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Bewerbungsfrist für Studienassistenz-Stellen an der Universität Salzburg (für das SoSe 2021)

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Aktuell läuft die Bewerbungsfrist der Studienassistenzstellen an der Universität Salzburg. Deine Bewerbung kannst du noch bis 06.01.2021 (Posteingang) an die Leitung am jeweiligen Fachbereich schicken: Studienerfolgsnachweis, Motivationsschreiben und Lebenslauf müssen enthalten sein.

An folgenden Fachbereichen gibt es Studienassistenzstellen, die genaue Aufteilung der Studienassistenzstunden auf einzelne Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche machen aber die Fachbereiche intern:

https://im.sbg.ac.at/display/MIT?preview=/165741160/179341936/mb2020-1216-studienass.pdf


Hier ein Radiointerview mit Maximilian Wagner zu Studienassistenzstellen:

Interview zum Thema Studienassistenz

Abberufungsantrag gegen den Rektor – und warum politisches Framing und Trump-Rhetorik jetzt gar nicht hilft

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Dies ist ein Kommentar zur aktuellen öffentlichen Debatte. Einen ausführlichen Artikel über die Hintergründe zum Abberufungsantrag hat die Uni:Press verfasst.

Die Metapher ist oft genug beschworen worden: seit letzter Woche gehen die Wogen an der Uni (bzw. daheim in Home-Office und in WG-Arbeitszimmern) hoch, denn wie die Medien berichteten, ist ein anonymer USB-Stick an mehrere Stellen verteilt worden, wo auf 40 Seiten angebliche Verfehlungen des Rektors der PLUS aufgezeigt werden sollen (Anm: wir kennen das Schreiben im Original bisher nicht). Auffällig ist nun aber der öffentliche Diskurs:

Es erinnert doch ein wenig an Trump und die USA, wenn der Gegenwind, der dem Rektorat nun entgegenkommt, als Wiederstand von ‚verkrusteten und überalterten Strukturen‘ oder als Gegenbewegung gegen ‘gute und dringend notwendige Reformen‘ abgetan wird. Also angeblich reaktionäres Geschrei einer alten Elite, die nur Pfründe und Kleingärten sichern will gegen ein ‚modernes und visionsreiches Rektorat‘. Anstatt also konkret über Sinn und Unsinn von – zum jetzigen Zeitpunkt als budgetneutrale (!) Umgestaltungen auf dem Papier geplante – Reformen zu diskutieren, wird hier schnell eine ungerechtfertigte Debatte von ‚Modernisierungswillen‘ vs. ‚verängstigtes Establishment‘ geframed.

Das Überschreien von Visionslosigkeit?

Bis jetzt erscheinen die vorgelegten Umstrukturierungen vor allem eines zu sein: neumoderne Schlagwortansammlungen, bedeutungsleere Worthülsen und fragliche Umstrukturierungen auf dem Papier. Wenn man in den aktuell vorliegenden Entwürfen zum Organisationsplan (Anm: hier werden Strukturen, Fachbereiche und Gremien definiert) herauslesen möchte, wie künftig z.B. die School of Education organisiert ist, oder welche Aufgabe sie im Rahmen des Lehramtsstudiums übernimmt, bekommt auf diese Frage keine Antwort, denn Antworten werden im bisherigen Entwurf gar nicht erst gegeben. Ob Teilbereiche wie die Bildungswissenschaften nun in die Erziehungswissenschaft eingegliedert werden geht aus dem Papier ebenso wenig hervor. Dafür werden bedeutungsleere Buzzword-Bereiche wie „Lebenswissenschaften“ geschaffen – ein Euphemismus für das Pürieren etablierter Forschungs- und Fachbereiche wie Biologie & Geographie.

Schlimmer wird es dann im jetzt vorliegenden Entwurf des Entwicklungsplans zum Thema Lehramt (Anm: hier werden die geplanten Weiterentwicklungen der Universität für die nächsten Jahre ausgeführt). Neben konstatiertem fraglichem Eigenlob (‚Exzellenz‘ in allen Bereichen des Lehramts; angebliches ‚Auffangen‘ des Studierendenrückgangs) werden vage Ziele wie ‚Optimierung der Organisation‘ des Lehramtsstudiums genannt, selbstverständlich ohne den Hauch einer Andeutung, wo und wie dies passieren sollen. Es sollen „Maßnahmen zur besseren Studierbarkeit“ ergriffen werden: auch hier ohne irgendeine konkrete Idee. Und selbstverständlich sei im Lehramt auch das öffentliche Image des Lehrerberufs schuld, für das man nichts könne.

Und genau solche Aspekte sind der Grund, warum am Ende der Eindruck bleibt: die Visionslosigkeit wird hier mit Worthülsen und Begriffen überschrien, die Strukturreform bleibt (neben dem realen kruden Pürieren etablierter Wissenschafts- bzw. Fachbereiche in hippe Begriffssmoothies) in vielen Bereichen eine vage Silhouette (oder lässt sich hier das Rektorat möglichst viel offen, um auch hier autoritäre Eigenentscheidungen treffen zu können?), die verschobenen Nachbesetzungen, Budgetkürzungen über viele Bereiche hinweg und Stellenkürzungen in wichtigen Bereichen (z.B. bei den Studienassistenten) sind hingegen real.

Genug mit dem politischen Framing

All diese Feinheiten gehen häufig im öffentlichen Diskurs verloren. Dies sieht man an den veröffentlichten Leserbriefen, die in bester Manier von Trump-Unterstützern Rektor Lehnert zujubeln, dass ein Aufschrei vom angeblichen Establishment der Uni letztlich den Kurs des Rektors vollends bestätige. Auch manch ehemalige Absolventen und Professoren der Uni lassen sich auf dieses eindimensionale Framing ein, wie zuletzt Prof. Franz Neubauer (Geologie) in den SN: „Nun hat Rektor Hendrik Lehnert eine klare Außensicht eingebracht, möchte mit seinem Team Innovation stärken, lange verschleppte Probleme bereinigen und die Universität auf die Zukunft ausrichten.“

Dem muss klar erwidert werden: die jetzt vorgelegten Entwürfe sind keineswegs Garant, Indikator oder Anreiz für mehr internationale Wettbewerbsfähigkeit! Das Einrichten neuer Püree-Fachbereiche wird weder Forschungsleistungen oder Drittmittelakquise steigern, noch künftige Studierende in Scharen anlocken. Dass nicht einmal Ansätze (!) für Lösungen sehr konkreter Probleme (z.B. im Lehramt) im Entwicklungsplan benannt werden können, geschweige denn zukunftsträchtige Entwicklungen wie beispielswiese zum Teil berufsbegleitende Lehramtsstudien, MOOCs, oder Hybridlehre als Lösung für Pendelzwang zwischen Linz/Salzburg konkret angesprochen werden, spricht Bände.

