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Bericht – summer school in Vancouver (University of British Columbia)

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Ein Bericht von Sandra Pranzl. Sommersemester 2018.

Im Rahmen einer summer school an der UBC in Vancouver absolvierte ich die beiden Kurse „Applied Linguistics“ und „Teaching and Learning English“. Es gibt aber auf allen Fachbereichen der Uni ein vielfältiges Angebot und man kann frei nach eigenen Interessen auswählen.  Die Sommerschule dauerte genau ein Monat und umfasste täglich 6h Präsenzzeit an der Uni, sowie diverse optionale Freizeitangebote der faculty of education am Abend. Unsere Professoren waren sehr motiviert, engagiert und stets bemüht uns Inhalte gut aufbereitet zu vermitteln. Sie scheuten auch keine Mühen uns mit weiterführender Fachliteratur oder Informationen über interessante Themengebiete zu versorgen und standen uns in jeglichen Belangen zur Seite. Weiters wurde viel Wert daraufgelegt, auf unsere verschiedenen Interessen und Wünsche bei der Gestaltung der Seminartermine einzugehen.

An alle die planen ein Sommermonat in Vancouver zu verbringen sei jedoch gesagt, dass dies auch mit einigem Aufwand verbunden ist. Standard waren  tägliche Hausübungen und Arbeitsaufträge, Leseaufgaben mit ca 30 Seiten, sowie Tests. Zusätzlich dazu gab es am Ende jeweils eine Unterrichtsdemonstration und einen Abschlusstest zu bestehen. Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen – denn alles ist machbar und die faculty of education lockt einen sowieso weg vom Schreibtisch zB. an den Strand zu einer gemeinsamen BBQ night, oder auch zu Baseballspielen und dergleichen.

Für Abwechslung während des Unialltags sorgen auch die vielen Sportmöglichkeiten. Oft verbrachten wir die Freizeit mit schwimmen, eislaufen oder auch klettern.  Alle Aktivitäten sind für die Studenten der Uni gratis und am Campus gut erreichbar. Weiters sind diverse Strände von den dorms aus zu Fuß gut  erreichbar, weshalb wir viele Schönwetterabende zum Baden im Meer nutzten. An den Wochenenden erkundeten wir gemeinsam die Rocky Mountains, umliegende Städte wie Whistler und Victoria, aber natürlich auch das Zentrum von Vancouver.

Der Campus der UBC gleicht einer eigenen Stadt – es fahren Busse im Campusgelände, es gibt diverse Supermärkte und Sportzentren, sowie eine eigene Campuspolizei und ein Uni-Klinikum. Uns wurde mitgeteilt, dass das Gebiet der UBC eine eigene Verwaltungseinheit der Stadt Vancouver ist, da es auch auf einer Halbinsel liegt (daher auch die ganzen Strände in unmittelbarer Nähe) – dennoch ist es ins Stadtzentrum mit den Öffis nicht weit. Zum großen Gelände der UBC gehört auch eine eigene farm und Schulen, in denen Praktika (in ausgewählten Kursen der summer school der faculty of education) direkt am Campus absolviert werden können.

Mit meiner Unterkunft war ich allgemein sehr zufrieden, denn ich wohnte im 17. Stock und hatte sogar Meerblick – was will man mehr? Ich teilte ein Appartement mit 5 weiteren Studentinnen (aus Japan, Amerika, Kanada, Singapur, Saudi Arabien) wo wir ein gemeinsames Bad sowie eine gemeinsame Küche hatten, in der wir abends gern gemeinsam international dinners veranstalteten.

Regelungen für Schulpraxis während Corona (Aussendung des ZPPS)

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TL:DR Version (der STV Lehramt): Auch während der Schulschließungen könnt ihr Praktikumsstunden leisten, sodass sich die Stunden nicht auf Mai/Juni zu arg komprimieren. Dies geht durch 3 Möglichkeiten:
1. Unterstützung bei Materialerstellung Fernlehre Schule (besonders SekII)
2. Wo das nicht möglich ist: Lernbegleitung, “Individuelles (digitales) Coaching bzw. individuelle (digitale) Lern-Betreuung von Schüler*innen” o.Ä.
3. Wo Punkt 1 und 2 nicht möglich: andere ehrenamtliche Tätigkeiten/Hilfeleistungen während der Coronakrise, z.B. Nachbarschaftshilfe, Aushilfe in Supermärkten im Rahmen der Grundversorgung, etc.
Die gesamte Aussendung seht ihr unten.


Sehr geehrte Studierende, Sehr geehrte Betreuungslehrer*innen, Sehr geehrte Lehrende der Bildungswissenschaft und Kolleg*innen der Fachdidaktik, 

aufgrund der derzeitigen Entwicklungen wurden Änderungen in Bezug auf die Absolvierung der Schulpraktika im Sommersemester 2020 vorgenommen, um den Studierenden einen Abschluss der Praktika in diesem Semester zu ermöglichen. Über diese Änderungen dürfen wir Sie nachfolgend informieren: 

Ausgehend von der Annahme, dass gegebenenfalls bis Mitte Mai die Praktika nicht an den Schulen stattfinden dürfen, können 50 % des Gesamtumfanges der jeweiligen Praktika durch Ersatzleistungen absolviert werden, die in weiterer Folge näher erläutert werden. Die verbleibenden 50 % müssen nach dem heutigen Stand der Dinge im regulären Rahmen an den Schulen absolviert werden, sobald dies wieder möglich ist. Sollte die derzeitige Ausnahmesituation länger andauern, wird der anteilige Prozentsatz der Ersatzleistungen schrittweise erhöht und umgehend kommuniziert. 

Ein Beispiel: Wenn Sie zB das Praktikum in Deutsch und Mathematik absolvieren, können Sie je Fach 50% der Gesamtleistung über Ersatzleistungen absolvieren. In Deutsch 25 Stunden (=1 ECTS) sowie in Mathematik 25 Stunden (=1 ECTS). Eine Gesamtabsolvierung eines Faches durch Ersatzleistungen ist derzeit nicht geplant.

BW B 2 
Einführungs-praktikum A+B 
BW B 5
Vertiefungs-praktikum A
Vertiefungs-praktikum B 
BW M 6.1 
Masterpraktikum 20 ECTS-Variante 

BW M 6.2.1 
Masterpraktikum 3 ECTS-Variante 

Umfang 2 ECTSJe 2 ECTSInkl.bildungswissenschaftl. Begleitung: 20 ECTS, Praktikumsanteil: 425 Einheiten
Inkl. bildungswissenschaftl. Begleitung: 3 ECTS, Praktikumsanteil: 30 Einheiten
Umfang des 50 % Anteil an Ersatzleistungen
1 ECTS = 25 Real-StundenJe 1 ECTS = 25 Realstunden8 ECTS = 200 Realstunden0,6 ECTS = 19 Realstunden

 „Drei-Schritte-Programm“ der Ersatzleistungen (die Reihung ist als Rangreihe zu interpretieren, um pädagogische Aspekte bei den Ersatzleistungen möglichst hoch zu gewichten): 

1.) Unterstützung der Betreuungslehrperson im Rahmen der bestehenden Praktikumsgruppen bei den verschiedenen Formen von Distance-Teaching, Erstellung von digitalen Arbeitsmaterialien oder Ähnlichem. Die Ausgestaltung der Kooperation zwischen Betreuungslehrperson und Studierenden durch sinnvolle Tätigkeiten (möglichst fachnahe, digitale Angebote, darüber hinaus gehende Angebote im Sinne der Freizeitpädagogik etc. – unter Berücksichtigung von Social Distancing) obliegt der Praktikumsgruppe und der Lehrperson. Bitte beachten Sie hierbei, dass Studierende nicht an der Schule anwesend sein dürfen und direkter Kontakt mit beteiligten Personen zu vermeiden ist! 

