sinnvoll. Letztlich wurde die Finanzierung der Universitäten ja auf eine Studienplatzfinanzierung umgestellt, die maßgeblich an die (erfolgreiche) Prüfungsaktivität gekoppelt ist.

Wie würdet ihr eine solche Gestaltung der Sommermonate finden? Sind diese Ideen und Vorschläge sinnvoll, oder habt ihr weitere/andere Wünsche? Schreibt uns gerne eine Mail oder diskutiert auf Social Media mit.

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