Dann reden wir drüber. Oder etwa nicht?

Am Ende sollte man darüber reden. Das Rektorat wird nicht müde, seit Amtsantritt vor einem Jahr bei jedem Aspekt ständig auf baldige Gespräche, umfangreiche Dialoge und breite Partizipation zu verweisen. 

Die Realität ist inzwischen aber klar geworden: Gespräche werden höchstens als Vortrag einseitig geführt, oft zu spät, oft zu kurz, und ebenfalls oft gar nicht.

Gleichzeitig hat das Rektorat aber nun schon mehrfach sehr kindische Züge an den Tag gelegt: die ÖH wird aus dem Corona-Krisenstab der Universität geworfen, weil man sich zum Abberufungsantrag äußert. Die STV Lehramt wird mehr als aktiv aus der Task-Force Lehramt ausgeladen (bzw. nie eingeladen), weil man sich kritisch zu Problemen im Lehramt-Studium äußert. Ähnlich geht es aber auch anderen Fachbereichen, Gremien, Mitarbeitern in ihren Bereichen… mit der Kommunikation will es also einfach bisher nicht klappen mit dem Rektorat und der latente Eindruck von Retaliation durch das Rektorat bei jeglicher Kritik bleibt – und ist wohl der Grund, warum diverse Medien ständig ein „Klima der Angst“ unter Mitarbeitern konstatieren.

Kriterien für die Anerkennung von Pädagogisch Praktischen Studien – Praktikum

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Bachelorstudium  

Modul 2: Einführungspraktikum A und B: Tätigkeiten im schulischen Kontext, z.B.

Nachmittagsbetreuung, Nachhilfe in einem Institut, Tätigkeit in Musikschule (Anstellung oder Werkvertrag) … im Ausmaß von 45 – 50 Stunden (2ECTS-AP) 

Modul 4: Praktikum A und B: Unterrichtstätigkeit im Fach im Ausmaß von 3 Stunden / Woche in einem Semester 

Modul 5: Vertiefungspraktikum A und B: Unterrichtstätigkeit im Fach im Ausmaß von 3 Stunden/ Woche in einem Semester 

Eines der 4 Praktika aus den Modulen 4 und 5 kann auch durch fachfremden Unterricht anerkannt werden. 

Ein Praktikum im Fach inkl. bildungswissenschaftlicher Begleitung im BW 5 kann durch ein Themenmodul (spezielles PLUS-Angebot) anerkannt werden (interne Anerkennung). In diesem Fall sind die anderen 3 Praktika aus den Modulen 4 und 5 in den Fächern/Spezialisierung zu belegen.  

Masterstudium  

BW M 6.1 Masterpraktikum (Teil der PPS) inkl. Bildungswissenschaftliche Begleitung (20 ECTS)  „20 ECTS-Variante“ 

(Unterrichts)Tätigkeit im äquivalenten Ausmaß von min. 10 Stunden / Woche für die Dauer eines Schulsemesters oder 5 Stunden / Woche in zwei Schulsemestern im schulischen Kontext, inkl. Mitarbeit in Schulorganisation und außerunterrichtlichen Tätigkeiten, eine Begleitung der Tätigkeit muss gegeben sein, z.B. Begleitung in der Induktionsphase, Mentoring, Begleitung durch

Dienstgeber, Angebote der Hochschulen. Sollten keine Begleitangebote im Rahmen der Anstellung gegeben sein, dann ist die BW Begleitung an einer anbietenden Institution im Cluster zu belegen. 

BW M 6.2.1 Praxiserfahrungen in pädagogischen Feldern inkl. bildungswissenschaftliche Begleitung (3 ECTS) – „3 ECTS-Variante“ 

(Unterrichts)Tätigkeit im Ausmaß von min. 3 Stunden / Woche für die Dauer eines Semesters im schulischen Kontext 

Anerkannte Praxisfelder für beide Varianten:  

  • Unterrichtstätigkeit (überwiegender (= mehr als 50%) Teil des Unterrichts muss in einem der studierten Fächer erfolgen) 
  • Projekte der Partnerinstitutionen im Cluster Mitte in Absprache (Zustimmung) mit dem jeweiligen PPs-Zentrum am Standort z.B.  

Bildungslabore (PLUS) Linzer Projekt Praxissemester 

  • Sprachassistenz bzw. Unterricht im Ausland im erforderlichen Ausmaß (auch fachfremd) 
  • Mitarbeit bei schulischen Projekten im Bereich der studierten Fächer und Lehrplankontext der Schule unter Einbezug von Schüler/innenkontakt 

Nicht anerkannt werden z.B.:  

  • Mitarbeit in Vereinen (Feuerwehr, Rettung, Musik, Sport) 
  • Nachmittagsbetreuung 
  • Nachhilfe 

Wenn Studierende ein Praxisfeld wählen, dass durch diese Aufzählungen nicht abgedeckt ist, wird empfohlen, vor Absolvierung die Zustimmung für die Anerkennung einzuholen. 

Außerschulischen Tätigkeiten können im Rahmen der im Masterstudien vorgesehenen freien Wahlfächer (4 ECTS-AP) oder im Rahmen des kleinen Praktikums der im Modul BW M 6.2.3 vorgesehenen freien Wahlfächer (8 ECTS-AP) zur Anerkennung vorgelegt werden. 

Induktionsphase 

Induktionsphase wird als Praktikum für Masterstudierende der Sekundarstufe Allgemeinbildung nur dann angerechnet, wenn das erforderliche Ausmaß (siehe oben) in der Sekundarstufe gegeben ist.

Voranmeldung Schulpraktika: 2. Semester Bachelor und Masterpraktikum (für das Sommersemester 2021)

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Vom 9.11 – 30.11.2020 findet die Voranmeldung für das Schulpraktikum im 2. Semester (Bachelorstudium) und die Voranmeldung für das Masterpraktikum im Sommersemester 2021 statt. Diese Voranmeldung ist die Voraussetzung für eine konkrete LV-Anmeldung im Februar, sowie dass ihr einen Platz organisiert bekommt. Alle Infos, Links und Details könnt ihr den beiden Infoblättern der Uni entnehmen.

Wichtig für das Masterpraktikum: die jetzige Voranmeldung ist nur für das Sommersemester 2021; wer das Masterpraktikum im WS 2021/22 machen möchte, muss auf die nächste Voranmeldung im Februar 2021 warten.