2.) Individuelles (digitales) Coaching bzw. individuelle (digitale) Lern-Betreuung von Schüler*innen. Es können Schüler*innen oder schulpflichtige Familienmitglieder digital betreut werden, die Betreuung kann mit einzelnen Schüler*innen und (möglichst) fachnahe stattfinden. Eine Bestätigung der geleisteten Tätigkeit mit einer Angabe des Zeitausmaßes durch einen Erziehungsberechtigten der Schüler*innen ist erforderlich. Auch hier gilt es Social Distancing einzuhalten und direkten Kontakt zu vermeiden. 

Beispielsweise: – Lernbegleitung von Schüler*innen, organisiert über die ÖH Salzburg https://lehramt-salzburg.at/lernbegleitung-nacherhebung/ 

3.) Sollten sich die Punkte 1. Und 2. nicht realisieren lassen, ist notfalls auch folgendes möglich: Gemeinnützige soziale Tätigkeiten über eine Organisation bzw. Institution, die im Zeitraum der derzeitigen Situation geleistet werden, wie zum Beispiel: 

– Außerordentlicher Dienst ehemaliger Zivildiener 
– „Team Österreich (Nachbarschaftshilfe)“, weitere Informationen unter https://oe3.orf.at/stories/2999980/ 
– Quarantänehelden: Unterstützung für Personen in Quarantäne, weitere Informationen unter https://www.quarantaenehelden.org/#/ 
– Zahlreiche weitere Möglichkeiten für soziale Tätigkeiten über Hilfsorganisationen und Institutionen sind auch unter folgendem Link zu finden: https://www.fraeuleinflora.at/salzburg/nachbarschaftshilfe-salzburg-coronavirus-freiwillige-diakonie/ 
– Unterstützende Tätigkeiten bei Supermärkten 
– etc.

Die Studierenden und Praktikumsgruppen sollen bitte zuerst Ihre Betreuungslehrperson kontaktieren, um abzuklären, ob und in welchem Ausmaß deren Unterstützung im E-Learning-Bereich möglich und erwünscht ist. Zur Erfüllung des Stundenausmaßes können auch unterschiedliche Optionen kombiniert werden (z.B. 30% eLearning, 20% individuelle Lernbetreuung). 
Es wird empfohlen, die 50% Ersatzleistung im Praktikum in erster Linie durch digitale Unterstützungsarbeiten für die Betreuungslehrperson zu absolvieren. Sollte dies aus diversen Gründen von Seiten der Betreuungslehrperson nachgewiesenermaßen nicht möglich sein, können die Ersatzleistungen durch die (vorzugsweise) unter Punkt 2 und im äußersten Notfall auch durch die unter Punkt 3 angeführten Tätigkeiten absolviert werden. Auch eine Mischung der Punkte 1 – 3 ist möglich, sofern das Gesamtausmaß 50 % des betreffenden Praktikums abdeckt. 
Sollten Sie vor den derzeitigen Maßnahmen in Verbindung mit dem Coronavirus bereits vergleichbare Tätigkeiten, wie z.B. Nachhilfe oder ähnliches in einem Institut gemacht haben, werden diese nicht für die Ersatzleistungen der Praktika anerkannt. Die Ersatzleistungen, Punkt 1-3, dürfen ausschließlich jetzt stattfinden – Vorleistungen werden nicht anerkannt. 
Diese hier beschriebene Regelung gilt für den Zeitraum, in dem Social Distancing angeordnet wird; idealerweise sollen Studierende versuchen, die 50% des Praktikums über diese Varianten bereits bis Mitte Mai 2020 einzubringen, damit sie auch in der zweiten Hälfte des Sommersemesters flexibel auf etwaige Möglichkeiten der Umsetzung der Praktika reagieren können. 
Wir empfehlen den Studierenden dringend, die erforderlichen Schritte zeitnah einzuleiten, um die angeführte(n) Tätigkeit(en) aufzunehmen, da derzeit nicht absehbar ist, wie lange diese Situation andauern wird. Bedenken Sie bitte auch, dass – sollten die Einschränkungen wieder schrittweise 
aufgehoben werden – nicht mit einer sofortigen Normalisierung eines Praktikumsablaufes zu rechnen ist, weil der Umstieg in den Normalbetrieb viele Kräfte der Betreuungslehrpersonen binden wird. 
Sollten sich Schwierigkeiten bei der Absolvierung des Praktikums durch die angeführten Varianten von Ersatzleistungen ergeben, wenden Sie (Studierende und Betreuungslehrer*innen) sich bitte an das ZPPS. 

Wichtig: 
Bitte achten Sie bei allen drei Varianten der Ersatzleistungen strikt auf die Einhaltung der Social-Distancing-Maßnahmen der Regierung sowie darauf, diese Tätigkeiten möglichst ohne Face-to-Face-Kontakt umzusetzen. 

Dokumentation der Ersatzleistungen: 

Für alle drei Varianten der Ersatzleistungen ist eine Dokumentation in Form eines Logbuches vorgesehen. Nachfolgend finden Sie die vorgeschlagene Form der Protokollierung: 

DatumZeitKurzbeschreibung der Tätigkeit
Xx.XX.2020XX:XXBeschreibung…

Eine Bestätigung im Logbuch ist je nach gewählter Ersatzleistung erforderlich durch: 

ad 1.) die Betreuungslehrperson 

ad 2.) eine*n Erziehungsberechtigte*n der/des betreuten Schüler*in 

ad 3.) die betreffende Organisation/Institution, die die gemeinnützige Tätigkeit koordiniert bzw. durch die betreuten Personen (auch via Email möglich) 

Sollten verschiedene Tätigkeiten kombiniert werden, ist die Bestätigung des Logbuches durch die jeweils betreffenden Personen/Organisationen erforderlich. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass eigene Aufzeichnungen der Praktikant/inn/en zu Zeit und Tätigkeit ohne Bestätigung nicht als Grundlage für eine Ersatzleistung ausreichen. 

Das unterfertigte Logbuch wird im Rahmen der bildungswissenschaftlichen Begleit-Lehrveranstaltung der LV-Leitung abgegeben. Die LV-Leitung wird gebeten eine gesammelte Aufstellung der von den Studierenden erbrachten Leistungen (Name und % – keine Begutachtungstätigkeit erforderlich) gemeinsam mit den Originalunterlagen an das ZPPS weiterzuleiten. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag für die Administrierbarkeit dieser Varianten. Über den Zeitpunkt der Abgabe werden Studierende noch gesondert informiert, wenn absehbar ist, wie lange die derzeitigen Maßnahmen aufrecht bleiben. 

Information für Betreuungslehrpersonen: 

Sobald Klarheit in Bezug auf den zeitlichen Rahmen der derzeitigen Ausnahmesituation gegeben ist, wird sich das ZPPS mit den Bildungsdirektionen in Verbindung setzen, um etwaige Vergütungsmöglichkeiten der Praktikumsphasen des Sommersemesters zu klären (betrifft Betreuung in den Praktika des Lehramtsstudiums Bachelor). 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter praktikum_zpps@sbg.ac.at zur Verfügung.

Salzburg, 24.3.2020 
Mag. Irina Sachs (für das Team des ZPPS) 
Assoz.- Prof. Priv.-Doz. Daniela Martinek 
Univ.-Prof. Dr. Gerda Hagenauer 

Corona-Shutdown. Was die Uni Salzburg jetzt dringend regeln muss!

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Im Bereich “Lehramt Kurier” schreiben wir Meinungsartikel und Hintergrundartikel, die Aspekte der Uni beleuchten, aber als redaktioneller Inhalt zu sehen sind. Wir laden natürlich auch jeden Studierenden ein, Artikel hier zu schreiben – namentlich oder anonym. Die Meinungen im “Lehramt Kurier” müssen nicht zwangsläufig der Meinung der STV Lehramt oder aller ihrer Mitglieder entsprechen, da hier auch kontroverse Denkanstöße und Meinungen Platz finden.


Seit 10. März ist klar: nicht nur die Universitäten und Hochschulen, sondern ganz Österreich muss aufgrund der Ausbreitung des Corona Virus in den Shutdown. Minimierung von Kontakten, Schließung von Bibliotheken und Uni-Gebäuden, Absagen von Prüfungsterminen, Umstellung auf Fernlehre; Schließung von Läden, Versammlungsverbot, Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Prüfungen: Das Prüfungswesen ist (Stand 18.03.2020) bis 20.04.2020 ausgesetzt. Das betrifft Vorlesungs-, Fach-, Bachelor- & Masterprüfungen, also auch insbesondere Prüfungen zum Studienende und bereits geplante Prüfungen.
1. Die Universität muss nun dringend allen Studierenden, die aufgrund der Situation Studienbeitrag zahlen müssen, eine Garantie geben, dass eine Rückforderung möglich ist. Dazu braucht es eine entsprechende Grundlage, aber in dieser Situation wird es niemanden in den demokratischen Gremien geben, der einer Lösung im Weg steht.
2. Bei bereits ausgemachten Masterprüfungen, die nun abgesagt wurden, braucht es eine Sonderregelung, sodass bei einer erneuten Anmeldung die 2-Wochen-Frist zwischen Anmeldung und Durchführung unterschritten werden darf. Da aufgrund der unabsehbaren Lage Prüfungen vermutlich eine Anmeldung erst kurz vor dem 20.04.2020 erfolgt, würde das einigen erlauben, noch vor Ende April abzuschließen.
3. Fachprüfungs- und schriftliche Bachelorprüfungstermine, die nun abgesagt wurden, dürfen nicht einfach übersprungen werden (3 Termine pro Semester sollen angeboten werden). Zum einen gibt es in manchen Bereichen thematische Rotationen, zum anderen müssen (Beispiel UF Deutsch) mehrere Bachelorteilprüfungen geschrieben werden und erfordern auch Vorbereitungszeit; eine Komprimierung der Termine hilft also letztlich hier nicht. Hier könnten aber bei einem Termin auch mehrere thematische Prüfungsschwerpunkte angeboten werden (bei thematischen Rotationen); in anderen Bereichen braucht es einen möglichst baldigen neuen Jahresplan für Prüfungen, sodass die Planungssicherheit früh besteht.
4. Bei den Bachelorteilprüfungen in Deutsch besteht seit längerem Kritik am Umfang, im Vergleich zu den ECTS. Dort hat jede Teilprüfung 0,75 ECTS, aber gleichzeitig müssen mehrere dutzend Bücher dafür gelesen werden. Spätestens jetzt muss gehandelt werden und der Umfang an die ECTS angepasst werden.
5. Fernprüfungen: es braucht Handlungsanweisungen, wie auch Prüfungen über Blackboard oder Skype geschrieben/abgehalten werden können. Dies wäre auch eine willkommene Abkehr von Prüfungen mit reiner Wissenswiedergabe hin zu Prüfungen, die höhere Kompetenzlevels abprüfen. Hier braucht es Durchführungsbestimmungen seitens der Unileitung. Im Jahr 2020 ein überfälliger Schritt. Damit könnten auch Vorlesungsprüfungen bald nachgeholt oder wiederaufgenommen werden.

Fernlehre: Die Umstellung auf Fernlehre, ohne eine nennenswerte Vorwarnzeit, war natürlich für Lehrende eine große Herausforderung und während dieser Umstellung gab es großes Verständnis für Verzögerungen in der Kommunikation und bis Lernaufträge da waren. Dennoch braucht es auch hier einige qualitätssichernde Maßnahmen abseits der bereits ausgeschickten Empfehlungen und Bitten.
1. Fernlehre ist für viele Lehrende neu; hier bräuchte es neben technischen Links für Plattformen auch Empfehlungen für die Durchführung (siehe Grafik). In einigen Kursen besteht die Tendenz, die Präsenzlehre über digitale Kanäle überzukompensieren: kurze Fristen, überbordende Aufträge, teils weniger sinnvolle Arbeitsaufträge für die Learning Outcomes (z.B. schriftliches Zusammenfassen von Texten), Schließung von Diskussionsforen nach einer bestimmten Frist.
2. Eigentlich braucht es eine Ombudsstelle an der Uni Salzburg. Dies ist eine neutrale Stelle in der Uni, die Beschwerden & Probleme entgegennimmt und entsprechend an die richtigen Personen anonymisiert weiterleitet. Eine solche Stelle gibt es an anderen Unis; in Salzburg hat man diesem Modell immer eine Absage erteilt. Aktuell fungieren die Studienvertretungen und die ÖH als solche Stellen, aber auch dort hat man nur die Möglichkeit, nach Beschwerden entweder den LV-Leiter oder den VR Lehre zu informieren oder anzuschreiben.
3. Es braucht auch Qualitätssicherung: systematische Feedbackkultur braucht es auch in Fernlehre, ebenso eine Erhebung von Außen über das Funktionieren von Fernlehre. Dies würde insbesondere relevant, falls die jetzigen Maßnahmen verlängert werden müssten.

Sozial- und Wehrdienst: Die Bundesregierung hat einige ehemalige Wehrdienstleister wieder eingezogen; es gibt einen Aufruf zum freiwilligen Melden als Zivildiener. Eine längere Beurlaubungsfrist ist hier nur eine teilweise Lösung, da damit das Semester und alle Kurse über den Haufen geschmissen werden.
Hier müsste es eine Zusicherung des Rektorats geben, dass man diesen Studierenden die Absolvierung des Semesters (durch Ersatzleistungen, längere Fristen, alternative Prüfungsmethoden) in jedem Fall ermöglichen will und eine Anlaufstelle (ähnlich der Stelle Diversity&Disability) einrichten/benennen.

Soziale Hilfsaktionen anerkennen: Aktuell ist das Leben in Österreich im Shutdown, an den Unis läuft Fernlehre. Viele Hilfsaktionen laufen, u.a. eine breite ÖH Kooperation in Salzburg mit der Diakonie und Stadt Salzburg. Diese Initiativen und auch andere Unterstützungsmaßnahmen sollten auch von der Universität unterstützt werden.
1. Anerkennung z.B. der Nachbarschaftshilfe (Zertifikat und Stundenaufzeichnungen sind abgeklärt) im Rahmen der freien Wahlfächer, bzw. auch im Rahmen von Studienpraktika.
2. Lehramts-Praktika, die gerade in der Oberstufe stattfinden, im Rahmen der Unterstützung von schulischem Fernunterricht erlauben, sodass Studierende z.B. Materialien vorbereiten, Korrekturen und Rückmeldungen im Rahmen des Praktikums übernehmen dürfen – natürlich alles von zu Hause aus. Dies unterstützt die Lehrkräfte an den Schulen, die nun auch gleichzeitig zum Teil Betreuungspflichten übernehmen müssen.