Infoblatt Masterpraktikum

Infoblatt Schulpraktikum 2. Semester Bachelorstudium

Willkommen an der Uni Salzburg

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Wir sind deine StV und freuen uns dich im Studium begrüßen zu dürfen. Du willst wissen, was eine StV ist und was sie so macht? Außerdem möchtest du keine nützlichen Tipps und Tricks fürs Studium verpassen?
Dann schau dir das Video an, in dem wir dir alles genauer erklären und dir wichtige Hinweise mit auf deinen Weg geben.
Normalerweise würden wir, als deine Studienvertretung im Lehramt, um diese Zeit natürlich persönlich in die STEOP-Vorlesungen kommen. Durch COVID ist nun aber leider alles anders… Da es uns aber dennoch ein Herzensanliegen ist, dass du von Anfang an gut informiert bist, haben wir für dich die wichtigsten Infos in ein Video gepackt.

Einige Gedanken und Worte zum Semesterstart… willkommen zurück!

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Zuallererst möchten wir alle Erstsemestrigen im Lehramt herzlich im Studium willkommen heißen. Hier möchten wir euch unsere Studienstart-Broschüre ans Herzen legen, sowie unseren Beratungskalender (neben unseren Social Media Kanälen).

Da sich auch über den Sommer einiges getan hat, und auch das kommende Semester nun stark unter den Corona-Vorzeichen stehen wird, möchten wir euch noch ein kleines Update und einige Gedanken mitgeben.

  1. Im Sommer wurde das Anmeldesystem für bildungswissenschaftliche Kurse geändert, was auch in der Anmeldung zu Problemen geführt hat. Grund war nicht nur der Ausfall des PlusOnline-Systems während der zweiten Anmeldephase, auch Kurse von PH und Uni waren unterschiedlich hinterlegt und es war nicht immer klar ersichtlich, wie die Anmeldung genau funktioniert. Wir haben dies auch schon in Gremien und Treffen mit der Universitätsleitung angebracht und es wurde eine Überprüfung und Nachbesserung des Anmeldemodus in Aussicht gestellt.

2. Auch wenn uns immer wieder Fragen dazu erreichen: die aktuelle Frist für das Auslaufen des Magisterstudiums ist bisher immer noch der 28.02.2021. Wie bereits geschrieben, gibt es hier unterschiedliche Fristauffassungen und es sollte im Senat eigentlich nochmal behandelt werden. Dies wurde, soweit uns bekannt, bisher nicht gemacht, da andere Entwicklungen (z.B. die Umstrukturierungsdebatte) dies überschattet haben.

3. Überfüllte Kurse in einzelnen Bereichen: wir wissen, dass es in manchen Bereichen überfüllte Kurse gibt. In der Geographie Fachdidaktik konnte die ausgeschriebene Stelle z.B. bisher nicht besetzt werden. Anders als in früheren Semestern war es in diesem Semester aber häufiger schwierig, zusätzliche Kurse einzurichten über externe Lehraufträge. Wir bemühen uns hier, Gespräche mit den Fachbereichen zu führen.

4. Über den Sommer konnten wir eines unserer langjährigen Anliegen endlich zum Erfolg führen: schriftliche Kriterien für Anerkennungen von Berufserfahrungen im Schulbereich für die Praktika im Studienplan. Diese Kriterien werden aktuell noch final editiert, aber wir freuen uns, dass ab nächstem Semester in diesem Bereich Klarheit besteht und auch das genaue Anstellungsausmaß definiert ist, damit Praktika anerkannt werden können.

5. Auch im Ministerium wurden Gespräche geführt, wie insbesondere die Rahmenbedingungen (Dienstrecht, Studiendauer, Anstellungsbefugnis, Induktionsphase) attraktiver gemacht werden können. Es gibt hier Gesprächsbereitschaft für einen weiterführenden Dialog, sodass wir hier Aspekte des größeren Bilds “Lehrerberuf” angehen können.

6. Die Gestaltung des neuen Unterrichtsfachs ‘Ethik’ ist auch über den Sommer weiter vorangeschritten, woran wir uns stark beteiligt haben. Wir hoffen, dass hier im Oktober 2021 ein attraktives Angebot und ein attraktives neues Unterrichtsfach eingeführt werden wird.

7. Auch in der Umstruktierungsdebatte an der Uni haben wir immer auf das Thema Lehramt geschaut. Nach aktuellem Stand soll es dabei in wichtigen Teilen für das Lehramtsstudium neue Zuteilungen und Strukturen geben.

8. Insbesondere da nun auch Linz mit dem Master Lehramt beginnt, gab es diesen Sommer besonders viele Nachfragen zum Thema “Vorziehregelung”. Während die Regelung für Salzburg (Mozarteum/PLUS) bisher halbwegs klar war, sind nun viele Fragen aufgekommen, wie sich das Vorziehen nun auch im Verhältnis mit den lokalen Linzer Regelungen verhält. Dies sind oft sehr technische und juristische Debatten, wobei auch nach Durchsicht und Diskussion aller Regelungen am Ende auch für uns nicht alle Fragen geklärt sind. Wir werden hier in nächster Zeit den vielen Fragen auf den Grund gehen, um auch für das Cluster Mitte hier Klarheit zu schaffen.

9. Das nächste Semester wird stark auf Hybrid- und Mischbetrieb setzen. Wir haben uns hier sehr eingesetzt, dass ihr möglichst viele Arbeitsplätze auch für Online-Lehrveranstaltungen habt, die z.B. im Anschluss an eine Präsenzlehrveranstaltung an der Uni stattfindet. Nach jetzigem Stand werden die Computerräume, die (wenigen) Sitzecken im Gebäude, sowie dedizierte Arbeitsplätze in den Bibliotheken dafür zur Verfügung stellen.
Wir werden im nächsten Semester unser Büro nur sehr eingeschränkt für euch öffnen, und müssen zumindest absehbar, bestimmte Angebote einschränken: aktuell gibt es keinen Gratis-Kaffee und keine Küchennutzung bei uns im Büro, für Beratungen sind wir natürlich weiterhin da.