Fristen und Fristenläufe: Zeit spielt für viele eine Rolle. Egal ob auslaufende Studienpläne, Inskriptions- oder Bewerbungsfristen. Durch den eingeschränkten Betrieb sollte auch hier direkt vorgeplant und auch jetzt bereits Maßnahmen zumindest für möglich erklärt werden.
1. Wer seine letzte Bachelor- oder Masterprüfung nicht bis Ende April machen kann (sondern dann erst Anfang Mai), kann ein Folgestudium erst im Oktober beginnen. Manche haben auch bei Anmeldungen damit gerechnet, dass vor dem 1. Mai das Folgestudium angetreten wird.
Die Vorziehregelung sollte aufgehoben werden im Sinne einer generellen unbeschränkten Vorzieherlaubnis.
2. die Universität sollte Bestätigungen ausstellen für Fälle, wo ein Abschluss bereits theoretisch erfolgt sein könnte, aber aufgrund abgesagter Prüfungen nicht erfolgen konnte. Dies erlaubt Bewerbungen und Nachweise bei potenziellen Arbeitgebern.
3. Alle Studienplanfristen (z.B. Magister Lehramt) mit 30.11.2020 oder 30.09.2020 sollten, im Falle einer längeren Einschränkung, sofort auf eine Verlängerung bis 30.04.2021 vorbereitet werden. Natürlich ist das Coronavirus höhere Gewalt, aber eine großzügige Regelung kostet die Universität keinen Cent und rettet im besten Fall einige Studienabschlüsse (insbesondere bei größeren Umstellungen, wo die Alternative ein Abbruch wäre).

Rückkehr zum Normalbetrieb: die Universität Salzburg hat Nachholbedarf insbesondere im Bereich ‘digitale Lehre’ und hat jetzt eine große Chance.
Bereits jetzt sollten Vorbereitungen getroffen werden, dass diese Übung des Extremfalls nicht einfach verpufft. Gute Ansätze bei digitaler Lehre, die bereits bestehenden Materialien, die nun breit getesteten verschiedenen Ansätze müssen auf ihre Tauglichkeit im Normalbetrieb untersucht werden. Dazu braucht es eigene Evaluierungsbögen, die den Fernlehre-Teil des Semesters auch seitens der Lehrenden und Studierenden erheben.

Corona-Maßnahmen (Uni Salzburg, PH Salzburg, Mozarteum, USI)

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Letztes Update vom 01. April 2020

Laut Ministerium gelten Einschränkungsmaßnahmen aufgrund des Corona-Virus bis voraussichtlich mindestens 30. April.

PH Salzburg

Liebe Studierende in Folge der aktuellen Ereignisse rund um den Corona Virus gelten ab sofort folgende Maßnahmen (obwohl kein (!) Verdachtsfall an der PH Salzburg bisher bekannt ist):

  • sofortige Einstellung des Lehrveranstaltungsbetriebes vor Ort
  • sofortige Einstellung des Schulpraxisbetriebs im gesamten Primarbereich
  • das Semester wird jedenfalls akademisch stattfinden = kein Semesterverlust
  • die Lehre wird bis auf weiteres vollständig auf E-Learning und Homeoffice umgestellt
  • daher seid ihr gefragt: Mails regelmäßig einsehen! Alle Updates, Infos und auch Arbeitsaufträge werden via Mail und PH Online kommuniziert
  • Wichtig: Fristen sind jedenfalls einzuhalten & Abgaben verantwortungsvoll zu erledigen – das Semester geht weiter, auch wenn nun die Bedingungen etwas anders sind
  • Update 15.03.2020: Verwaltungsstellen sind weiter ab 16.03. geschlossen: Bibliothek, Prüfungsabteilung, SoE/Servicezentrum usw.
  • Update 12.03.2020: Bibliothek: Entlehnung ist möglich, aber der längere Aufenthalt oder die Computernutzung ist nicht mehr möglich
  • Update 15.03.2020: bereits fixierte Klausuren & Prüfungen z.B. aus dem letzten Semester sind abgesagt, alle betroffenen sind informiert
  • Absage des Tags der offenen Tür morgen, 11.03.2020
  • bei einer geplanten Wiederaufnahme werden die Studierenden unverzüglich informiert, wir versuchen hier möglichst lange Vorlaufzeiten zu haben, damit ihr euch darauf einstellen könnt
  • Wir sind weiterhin per Mail und Facebook für euch erreichbar – unser Büro bleibt vorerst geschlossen
  • Mensa bleibt geschlossen

Wir stehen im konstanten Austausch mit der Hochschulleitung, sowie den Lehrenden und für uns ist klar, dass keine Nachteile für euch entstehen dürfen. Letztlich geht es nicht nur um eure, sondern auch um die Gesundheit eurer Angehörigen. Mit lieben Grüßen eure Hochschulvertretung

Uni Salzburg

Als STV Lehramt möchten wir euch folgende Infos zur Uni zukommen lassen, welche nun aufgrund des Corona Virus notwendig wurden (analog zu den Infos des Rektorats):

  • sofortige Einstellung des Lehrveranstaltungsbetriebes vor Ort
  • sofortige Einstellung des Schulpraxisbetriebs im gesamten Sekundarstufenbereich (BA2, BA5, Masterpraktikum)
  • das Semester wird jedenfalls akademisch stattfinden = kein Semesterverlust
  • die Lehre wird bis auf weiteres vollständig auf E-Learning und Homeoffice umgestellt
  • Update vom 01.04.2020: Prüfungen finden nicht mehr statt; frühester erneuter Prüfungstermin ab dem 20.04.2020; laut Infomail des Ministeriums soll eingeschränkter Betrieb bis 30. April 2020 laufen. Bisher kam keine Info der Uni Salzburg dazu.
  • Update: 22.03.2020: Kommissionelle Prüfungen können in einem eingeschränkten Modus durchgeführt werden; Prüfungsvorsitz und Geprüfter vor Ort, 2 Personen zugeschaltet
  • Update 24.03.2020: Lösung für das Masterpraktikum, bzw. BA5. Ihr könnt bei Fernlehre und Materialerstellung helfen (Sek II). Wo das nicht möglich ist, könnt ihr Stunden in Lernbegleitung anerkennen lassen und im äußersten Notfall auch Stunden in der Nachbarschaftshilfe anerkannt werden. (Link Lernbegleitung/Nachbarschaftshilfe)
  • daher seid ihr gefragt: Mails/Blackboard regelmäßig einsehen! Alle Updates, Infos und auch Arbeitsaufträge werden via Mail kommuniziert. Auf der STV Seite gibt es laufend Updates zum Gesamtvorgehen und zu den genauen Regelungen.
  • Wichtig: Fristen sind jedenfalls einzuhalten & Abgaben verantwortungsvoll zu erledigen – das Semester geht weiter, auch wenn nun die Bedingungen etwas anders sind
  • Update vom 13.03.2020: Der Parteienverkehr ist ab Montag, 16.03. geschlossen. Einrichtungen und Abteilungen sind nur noch per Mail zu erreichen.
  • Computerräume sind geschlossen
  • Update vom 13.03.2020: Die Bibliotheken werden geschlossen ab 14.03.2020
  • Update vom 13.03.2020: Am Unipark sind, entgegen der Aussendungen, beide Mensen geschlossen bis 02.05.2020! Mensen an anderen Standorten haben verkürzte Öffnungszeiten.
  • Absage des Tags der offenen Tür morgen, 11.03.2020
  • bei einer geplanten Wiederaufnahme werden die Studierenden unverzüglich informiert, wir versuchen hier möglichst lange Vorlaufzeiten zu haben, damit ihr euch darauf einstellen könnt
  • Das ÖH Beratungszentrum und das ÖH Büro bleiben vorerst geschlossen
  • Beratungszeiten der STV Lehramt finden online (Facebook & Mail) weiterhin statt

Wir halten euch hier auf dem Laufenden, sind per Mail & Facebook erreichbar. Meldet uns Probleme.

USI-Kurse

  • USI Kurse finden ab sofort bis auf weiteres nicht mehr statt
  • Das UFZ ist vorerst weiter in Betrieb

Uni Mozarteum

  • Studienbetrieb, soziale Kontakte, Kommunikation finden nach Möglichkeit nur über digitale Medien statt
  • Die Bibliothek ist geschlossen.
  • Sämtliche Gebäude der Universität Mozarteum Salzburg sind in diesem Zeitraum für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • Der Prüfungsbetrieb ist mit sofortiger Wirkung eingestellt.
  • Das ÖH Büro bleibt vorerst geschlossen. Kontaktaufnahme per Mail ist weiterhin möglich.
  • Die zentrale Seite der Universität Mozarteum mit ausführlichen pdfs ist hier.

Als Bitte zum Schluss: auf die Schnelle alles so umzustellen geht nicht so einfach. Bitte verbreitet keine Fake-News!!!! Einzelne Aussendungen von Fachbereichen enthalten zum Teil abweichende Regelungen oder Aussagen, aber letztlich wird alles über das Rektorat koordiniert!!! Bei Problemen stehen wir euch jederzeit zur Seite.

Die Corona-Taskforce an der PH Salzburg wird die Lage genauestens beobachten, sowie für alle Bereiche im Notfall schnelle Lösungen finden.

Ein turbulentes Semester geht zu Ende, doch die Probleme bleiben

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Disclaimer: Dieser Artikel wurde von mehreren STV Mitgliedern gemeinsam geschrieben. Die Meinungen in diesem Artikel wird von einer demokratischen Mehrheit der STV getragen, spiegelt aber weder die Meinung aller Mitglieder zur Gänze, noch in jedem einzelnen Aspekt wieder. Wir sehen diesen Kommentar und ein Kommentieren der aktuellen Ereignisse grundsätzlich aber als wichtigen Schritt, um alle Lehramt-Studierenden auf dem Laufenden zu halten zu den Entwicklungen im Lehramt.

Es waren spannende Zeiten seit Juli 2019: Nicht nur war kurz zuvor im Mai 2019 die österreichische Regierung zerfallen, sondern damit wurde auch klar, dass die dienstrechtliche Reparatur des Bachelor Lehramt 2013, dem ersten Bachelor-Lehramtsstudium in Österreich, dem einzigen Nicht-Verbund-Bachelor-Lehramt und dem einzigen Bachelor Lehramt ohne dienstrechtliche Abdeckung, uns ein neues Problem beschert hat. Die Reparatur des Dienstrechts hat dazu geführt, dass die Uni den Lehramt Bachelor 2013 wirklich bis Ende 2019 abschaffen muss (1 Jahr früher als lange Jahre geplant und viele von euch haben sich sehr darauf verlassen) und mit den gewechselten Ansprechpartnern im Ministerium war plötzlich keine realistische Chance mehr auf eine ermeute Verlängerung der Frist. Als klar wirde, dass der Studienplan abrupt abgeschafft werden muss, haben wir dauerhaften Kontakt mit der Unileitung gehalten, bereits vor Start des Sommersemesters über das drohende Ende informiert, Entwürfe für großzügige Äquivalenzlisten geschrieben, sowie ein Prozedere für die Uni und die Anlaufstellen bezüglich der Umstellung und die Anlaufstellen entworfen .

Doch die Umstellung lief leider alles andere als rund: Mehrere große Problemstellen in PlusOnline machten eine zügige automatische Umstellung unmöglich; letztlich musste nicht nur viel händisch seitens der Uni nachgearbeitet werden, auch IHR musstet via Umstellungsmails und Excellisten mithelfen. Wir haben viele Updates und Artikel geschrieben, haben alle Probleme gesammelt und geordnet der Uni weitergegeben. Gleichzeitig haben wir unglaublich viele Anfragen von euch beantwortet, kurzum: es war ein schöner Hochsommer für uns im dunklen Büro. Als dann trotzdem die Kursanmeldung und der Semesterstart für viele von euch auf der Kippe stand, haben wir erneut intensiven Kontakt zum Rektorat gehalten, aber auch auf Medienanfragen hin die Situation der Presse geschildert. Dadurch konnten wir weitere temporäre Aushilfsstellen an der School of Education erreichen, die die Umstellung beschleunigt haben. Jedoch kamen unsere Antworten auf Medienanfragen nicht gut beim Rektorat und der Leitung der SoE an, wodurch wir nicht das Gefühl hatten, dass hier ein tiefes Problembewusstsein vorhanden wäre. Parallel in dieser Zeit haben auch einige von euch festgestellt, dass im Studienplan 2019 Fehler und Ungereimheiten enthalten sind: falsche schriftliche Beschreibung der Masterpraxis oder der Master-Erweiterungsstudien, Summenfehler, unvollständige Voraussetzungsübersichten; aktuell kann uns noch niemand sagen, ob diese einfach zu ändernden Fehler im laufenden Jahr noch im Studienplan geändert werden.

Die Universität Salzburg meint auf eine Facebookfrage in einem öffentlichen Beitrag hin, dass die Baustellen bereits behoben seien. Wir meinen: erst wenn man Fehler in der Vergangenheit eingesteht und Probleme zugibt, kann man sich ernsthaft mit der Lösung beschäftigen.

Zu Semesterbeginn haben wir einen offenen Brief an das Rektorat aufgesetzt und EUCH darum gebeten, mitzuzeichnen: darin haben wir klar aufgezeigt, dass in Verwaltung, Organisation, IT-Systemen und in der Koordination im Lehramt und im Cluster viele Probleme vorhanden sind und WIR Studierenden davon die Leidtragenden sind. Im Brief hätten wir uns daher gewünscht, dass das Rektorat, wie versprochen, uns zu einer Task Force einlädt, um all eure Erfahrungen, Probleme und Anliegen zu besprechen, sowie gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dies ist in dieser Form leider bisher nicht passiert, trotz mehrmaliger Anfrage unsererseits wurde uns von Seiten der Uni mitgeteilt, das bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Kooperation mit uns, als eure rechtliche Vertretung im Lehramt, gewünscht wird.

Das erste und einzige persönliche Gespräch zwischen STV und dem neuen Rektorat zum Thema Lehramt seit 1. Oktober 2019, obwohl auch wiederholt auch in Interviews durch das Rektorat das Lehramtsstudium als zentrale Herausforderung immer wieder benannt wurde. Zur Task Force Lehramt wurde die STV nicht eingeladen.

Als es an die Organisation des Tag der offenen Tür ging, wurde leider der Bereich für die einzelnen Lehramtsfächer abgeschafft. Nur noch an einem allgemeinen Stand, sowie bei den einzelnen Fachbereichsständen (die aber über den gesamten Bereich verstreut sind) wird ‘mitberaten’. Wir finden das bis heute sehr schade und eine Fehlentscheidung, die bis heute immer noch steht (unsere Stellungnahme aus dem Dezember dazu findest du hier). Zusammen mit den neuen Gebühren (50€) für das Lehramt-Aufnahmeverfahren zeigt dies eine insgesamt besorgniserregende Entwicklung, die sich leider auch an den stark gesunkenen Studierendenzahlen bereits jetzt sehen lässt und für die Zukunft nichts Gutes prognostiziert. (unsere Presseaussendung dazu)

Auch in anderen Bereichen hatten wir wieder althergebrachte Probleme: die wenigen von euch, die auf Erasmus waren, kommen oft zu uns, weil Learning Agreements sehr lange dauern und nur mühsam abzuklären sind bei den vielen Anlaufstellen, weil die Anerkennungen sehr restriktiv sind, teilweise Seminararbeiten aus dem Auslandssemester zur ‘Nachkorrektur’ vorgelegt oder ausgebaut werden müssen, oder gänzlich zusätzliche Arbeiten geschrieben werden müssen, damit eine Anerkennung gemacht wird. Bis heute merken wir hier noch nicht wirklich große Verbesserungen trotz mehrerer Zusagen durch das Rektorat.