Abschließend geben wir gerne auch den Appell der Rektorate im Cluster Mitte weiter und bekräftigen diesen:
Das nächste Semester steht unter sehr bedrohten Vorzeichen mit der aktuellen Infektionsentwicklung. Falls Ihr Krankheitssymptome habt, bitte vermeidet unbedingt einen Besuch an der Hochschule. Bereits einzelne Fälle könnten den gesamten Hochschulbetrieb gefährden.
Auch wir werden hier, wie in der Aussendung des VR betont, gerne vermitteln, sollte es hier im Nachhinein zu Problemen kommen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen erfolgreichen Semesterstart,

eure STV Lehramt

Eure empfohlenen freien Wahlfächer

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LV Name:Meinungen und Gründe für die Empfehlung von euch:
KommunikationstrainingGeblockte LV, zwei Termine, meist Freitag/Samstag, ungefähr ein halber bis ganzer Tag pro Sitzung. Eine kleine Endprüfung an einem Extratermin, Prüfungsstoff ist ein überschaubares Skript. Eine kleine Endprüfung an einem Extratermin, Prüfungsstoff ist ein überschaubares Skript. Inhalt: Grundsätzliches darüber, wie man sich vor anderen präsentiert, also vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudis super empfehlenswert.
Verkehrsplanung3 ects, lustiger und praxisorientierter Vortragender. Es gibt einen Fragenkatalog.
ArmutsforschungVO, mit Fragenkatalog, nicht viel Aufwand. Bei der Prüfung müssen 3 Fragen beantwortet werden. Normaler Modus: Fragen aus zuvor bekanntgegebenem Fragenkatalog (5 Fragen nach Wahl zu beantworten, gegeben sind soweit ich weiß 8) Digitaler Modus: 3 Fragen aus 5 gegebenen zu beantworten+ Essay schreiben (dafür hat man 4 Tage Zeit)
Pädagogische SoziologieVO, gut mit Folien lernbar
Literaturbetrieb und literarisches LebenSchriftlich (Bei uns ein 3-seitiger Aufsatz)
Bevölkerung und MigrationGute Unterlagen in der Geo FB Gruppen. Tolle Folien in BB
Diverse Kurse von der Studienergänzung Bewegtes LernenKeine Prüfung, max eine kleine Seminararbeit 1-5 Seiten
GerichtsmedizinMC Prüfung (10 Fragen); Prüfung ist schriftlich, aber jedes Semester gibt es immer dieselbe Prüfung Arbeitsaufwand somit sehr gering, aber er möchte, dass man mind. 3 mal anwesend ist (gibt Anwesenheitsliste)
Jiddisch IMan lernt das Alphabet in einem Semester, ein paar wenige Vokabel und ein oder zwei Konjugationen. Als Endklausur kommt transkribieren und übersetzten von den mini Texten die gelesen wurden. Der Kurs ist sehr witzig und der Professor erzählt den gesamten Historischen Hintergrund der Jiddischen Sprache. (Dieser ist aber nicht Prüfungsrelevant). Man bekommt aber einen guten Einblick in eine Kuktur und Sprache die über Jahrhunderte in Europa präsent war, aber welche leider in der Österreichischen Geschichte immer noch vernachlässigt wird.
Psychologie des Glückssehr einfache Prüfung, normalerweise mit Fragenkatalog, wegen Corona einen 2-4-seitigen Essay
STEOP VO GermanistikFragenkatalog, den man ausarbeiten musste – von diesen Fragen sind dann welche zur Prüfung gekommen, kann man also leicht vorbereiten. Gibt nur 2 ECTS dafür, aber vor allem empfehlenswert wenn man schon eine andere Sprache studiert, da die basics ja in allen Sprachen ähnlich sind 🙂
Tatort KulturAbschlussarbeit (Produktionsanalyse od. Essay)

Corona + Wintersemester = viele Fragezeichen!

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Aus einer eher locker gemeinten und eher als Sonntagsunterhaltung schnell gemachten Umfrage ist sehr schnell ein Grabenkampf von Grundpositionen geworden – in einigen Fällen auch eindimensional als “Fernlehre vs. Präsenzlehre” verkannt, worum es aber explizit nicht ging. Und es kam auch Kritik an der Fragestellung bei der Facebookumfrage auf, die die Optionen sehr verknappt dargestellt hat.. Daher jetzt ein ausführlicher und differenzierter Blick auf die Fragestellung (und was die genauen Gedanken dahinter sind, die wir uns ja auch ernsthaft schon seit Wochen machen), was die Position der STV zu dieser Fragestellung war (Transparenz und so) und wo die Probleme im Detail befürchtet werden. Wie soll und kann es im Wintersemester also weitergehen?

Fernlehre im Sommersemester 2020 – ein Rückblick zuerst!

Die sehr plötzliche Umstellung auf Fernlehre in der 2. Märzwoche war wohl für alle ein Schock; vorangegangen waren mehrere Corona-Ausbrüche an 2 Universitäten, insbesondere ein größerer Ausbruch rund um eine Studentenfeier in Innsbruck mit einer Schließung der Uni Innsbruck. Kurz nach diesen Ausbrüchen kam dann bereits die zentrale Ansage: sofortiges Umstellen auf Fernlehre. Krisensitzungen wurden sofort in den Rektoraten einberufen, die teils parallel und mit Quertelefonaten zwischen den verschiedenen Unis stattfanden, haben schnelle Entscheidungen getroffen, bereits im Laufe des Tages wurden alle Hochschulen mitten im laufenden Betrieb geschlossen. Per Rundmail wurden alle Lehrenden informiert, dass auf Homeoffice und Fernlehre umzustellen sei.
Aus vielen Rückmeldungen ergab sich im gesamten Sommersemester dabei ein sehr gemischtes Bild: manche Kurse wurden problemlos umgestellt und liefen nach kurzer Zeit digital normal weiter; manche Kurse brauchten einige Zeit, bis es normal weiter ging; einige Kurse wurden nie zufriedenstellend umgestellt auf digitale Kanäle oder haben sich auf das Lesen von Dokumenten beschränkt. Vieles davon war aber auch dem fehlenden Vorlauf, die plötzliche Umstellung, wenig digitale Erfahrung von manchen Lehrenden, fehlender Infrastruktur in manchen Bereichen, etc. geschuldet – da die Kurse auch nie für digitale Durchführung ausgelegt waren.