Die Anmeldezeiten für Kurse im Lehramt sind immer noch nicht harmonisiert, auch innerhalb des Clusters nicht. Manche Anmeldungen starten z.B. schon im Januar, manche am 1. Februar und andere erst gegen Ende Februar. Wann eine Reihung und Fixplatzvergabe erfolgt und Ummeldungen noch möglich sind wird manchmal gar nicht vorher bekanntgegeben, bzw. ist das von Unterrichtsfach zu Unterrichtsfach anders. Nicht nur ist eine sinnvolle vorausschauende Planung so nicht möglich, sondern es ist auch viel Zufall oder Glück beim Zusammenstellen des Semesterplans notwendig. Darüber hinaus entsteht jetzt eine neue Problematik mit den Anmeldungen an den „Salzburgtagen“, an denen Linzer Studierenden fixe LV Plätze versprochen wurden und bisher nicht geklärt ist, wie dort jetzt die Fixplatzvergabe abläuft.

Auch die Kursanmeldung im Sommersemester 2020 war wieder vor allem eins: etwas chaotisch, neue ungetestete Funktionen in PlusOnline (für die Vorziehregelung), viele Unregelmäßigkeiten (keine Anmeldung möglich), undurchsichtig (in manchen Bereichen werden die Wartelistenpositionen nicht angezeigt). Es wäre gut, wenn endlich mal wieder eine Kursanmeldung ohne größere Probleme laufen würde, ohne dass Emails und händische Nachbearbeitung notwendig ist und gleichzeitig Transparenz herrscht.

Die verschiedenen Onlinesysteme der Unis sind noch nicht wirklich zusammengewachsen: verschiedene Anmeldeplattformen, verschiedene Lernplattformen, verschiedene Emailadressen je Uni, 10 verschiedene Accounts an unterschiedlichen Unis gleichzeitig. Das Prüfungsrecht ist noch nicht zusammengewachsen: Prüfungssperre bei Nicht-Erscheinen an der Uni Salzburg, zusätzlicher Prüfungsantritt an der JKU, Prüfungswiederholung an einer anderen Uni trotz Cluster in manchen Prüfungen unzulässig.

Viele Teile des Studiums sind immer noch ‘Handarbeit’: Sehr viele Anerkennungen, Verwaltungswege, Nachfragen sind notwendig, sehr viele Sonderanmeldungsformen und zusätzlich zu beachtende Fristen (Schulpraktika, Themenmodule), sehr viele Sonderregelungen, Kursvoraussetzungen und Prüfungsregelungen sind im Lehramt speziell einzuhalten. Ihr meldet uns immer wieder zurück, dass dies nicht nur frustrierend, ermüdend und aufwändig ist, sondern oft genug reale Studienverzögerungen bis hin zu Studienabbrüchen daraus entstehen.

Mit der neuen Bundesregierung (unsere Zusammenfassung des Regierungsprogramms) seit Januar kommen aber die nächsten besorgniserregenden Entwicklungen: Die Vorsitzende der Universitätsrektoren spricht davon, dass zwei Studien gleichzeitig zu inskribieren ihrer Meinung nach untersagt gehört, 3 Prüfungsantritte absolut ausreichen (aktuell sind es jedenfalls 4 Antritte) und fehlende Prüfungsaktivität zu einer Exmatrikulation führen sollte (Quelle). Minister Faßmann ist der Meinung, dass die im Regierungsprogramm vorgesehene Sommerbetreuung von Schülerinnen und Schülern ruhig von Lehramtsstudierenden übernommen werden könnte, die sowieso Schulpraxis sammeln müssten. (Quelle)

Auch der Landtag in Oberösterreich debattierte im Februar über die einbrechenden Studierenenzahlen in Linz und Salzburg, sowie auch über den Pendelzwang nach Salzburg in den 4 großen Fächern (Quelle). Gerade das Pendeln ist immer noch, trotz neuem Semesterticketmodell in Salzburg, ein teures Unterfangen. 2 Semestertickets (je für Salzburg und Linz) sowie ein Ticket für die Strecke Linz-Salzburg müssen gekauft werden; aber nur bis zur Altersgrenze von 26 Jahren ist ein Semesterticket Linz/Salzburg möglich, da nur bis dahin ein Semesterticket bezogen werden kann trotz 6-jähriger Regelstudienzeit im Lehramt. Einzig erfreuliche Nachricht: gemeinsam mit der Westbahn konnte ein Lehramt-Ticket zwischen Linz und Salzburg entwickelt werden für die ‘Salzburg Tage’ (unsere Presseaussendung dazu).

Neben all dem waren wir, gemeinsam mit den anderen ÖH Vertretungen aus Salzburg und Linz wieder in vielen Gremien mit den Fachbereichen und den Rektoraten – im Studienjahr 2018/19 waren wir in weit über 100 Sitzungen. Bedauerlich finden wir, dass wir mit Rektoraten anderer Hochschulen teils mehr Kontakt haben als mit dem eigenen Rektorat an der Uni Salzburg, da man an der Uni Salzburg scheinbar im neuen Rektorat die uMn berechtigte Kritik nicht gut aufnimmt und den proaktiven Kontakt mit uns abgebrochen hat. Man löst keine Probleme, in dem man die Probleme totschweigt oder mit denjenigen nicht mehr spricht, die nicht nur Problembereiche aufzeigen, sondern die auch jederzeit Lösungsvorschläge auf den Tisch legen.

Auf all diese Entwicklungen kommen nun auch noch Probleme oben drauf, die durch das neue Finanzierungsmodell für Universitäten in Österreich entstehen: das Budget für die Unis berechnet sich nun stark über die Zahl prüfungsaktiver Studierender, bzw. im Lehramt an welcher Hochschule Prüfungen geschrieben wurden. Knappe Kassen & Sparmaßnahmen der Uni sind keine gute Ausgangslage, um das Lehramt nicht nur zu reparieren, sondern auch zu modernisieren (z.B. durch E-Learning Angebote).

Wir sind und bleiben wachsam & aktiv, was das Lehramt, die Rahmenbedingungen, Dienstrecht und Entwicklungen im Schulsystem angeht. Wir sind jederzeit bereit, mit dem Rektorat, anderen Stellen und jedem zusammenzuarbeiten, die das Lehramt verbessern, Probleme lösen und die Attraktivität steigern wollen. Wir opfern wirklich viel Zeit als kleines, unbezahltes und ehrenamtliches Team, um euch als Studierende im Lehramt in allen Bereichen informiert zu halten, euch zu beraten, eure Probleme zu sammeln, in Gremien wichtige Studieninfos zu sammeln und alle Probleme auch gegenüber der Uni offen anzusprechen. Wir stehen so sehr hinter diesem Lehramt, dass wir noch nicht aufgegeben haben trotz all dieser Umstände und immer noch das Beste hoffen und wollen. Nicht die öffentliche Kritik am Lehramtsstudium sollte der große Ernstfall für die Universität sein, sondern wenn das jetzige, erfahrene, langjährige und unermüdliche Team der STV aufgibt – so wie viele Studierende das Lehramtsstudium auch bereits aufgegeben haben.

Am Ende war es aber: einfach nur ein weiteres Semester im bildungspolitisch heftigen Lehramtsbereich.