Herbst 2020 – ein Blick in die Glaskugel

Auch für den Herbst zeichnet sich keine vollständige Entspannung der Lage ab. Bereits die Ausbrüche jetzt in Österreich, aber auch die Entwicklung in anderen Ländern mit potenziell außer Kontrolle geratenden Situationen, zeichnen ab, dass eine Rückkehr in die Unigebäude nur mit viel Aufwand und mit viel Unsicherheit erfolgen kann. Eine Rückkehr in einen “Normalbetrieb” erscheint unmöglich, solange Sicherheitsvorkehrungen, Abstandsregeln, Nachverfolgung etc. gelten.
Unter den jetzigen Corona-Auflagen sind normal-große Seminargrößen nicht in den kleineren Seminarräumen unterbringbar, sondern müssten bereits in den größeren Seminarräumen (am Unipark z.B. im 1. Stock) stattfinden. Vorlesungen müssten fast immer in den größten Hörsälen stattfinden. Letztlich also ein Platzproblem, womit bereits jetzt klar ist, dass nur ein Teil der Kurse vor Ort stattfinden kann. Ob ein allgemeiner Aufenthalt im Gebäude oder eine Öffnung der Lesesäle der Bibliotheken dann auch möglich sein wird, ist noch nicht absehbar.

Dabei baumelt immer das Damoklesschwert über dem Unibetrieb: eine einzelne Infektion, gerade in einem Gebäude wie dem Unipark mit Umluft-Belüftung wo eine Frischluftzufuhr in manchen Räumen gar nicht direkt möglich ist, würde sofort massive Auswirkungen haben. Ganze Hörsäle, Fachbereiche oder Studierendengruppen müssten sofort in Quarantäne (potenziell auch behördlich angeordnete Quarantäne) – gerade im Lehramt auch sofort zusammen mit anderen Kursen an anderen Fakultäten. Wie hoch die Durchmischung bei einem ‘normalen’ Stundenplan im Lehramt ist kann sich hoffentlich jeder denken, wenn zwischen den Kursen oftmals regelmäßig das Gebäude gewechselt wird.

Fehlende Vorgaben und Entscheidungen

Bisher ist nur klar, dass die Unileitung jedenfalls STEOP-Vorlesungen vor Ort stattfinden lassen möchte. Andere Kurse und Lehrveranstaltungen sollen entweder direkt digital geplant werden (insbesondere Vorlesungen, die sich auch digital aufzeichnen lassen; ein Modus, der in guter Umsetzung auch immer wieder gelobt wird, da sich viele von euch auch gerne Inhalte nachträglich beim Lernen nochmals anschauen können oder zeitunabhängig dies gemacht werden kann), im Wechselmodus (Präsenzlehrveranstaltung alle 2-3 Wochen, dazwischen Onlinephasen; so können mehrere LVen im selben Raum und im selben Zeitslot stattfinden), im Hybridmodus (z.B. Hälfte der Studierenden vor Ort, die andere Hälfte digital zugeschaltet) oder in voller Präsenz (wo nicht anders möglich).

Die Entscheidungen über die einzelnen Modi sind aber nicht zentral vorgegeben, sondern könnte letztlich ein Kampf um die knappen Raumressourcen ohne letztendlichen Schiedsrichter oder Höchstrichter werden. Welcher Kurs ‘unabdingbar nur in Präsenz’ abgehalten werden kann ist auch in vielen Fällen eher dogmatische Prinzipienfrage des einzelnen Lehrenden, als objektiv dargelegt – Laborübungen und Sportübungen als die immer wieder genannten Ausnahmen einmal ausgenommen. Am Ende könnten sich also eher die lautstärksten Dozenten durchsetzen als der real-größte Bedarf für Präsenzdurchführung aufgrund von Inhalten/Methoden.

Kraut und Rüben beim Abhaltungsmodus? Wie soll das funktionieren?

Die reale Frage ist, wie ein Stundenplan mit wild gemischten Abhaltungsmodi dann genau aussieht? Ein ‘normaler’ Unitag in einem ‘normalen’ Semester ist da noch ziemlich direkt machbar: nach Kurs 1 geht es ins Nachbargebäude zu Kurs 2, dann in den großen Hörsaal für Vorlesung 3 und am Ende noch in ein weiteres Gebäude für LV 4. Unregelmäßige, teils digitale und teils vor-Ort-Kurse, könnten da einen ziemlich komplizierten Stundenplan ausmachen: Kurs 1 alle 3 Wochen, Kurs 2 digital aber direkt im Anschluss, Vorlesung 3 dann im großen Hörsaal und LV 4 jede 2. Woche wechseln vor Ort und digital? Sitzen dann viele von uns mit Headset an der Uni im Gang, um die 2. LV des Tages digital zu verfolgen und trotzdem rechtzeitig wieder für die darauffolgende LV vor Ort zu sein? Oder erfahren die Lokale mit WLAN im Umkreis zur Uni einen Allzeit-Boom, durch verzweifelte Studierende auf der Suche nach Internet für einen Pflichtkurs? Für alle Pendler: da sieht dann jede Woche anders aus, mal gehts für eine LV an einem Tag nach Salzburg, mal für 4 LVen?

All das klingt nach einem komplizierten Semester, das jederzeit (1-2 Coronafälle könnten da ausreichen) unterbrochen oder in dieser eingeschränkten Form vorbei sein könnte. Lehrende sollten zwar mal “für alle Eventualitäten” planen, also auch für eine Umstellung auf digitale Lehre, doch dies würde eigentlich die Konzeption zweier unterschiedlicher methodischer, inhaltlicher und didaktischer Kursebenen erfordern. Dies ist gerade von Kursleitern von mehreren Kursen nicht realistisch einzufordern.

Ja, ein Studium lebt auch von den Begegnungen vor Ort, vom Lebensumfeld “Universität”, vom Plausch, vom gemeinsamen Schreiben von Arbeiten, vom gemeinsamen Vor-Ort-Erleben. Doch hier geht es nicht um eine Debatte “Fernuni vs. Präsenzuni”, noch um “Fernlehre vs. Präsenzlehre”, sondern um die konkrete Frage, wie das nächste Semester aussehen kann und soll unter den gegebenen Rahmenbedingungen.

Alternative Fernlehre?

Fernlehre ist von vielen mit sehr gemischten Erfahrungen verbunden aus dem letzten Semester, von sehr gut bis sehr schlecht – aber in der Mehrheit wird es auch als arbeitsaufwändiger, unpersönlicher, unstrukturierter und herausfordernder empfunden. Letztlich wäre jedoch die vollständige Umstellung auf Fernlehre der einzig bereits jetzt garantierbare Modus, der unabhängig von externen Rahmenbedingungen, Infektionszahlen und Hygienekonzepten laufen würde. Nein, dabei gäbe es all die oben genannten Dinge nicht: kein gemeinsames Lebensumfeld “Universität”, keine Begegnungen vor Ort, kein Plausch auf dem Gang und kein gemeinsames Erleben von ‘Studium’.