Was tun bei Anmeldeproblemen (SoSe 2020)

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Anmeldeprobleme:

  1. Aktuell, vermehrt heute im UF Englisch, gibt es immer wieder mal Probleme bei Kursanmeldungen: u.A. fehlende Kursvoraussetzungen, „Einschränkungen auf bestimmte Studien“, kein Knoten wählbar. Schickt einen Screenshot mit genauem Kursnamen und Kursnummer an lehramt@sbg.ac.at, damit das angeschaut wird. Ihr könnt uns auch in CC setzen (stv.lehramt@lehramt-salzburg.at), sodass wir ein besseres Bild über die genauen Problembereiche bekommen.
  2. Fehlende Kurszuordnungen aus der Studienplanumstellung letztes Semester: besonders bei Kursvoraussetzungen, aber auch beim „Vorziehen aus dem Master“, kommt immer wieder auf, dass nicht alle alten Leistungen richtig zugeordnet sind. (Tutorial: https://lehramt-salzburg.at/blog/2019/09/10/update-zur-studienplanumstellung-3-9-09-2019/)
  3. Neues System zur Überprüfung der Voraussetzung für „Vorziehen aus dem Master“: Auch hier müssen Prüfungen im Studium zugeordnet sein. Nur die zugeordneten ECTS unter Studienstatus -> Studium zählen. Falls Kurse auf den Master eingeschränkt sind (siehe Punkt 1), bitte melden. In einigen Fällen scheint das System auch falsch zu zählen, wenn zB noch nichts vorgezogen wurde aber angeblich bereits zu viel vorgezogen wurde. Auch das bitte melden (siehe Punkt 1).
  4. In den BiWi werden einige Kursgruppen nur im Bedarfsfall geöffnet. Hier kommt es auf die Anmeldezahlen an. Plant lieber mit den normalen Gruppen, als auf eine Öffnung zu pokern.
  5. Auch im letzten Podcast haben wir über einige dieser Dinge schon geredet, wir wollten daher nochmals drauf hinweisen (https://lehramt-salzburg.at/blog/2020/02/13/lehramtpodcast-5-themenmodule-vorziehen-bachelorabschluss-und-masterstudium/)

Mein Auslandssemester an der Florida State University

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Von Sara Stöllinger, Wintersemester 2019/20.

Von August bis Dezember 2019 war habe ich ein Auslandssemester an der Florida State University in Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, verbracht. Die Florida State University wurde im Jahr 1851 gegründet und ist derzeit eine der Top 20 aller öffentlichen Universitäten in den USA. Die FSU hat über 40.000 Studenten und bietet über 360 verschiedene Studiengänge an. Neben dem weitläufigen Campus in Tallahassee gibt es auch einen Campus in Panama sowie Standorte in London, Valencia und Florenz. Die Studierenden der FSU kommen aus über 130 Ländern. All diese Faktoren haben – neben dem warmen Wetter in Florida – eine Rolle bei meiner Entscheidung für die FSU gespielt.

Ungefähr ein Jahr vor meiner Abreise nach Tallahassee habe ich begonnen, mich um meine Unterlagen für die Bewerbung zu kümmern. Zum Glück habe ich sowohl durch das Büro für Internationale Beziehungen als auch Studienkolleginnen, die bereits in Amerika waren alle wichtigen Informationen bekommen und immer Ansprechpartner gehabt. Im Bewerbungsprozess sind besonders die Resultate bei einem standardisierten Englischtest, das Motivationsschreiben, die Empfehlungsschreiben und das Motivationsschreiben ausschlaggebend. Der bürokratische Aufwand für ein Auslandssemester in den USA ist zwar nicht gering, aber er war es definitiv wert.

Bevor ich nach Tallahassee gekommen bin war ich noch mit meiner Familie in New York und Miami auf Urlaub. Eine Reise in andere Teile der USA lässt sich meiner Meinung nach super mit dem Auslandssemester verbinden und ich war froh, nicht ganz alleine in die USA fliegen zu müssen. Bei meiner Ankunft haben mich meine Mitbewohnerinnen gleich gut aufgenommen und mein Mentor, den mir die Uni zugeteilt hat, hat mir ebenfalls sehr geholfen. Ich habe während meiner Zeit an der FSU wie fast alle anderen Austauschstudenten nicht am Campus sondern „off campus“ in einer Unterkunft gewohnt und war sehr froh darüber, weil dort alles deutlich weniger streng zugeht. An unserem ersten offiziellen Tag wurde vom Center for Global Engagement der FSU ein Orientierungstag für alle neuen Austauschstudenten abgehalten. Wir waren fast fünfzig Studenten aus aller Welt, von denen viele auf den Fotos am Ende meines Berichtes zu sehen sind. Vor allem mit den anderen aus Europa – besonders Niederländerinnen, Schwedinnen und Franzosen – habe ich mich auf Anhieb gut verstanden und wir haben das ganze Semester über viel unternommen.

Am Orientierungstag waren wir auch gleich im Footballstadion der Seminoles („Noles“), das über 80.000 Zuschauer fasst, und waren beeindruckt. Dort fand eine Veranstaltung für neue Studenten im ersten Studienjahr – „freshmen“ – und uns Austauschstudierende statt, bei dem wir gleich die wichtigsten Lieder und den „school spirit“ nähergebracht bekommen haben. Von da an waren wir bei fast jedem Footballspiel und haben die Seminoles angefeuert. Vor den Footballspielen finden immer sogenannte Tailgates statt – Partys der Fraternities bei denen es oft relativ wild zugeht und viel Alkohol fließt. Diese Fraternities sind gewissermaßen Studentenvereinigungen für junge Männer und sind für ihre Partys berühmt und berüchtigt. Die weibliche Variante davon sind Sororities, die allerdings keine Partys veranstalten dürfen sondern einen anderen Fokus haben. Das „Greek Life“, wie der Überbegriff lautet, spielt an vielen amerikanischen Unis eine sehr große Rolle.

Was mich an der FSU beeindruckt hat war unter anderem der schöne, weitläufige Campus, zu sehen auf den Fotos am Ende dieses Texts. Dort gibt es nicht nur Gebäude in denen Kurse abgehalten werden sondern auch ein mehrstöckiges Fitnessstudio, ein Kunstmuseum, ein Kino, mehrere große Bibliotheken, ein Gesundheitszentrum, mehrere Dining Halls, sowie viele Grünflächen und Bäume. Es gibt fast jeden Tag Veranstaltungen am Campus bei denen man oft gratis Essen oder kleine Geschenke bekommt. Mittwochs gibt es immer einen Markt bei dem man nicht nur Kleidung, Schmuck und anderes kaufen kann, sondern sich auch mit Vertreter verschiedener Studentenorganisationen austauschen kann. Sonst gibt es noch jeden Freitag eine „International Coffee Hour“ bei der jede Woche kleine Spezialitäten aus verschiedenen Ländern zubereitet werden und sich Studierende der FSU mit internationalen Studenten austauschen können. Auch sonst ist immer etwas los und es gibt zu verschiedenen Anlässen Veranstaltungen mit gratis Essen, Getränken und Aktivitäten.

An der FSU gibt es unglaublich viele Studentenorganisationen und es zahlt sich absolut aus einer davon beizutreten. Ich war zum Beispiel in Chaarg, einer Art Sportclub für junge Frauen der an über 70 Universitäten in den USA vertreten ist. Chaarg steht für „Changing Health, Attitudes and Actions to Recreate Girls” und hat das Ziel, junge Frauen Sport und körperliche sowie mentale Gesundheit näherzubringen. An der FSU hat Chaarg ungefähr 200 Mitglieder und ist somit eine tolle Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen. Bei den Workouts wurde viel Wert auf Spaß und Abwechslung gelegt – wir haben alles Mögliche ausprobiert und oft mit Trainern von großen Fitnessstudios in Tallahassee zusammengearbeitet. Außerdem wurden viele verschiedene „Socials“ abgehalten, die uns noch weiter zusammengeschweißt haben. Einige andere Austauschstudenten waren zum Beispiel auch in einem Tauchclub, im Tennisclub, im Schießclub, in einer Nachhaltigkeitsorganisation, haben Quidditch gespielt oder waren im Fußballclub – es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und ich kann es nur empfehlen, diese Chance wahrzunehmen.