Und vielleicht wirkt Salzburg auch etwas ausgestorbener, würden sich doch manche Studierenden ein Semester Wohnen in der Stadt Salzburg sparen oder nicht nach Salzburg pendeln.
Zu bedenken sind aber auch Risikogruppen (Immunschwäche, chronische Vorerkrankungen), die während einer Pandemie niemals vor die Wahl gestellt werden sollten: Gesundheitsrisiko oder Studienverzögerung.
Und auch Lehrende würden hier nicht vor der Option stehen, letztlich ‘zwei’ Kurse (einmal digital als Notfallplan, einmal für Präsenz) planen zu müssen, sondern könnten sich ebenfalls mit Vorlauf darauf einstellen, Unterlagen und Methoden darauf abstimmen – dafür wäre eine frühe und klare Ansage aber wichtig und fair, sodass auch die Kursqualität steigen kann.
Ausnehmen könnte man hier explizit nur Laborübungen, Sportübungen und (am Mozarteum) Kunst- und Musikunterricht als die immer wieder genannten zwingenden Ausnahmen.

Macht Fernlehre letztlich mehr Spaß? Für viele vermutlich weniger als ein Studium vor Ort.

Flapsige Frage – viel Tiefgang

Am Ende bleibt zu resümieren: ein ‘normales’ Semester scheint nicht realistisch oder in Reichweite zu sein. Die Frage, ob Präsenzlehre mit allen damit einhergehenden Unsicherheiten und Planungsproblemen (die noch nicht einmal ganz absehbar sind) im persönlichen Empfinden über den Vor- und Nachteilen eines (erneuten) Fernlehresemesters steht, war aber ernst gemeint – auch wenn die hier ausführlicher dargelegte Situation vielleicht etwas flapsig auf 12 Zeilen Facebooktext und 2x 24 Zeichen Antwortmöglichkeit reduziert war. Wir können auch nur betonen, dass wir die STV Arbeit unbezahlt, ehrenamtlich und in der Freizeit machen, und auch am Sonntag mal ‘schnell’ eine Umfrage machen ohne eine größere Arbeitsgruppe einzurichten.

Unsere Position auch gegenüber Fachbereichen und Universität

Letztlich liegt es nicht in unserer Entscheidung, wie die Lehre im nächsten Semester aussieht; letztlich geht es hier auch nicht um die viel herbei geschworene Debatte “Pro-Präsenz” oder “Pro-Fernuni”, sondern um eine sehr pragmatische Frage. Wichtigstes Anliegen, dass wir auch in mehreren Sitzungen so angebracht haben, ist dabei die Planbarkeit für euch! Auf PlusOnline muss klar ersichtlich sein, wie eine LV geplant ist, welche Termine digital oder in Präsenz mit Anwesenheitspflicht (und damit mit von euch einzuplanender Zeit) angelegt sind, wo diese genau stattfinden. Zusätzlich war unser Vorschlag, dass bereits vor der Anmeldung in PlusOnline in der Kursbeschreibung wichtige Rahmenpunkte wie
1. grundsätzlich zu erledigende Aufgaben/Abgaben
2. zentrale Abgabetermine und Deadlines
3. erlaubte Fehlzeiten
bekanntgegeben werden, sodass schon vor der Anmeldung eine möglichst genaue Planung des Semesters möglich ist. Dies vermeidet auch unnötige nachträgliche Abmeldungen.
Im Falle von Vorlesungen haben wir betont, dass auch bei Präsenzvorlesungen digitale Aufzeichnungen sehr erwünscht sind, da diese auch am Ende bei der Prüfungsvorbereitung helfen, aber auch Vorlesungen besser in den Stundenplan integrieren lassen.
Nach jetzigem Stand wird es vom Rektorat auch keinen zentralen, einheitlichen Modus oder einheitliche Vorgaben geben, jedoch wären etwas mehr Vorgaben und Standards nicht schlecht; denn aktuell ist nichts absehbar und wir befürchten wirklich einen Kraut-und-Rüben-Modus mit Chaospotenzial.

Lehramt Salzburg-Linz: Rückläufige Lehramtszahlen + gestiegene Studiendauer = Lehrermangel!

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Das Wort “Lehrermangel” ist wohl in der Bildungslandschaft ein ewiges Begleitwort, ein Zombie der alle paar Jahre wieder herauskommt. Und während jedes “Lehrermangels” melden sich Gegenbeispiele zu Wort, die den Mangel in personam widerlegen zu scheinen. Also was ist die Wahrheit, und warum wagen wir es, dieses Zombiewort erneut in den Mund zu nehmen? Und warum gibt es diesen Mangel nur in der Sekundarstufe?

Ein Umbau mit Folgen – die ‘PädagogInnenbildung NEU’

Das Magisterstudium (Studienbeginn bis 2012; Lehramt AHS/BHS) war noch ein Studium aus der grauen Vorzeit der Studiengänge, aus einer Zeit vor Bologna und vor ECTS-Rechnungen. Rechnerisch war es mit einer Mindeststudienzeit von 4,5 Jahren angesetzt, aber inhaltlich/vom Umfang oft genug eine Mogelpackung: während man in einem Bachelorstudium oft 4-5 ECTS für ein Proseminar bekam, haben die Magister-Lehramtsstudierenden oft nur die Hälfte dieser ECTS oder noch weniger bekommen. Schließlich waren im Lehramt-Magister oft fast 1,5 Fachbachelorstudien enthalten, sowie Schulpraxis, Fachdidaktik und Pädagogik/Bildungswissenschaft. In anderen Fällen wurde beim Einführen von ECTS, bzw. Bachelorstudium in die andere Richtung gemogelt: die ECTS im Fachstudium wurden künstlich etwas aufgeblasen, um mit den bestehenden Lehrveranstaltungen aus dem Lehramt Magister ein ganzes Bachelor- und Masterstudium herauszukitzeln. Diese ECTS-Tricksereien sorgten bei Studierenden letztlich aber immer wieder für große Verwunderung, und letztlich führten sie zu sehr stark unterschiedlichen Durchschnittstudiendauern je nach Fächerkombination oder Unterrichtsfach.

Im NMS-Bachelorstudium (Studienbeginn an Pädagogischen Hochschulen bis 2015) hingegen war die Mindeststudienzeit von 3 Jahren oft auch die Durchschnittstudiendauer: vorgefertigte Studienpläne, Jahrgangskohorten, weniger Wahlfreiheit, aber dafür auch zentral organisierte Praxistage abgestimmt mit den Lehrveranstaltungen sorgten für ein relativ schnelles Studium. Direkt danach konnte bereits der Berufseinstieg erfolgen.

Ab 2013 wurde das Magisterstudium an der Uni Salzburg und am Mozarteum bereits gegen ein 6-jähriges Bachelor- und Mastersystem getauscht, ab 2016 löste dieses Studiensystem in ganz Salzburg und Oberösterreich auch die NMS-Studiensysteme an PHs ab. Seit 2016 gibt es also nur noch ein mindestens 6-jähriges Studiensystem (4 Jahre BEd., 2 Jahre MEd.) in der Sekundarstufe, um die volle Anstellungsberechtigung an Schulen zu erhalten.

PR-Debakel, Studienprobleme, Pendelzwang

Das berühmt-berüchtigte Lehramt Studienplan 2013 Studium an der Uni Salzburg und am Mozarteum Salzburg, eingeführt vor der gesetzlichen Verankerung des Bachelor- und Mastersystems im Dienst- und Studienrecht, entwickelte sich in den letzten Jahren immer wieder zum PR-Debakel. Ein Lehramtsstudium, das nicht zum Unterricht an der Schule berechtigt, überstürztes Abschaffen im Jahr 2019 mit anschließendem IT-Chaos, Notfallreparatur für die Salzburger Absolventen des Dienstrechts durch den Nationalrat – all dies war immer wieder auch öffentlich Thema und zeichnete kein gutes Bild. Insbesondere die ersten Jahrgänge bemängelten darüber hinaus, dass das Studiensystem 2013 übereilt eingeführt wurde und in vielen Bereichen unausgereift war: Abläufe, Formulare, Anlaufstellen; all dies wurde erst im laufenden Betrieb aufgebaut als Institution School of Education.

Ab 2016 kam die problematische Aufteilung zwischen Salzburg und Linz im Lehramtsstudium hinzu. Obwohl ein beträchtlicher Anteil an Lehramtsstudenten in Linz ihr Studium absolvieren wollen, waren besonders Fächer wie Geographie, Sport, Englisch und Deutsch immer wieder ein bildungspolitischer Krimi: darf und kann Linz hier ein volles Angebot bieten, oder müssen Linzer Studierende nach Salzburg pendeln? Am Ende kam der Pendelzwang zu all den weiteren Problemen des Clusterstudiums hinzu (die auch in anderen Lehramtsverbünden existieren): Prüfungsdaten können bis heute nicht automatisch synchronisiert werden, Anlaufstellen sind komplex, Anerkennungen müssen erst über 2 Bundesländer hinweg abgestimmt werden, Lehrplanungen und Planungstreffen sind ebenfalls über 2 Bundesländer hinweg zu organisieren, zentrale Aspekte wie Schulpraxis und Anforderungen sind immer noch nicht harmonisiert. Der Studienplan hat 900 Seiten, es gibt viele Sonderregelungen, verstreute Informationen auf diversen Homepages würden manchmal sogar Aufschluss geben, doch oft genug ist nicht einmal bekannt, wo es Informationen gibt und welche es gibt.

Doch auch die Zielgruppen für ein Lehramt Sekundarstufe haben sich geändert. Während sich im alten System viele Studenten absichtlich entweder für ein 3-jähriges praxisorientiertes und dafür nicht hochwissenschaftlich überladenes NMS-Studium an einer PH entschieden haben, haben andere absichtlich das universitäre 4,5 Jahre AHS Studium gewählt mit entsprechendem fachwissenschaftlichen Fokus und in einem Unisystem mit weniger Praxisorientierung und mehr Freiheiten. Das neue Sekundarstufen-Gesamtstudium über PH und Uni hinweg mit 6 Jahren Studienzeit, sowie dem universitären Fachwissenschaftsfokus im Kern, hat hier Teile der Zielgruppe abspringen lassen, die früher an eine Pädagogische Hochschule aktiv gehen wollten.

Der Lehrermangel versteckt sich noch, auch in den Zahlen

Quelle: Studierendenstatistik über CampusOnline der Universität Salzburg, Uni Mozarteum, PH Salzburg, PH Oberösterreich, PHDL; Hochschulstatistik der Stadt Linz (abgerufen zwischen 10-16.07.2020); Teilevidenz der ÖH Uni Salzburg zum Lehramt (WS 2016; WS 2017)
Wechsel eines Unterrichtsfachs, bzw. Wechsel von BEd. auf MEd. unbereinigt gezählt, Erweiterungsstudien exkludiert.

Ein Blick auf die Gesamtzahlen ist komplex: ein Vergleich zwischen Cluster Mitte und den vorherigen Studiensystemen ist nicht einfach ein Vergleich Magisterzahlen vs. Bachelor-Cluster-Zahlen. Letztlich geht es um die Gesamtzahlen im NMS-System und Magisterlehramt, im Vergleich zu den schwer herauszurechnenden Clusterzahlen. Doch letztendlich sprechen die Zahlen für sich: Im alten System befanden sich zwischen 4000-4500 Studenten vor der Umstellung. Seit 2015 und mit der Einführung des Cluster-Lehramts (und der Abschaffung des NMS-Lehramts) entwickelten sich diese Studentenzahlen schnell nach unten, und unterschreiten inzwischen sogar die Marke von 3500 Studenten, von denen aber noch knapp 360 Studenten in Altstudien vorhanden sind (Magister, NMS). Letztlich könnte also knapp 1/5 bis 1/4 an Studentenzahlen im neuen System verloren gegangen sein, während sich die Studiendauer (im Vergleich zum NMS Studium) verdoppelt hat.

Auch das Lehramt Aufnahmeverfahren spielt hier eine Rolle, das seit 2017 konkretere Fristen, Abläufe und Hürden für Studienanfänger vorgibt, selbst wenn es bisher keine nennenswerte Negativquote im Aufnahmesystem (z.B. 2017) gab. Die eigentlich für das Studienjahr 2020 eingeführte Gebühr von 50€ für das Aufnahmeverfahren hätte die rückläufigen Anfängerzahlen vermutlich erneut belastet; aufgrund von Corona wurde dieser Betrag in diesem Sommer doch nicht eingehoben und der Vor-Ort-Test entfiel, doch nächstes Jahr könnte dies dann einschlagen.

Ist Lehrermangel gleich Lehrermangel?