Die FSU hat neben einem großen Footballstadion der Noles auch noch ein Basketballstadion, in dem die FSU Hoops spielen. Diese Spiele waren auch immer spannend anzuschauen, denn die Atmosphäre bei allen Spielen im Collegesport ist absolut einzigartig. Wie auf den Fotos zu erkennen sind fast alle Zuschauer sogar zu ihrem Team passend gekleidet. Neben Sportveranstaltungen gibt es an der FSU auch einen Zirkus – einer von nur zwei Zirkussen an amerikanischen Universitäten. Die Auftritten sowie die Kostümgestaltung, Lichttechnik und alles andere wird alles von Studenten selbst organisiert und umgesetzt. Die Shows sind für Studenten gratis und die Halloweenshow die wir uns angesehen haben war absolut beeindruckend! 

An den Wochenenden haben wir ebenfalls viel unternommen. Relativ am Anfang des Semesters waren wir mit einer Gruppe von über 20 Austauschstudenten in Panama City Beach, einer Partystadt am Strand etwa zwei Autostunden entfernt. Ich war außerdem noch in Orlando, in Charlotte in North Carolina und in Miami. Am liebsten habe ich meine Wochenenden allerdings in Tallahassee verbracht – samstags waren oft Footballspiele und die Clubs dort waren immer voller junger Leute. Außerdem kann es zum Teil etwas schwierig sein, wirklich weiter herumzukommen, weil man dafür eigentlich ein Auto braucht. Innerhalb von Tallahassee ist das eigentlich kein Problem – es gibt gratis Busse zum Campus und die Möglichkeit sich von der Uni Fahrräder für ein Semester auszuleihen. Das haben von uns Austauschstudenten die meisten gemacht und dann fast alle Strecken innerhalb der Stadt so zurückgelegt.

Die Kurse, die ich an der FSU belegt habe, waren ein weiterer sehr positiver Aspekt. Die Professoren dort haben mich nachhaltig positiv beeinflusst. Die meisten von Ihnen waren sehr nahbar und umgänglich, und falls man um einen späteren Abgabetermin für eine Hausarbeit oder ähnliches gebeten hat waren sie meist sehr kulant. Insgesamt war die Kommunikation zwischen Professoren und Studenten deutlich mehr auf Augenhöhe als ich das von der Uni Salzburg gewöhnt war. Für uns Europäer waren die meisten Kurse nicht allzu schwer zu bewältigen, da dort oft nicht so streng benotet wird wie bei uns. Dadurch hatte ich während meiner Zeit an der FSU deutlich weniger Lernstress als ich zuhause normalerweise habe. Außerdem gibt es dort sehr viele Hilfsangebote für Studierende die Probleme mit ihren Kursen haben.

Für mich war es sehr spannend Kurse zu besuchen in denen ich (fast) die einzige Austauschstudentin war. Bei Diskussionen, zum Beispiel in meinem Kurs über die Geschichte der USA nach 1945, wurden viele Dinge angesprochen und Meinungen geäußert, die in Österreich oft ganz anders diskutiert und gesehen werden. Die Mentalität ist in gewisser Weise natürlich doch anders als bei uns und das war faszinierend mitzuerleben. Generell habe ich die meisten Amerikaner als sehr freundlich, hilfsbereit und kommunikativ erlebt, was mir bei uns manchmal etwas fehlt. Man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch und sie sind meist sehr interessiert daran, sich mit neuen Leuten zu unterhalten. 

Ich bin unglaublich froh, dass ich diese Erfahrungen machen durfte und dabei so viel Unterstützung erfahren habe, sowohl von der Universität Salzburg (insbesondere dem Büro für Internationale Beziehungen) als auch vonseiten der Florida State University. Meine Zeit dort war eine absolute Bereicherung und ich freue mich über all die Erinnerungen, Erfahrungen und neuen Freundschaften die ich dort dazugewonnen habe. Ich habe viel über die amerikanische Kultur und den „way of life“ gelernt und mich in dieser Zeit definitiv weiterentwickelt. Außerdem habe ich Menschen aus verschiedensten Ländern kennengelernt und so Einblicke in ganz unterschiedliche Lebensweisen bekommen. Ich kann es nur absolut empfehlen ein Auslandssemester zu machen, und die Florida State University ist dafür auf jeden Fall eine tolle Adresse. Ich hoffe sehr, dass nach mir noch viele weitere Studierende diese tolle Erfahrung machen werden. 

Go Noles!

Statement zu “Universität Salzburg droht Millionenstrafe”

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Link zum SN Artikel

Vor genau einem Jahr hat die ÖH Uni Salzburg vor der Problematik der sinkenden Studierendenzahlen, sowie vor Finanzierungsengpässen durch die Studienplatzfinanzierung gewarnt. Auch wir haben wiederholt vor den anhaltenden Problemen im Lehramt in den letzten Jahren, sowie vor einem spürbaren Rückgang der Studierendenzahlen im Lehramt gewarnt. Obwohl das damalige Rektorat von ‘gesicherten Budgets’ gesprochen hat und die Kritik nicht nachvollziehen konnte, bewahrheitet sich nun diese Entwicklung. Anstatt sich systematisch auf die neue Finanzierung und die grundlegenden Tendenzen der geburtenschwachen Jahrgänge vorzubereiten, sowie mit einer starken Initiative für bessere Studienbedingungen vorauszugehen, gibt sich die Uni nun überrascht über diese Entwicklung und möchte die Schuld und Verantwortung auf den Studierenden abladen, die mehr Prüfungsaktivität an den Tag zu legen hätten. Ein Einnahmenproblem ist immer auch ein Ausgabenproblem, und dafür können Studierende einfach gar nichts. Kein Studierender wird aufgrund der neu-eingeführten Studienplatzfinanzierung sein Studienverhalten aufgrund dessen geändert haben (wer wusste überhaupt davon?).

Im Zeitungsartikel der Salzburger Nachrichten kommt heraus: die Prüfungsaktivitätsquote in Salzburg ist bereits höher als in Linz, Graz, Innsbruck und Wien, und doch scheint besonders Salzburg betroffen. Das lässt auf zumindest teilweise hausgemachte Probleme schließen. Verwunderlich ist daher, dass die Universitätsvertretung der ÖH Uni Salzburg im heutigen Statement das jetzige Rektorat nicht nur pauschal aus der Verantwortung heraus nimmt, sondern auch vor der Umsetzung jeglicher Maßnahmen bereits eine Lobeshymne anstimmt. Nicht nur wären die Studierenden die Leidtragenden von Einsparungen, schlechteren Studienbedingungen und schlechterem Kursangebote, sie sind nun auch Ziel von ‘prüfungsaktivitätssteigernder Maßnahmen’, die immer die Gefahr haben, in Verbote, Gebote, Fristen und Pflichten auszuarten. Ein gutes Beispiel sind die Forderungen/Ideen der Vorsitzenden der österreichischen Rektorenkonferenz (als Sprecherin aller Universitätsrektorate) in den letzten Tagen: weniger erlaubte Prüfungsantritte, Zwangsexmatrikulation bei Prüfungsinaktivität, Verbot von Doppelstudien.

Wir sagen klar: es muss nun dringend ran an die wirklichen Gründe. Schluss mit oberflächlichen Maßnahmen, insbesondere im Lehramt. Wir kennen das Lehramt gut, und wir nehmen auch alle Probleme von euch als Studierende im Lehramt aus Beratungsgesprächen, Mails und auf den Gängen wahr. Sollte das Rektorat mit uns endlich gemeinsam an den wirklichen Problemen und Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten wollen, so steht die Türe immer offen. Im Lehramt gäbe es genügend Baustellen.

Bis die Bundesregierung endlich das Budget und die Finanzierung für die Universitäten insgesamt aufstockt bleibt festzustellen: die jetzige Ursache ist nicht das Studienverhalten von Studierenden – und die Lösung kann nicht reine Effizienzoptimierung im Studienverhalten sein. Die Ursachen sitzen tiefer.

Daher bleibt zu sagen: liebes Rektorat, wir beurteilen nicht Worte, sondern Taten.

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