Der Teufel liegt auch beim Mangel im Detail: zum einen ist der Mangel schwer faßbar. Insbesondere in künstlerischen Fächern gibt es an Schulen viel fachfremden Unterricht, sodass der reale Bedarf verzerrt wird durch Übergangslösungen. Fertige Lehrer, die in anderen Schulsektoren mit Sondervertrag arbeiten (z.B. Volksschule mit AHS-Lehramt-Berechtigung), gehen ebenso im System teilweise verloren; ebenso wie alle, die gar nicht an die Schule gehen.
Doch dann kommt die eigentliche Fächerverteilung, wo ein Mangel auch nicht immer quer durch die Bank gleich ist: Im Unterrichtsfach Philosophie und Psychologie ist der Stundenbedarf und Stellenbedarf niedrig, doch die Anzahl an Studierenden ist weiterhin viel zu hoch – die Universität Wien hat sogar die Aufnahme in dieses Unterrichtsfach gestoppt. Gleiches gilt, eigentlich in ganz Österreich, auch für Geschichte: die Studentenzahlen übersteigen den Stellenbedarf schon seit längerem. Auch im Mangel kann es also Überschuss geben, auch im Mangel kann durch fachfremden Unterricht oder Quereinsteiger einiges kaschiert werden. Doch hier gilt es auch in Richtung Ministerium und Bildungsdirektion kritisch zu schauen: fachfremder Unterricht oder Quereinsteiger sind ein Hohn für jeden, der ein 6-jähriges Studium für eine Berufsberechtigung durchlaufen hat und dem dieses Studium immer als alternativlose Mindestqualifikation verkauft wird. Auch eine innerösterreichische Konkurrenzsituation, also Mangel der mit Abwerbung von qualifizierten Lehrern aus anderen Bundesländern ausgeglichen werden soll, verschiebt Probleme nur.

Quelle: Wissensbilanz der Universität Salzburg 2018 und 2019

Gerade aber zusätzliche Eignungsverfahren stehen einer schnellen Kurskorrektur in Mangelfächern im Weg. Oder haben sie den Mangel gar ausgelöst? Dringend benötigte Sportlehrer in Spe können nicht einfach in das Studium starten um den Bedarf zu stillen, sie scheitern häufig an den harten speziellen Eignungstests in Sport. Gleiches gilt auch für künstlerische Aufnahmeverfahren.

Studienjahr 2019/20, Quelle: Wissensbilanz 2019 Universität Mozarteum

Letztlich bleibt aber zu konstatieren: die aktuelle Entwicklung spricht für einen längerfristigen strukturellen Lehrermangel im Cluster Mitte, also in den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich. Bei einem sechsjährigen Studium lässt sich diese Entwicklung auch nicht so schnell aufhalten, oder korrigieren – der Schaden ist bereits passiert, und realisiert sich erst in einigen Jahren.

Lehrermangel muss, wie gezeigt, aber nicht heißen ‘Mangel in jedem Fach’, oder ‘sofortige Anstellung an exakt der einen Wunschschule’. Aber viele Stellen in bestimmten Fächern in Salzburg/Oberösterreich werden schwer oder fachfremd zu besetzen sein, da nicht genügend Absolventen aus den lokalen Hochschulen in den kommenden Jahren abschließen. Besonders hart könnte es ländliche Schulen, insbesondere auch im NMS Bereich oder bei gefragten MINT Fächern, in Sport oder Kunst treffen.

Gegensteuern – sofort!

Insbesondere als Lehramtsvertreter kommt einem die Sage von Kassandra, Tochter des trojanischen Königs, bekannt vor, die zwar mit der Gabe der Zukunftsvorhersage gesegnet war, aber aufgrund eines Fluchs von niemandem ernstgenommen wurde: seit Jahren haben wir nämlich vor genau dieser drohenden Entwicklung gewarnt, haben Missstände angebracht, die Probleme der Studenten immer wieder eingebracht, doch oft genug wurde alles kleingeredet und unsere Lösungsvorschläge ignoriert. Uns wurde geantwortet die ÖH/STV bausche die Probleme nur auf, man sei ja längst auf bestem Wege mit dem Lehramtsstudium in Salzburg und Linz. Als Studienvertreter haben wir inzwischen tausende Stunden hinter den Kulissen dieses Studiums verbracht: beim Schreiben eines 900-Seiten Studienplans, in Sitzungen für Lehrplanungen, Unterrichtsfächer oder beim Klären bestimmter Abläufe. Wertschätzung für die Expertise und aufgewendete Zeit erfährt man an dieser Universität wenig, häufig ist eher das Gegenteil der Fall.

Ein umfangreicher Vorschlag für Sofortmaßnahmen (der STV Lehramt in Kooperation mit den ÖH Vertretungen im Cluster Mitte) liegt dem Rektorat, dem Senat und dem Unirat seit Monaten vor; diese würden zumindest einige der Grundprobleme im Lehramt angehen. Keine künstliche PR Kampagne der Universität Salzburg kann dagegen ankommen, dass es sehr viele Unzufriedenheiten mit dem jetzigen Studium gibt. Erst eine hohe Quote an zufriedenen Studenten, die problemlos durch ihr Studium gekommen sind, kann das Ruder herumreißen.

Auch die vielen Probleme bei Auslandssemestern und entsprechend geringe Erasmus-Quote im Lehramt könnte man gleich mitreparieren, auch hierzu gibt es umfangreiches Maßnahmenpaket. Oder auch die DaF/DaZ Ausbildung inkl. Schulpraxis nicht im Bereich Schulpraxis im Lehramt anerkannt wird, wozu wir ebenfalls einen Lösungsvorschlag erarbeitet haben.

Letztlich liegt in dieser Entwicklung auch ein Teil der aktuellen Budgetprobleme der Universität Salzburg begraben. Die kolportierten 500 fehlenden prüfungsaktiven Studierenden der Universität müssten eigentlich im Lehramt mehr als vorhanden sein, wäre die Entwicklung in den vergangenen Jahren nicht so schiefgegangen. Es läge also im Selbstzweck der Universität Salzburg bei dieser Fehlentwicklung gegenzusteuern, doch bisher ist wenig davon zu sehen (Anzeigen auf Facebook zu schalten zählt nicht als “gegensteuern”). Letztlich hängt die Existenz und Daseinsberechtigungen einiger Fachbereiche an der Universität Salzburg maßgeblich vom Lehramt ab. Aber nachdem die langjährig-erfahrenen Studentenvertreter im Lehramt sogar von der Task-Force Lehramt an der Universität Salzburg aktiv ausgeschlossen wurden… einer Task-Foce, die sich aktiv mit Verbesserungen im Lehramtsstudium befassen soll: mit diesem Artikel und mit den oben verlinkten Dokumenten liegt aber nun alles auf dem Tisch, hier sind die Zahlen, das ist die Realität.
Und so hoffen wir wie Kassandra immer wieder, dass wir diesmal gehört werden mit der immer gleichen Vorhersage: gegensteuern, sofort!

STV Lehramt @Instagram

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