Nachdem wir die letzten Jahre den Großteil unserer Freizeit in Sitzungen verbracht haben – beim Schreiben der Studienpläne 2016, 2017 und 2019 – sehr viel Zeit damit verbracht haben Informationen zu sammeln, aufzubereiten oder Unklarheiten im Studium zu klären, Lösungsvorschläge bei Problemen vorzubereiten und bei den Lösungen auch aktiv mitzuarbeiten, die Umstellung der Studienpläne im Sommer aktiv zu betreuen, und nebenbei in der Vergangenheit auch noch bei Orientierungstag und Tag der offenen Tür immer mitgewirkt haben, müssen wir nun sagen: für den Tag der offenen Tür 2020 reicht es uns! Unser Engagement dort wird weder gesehen, noch wertgeschätzt, sondern als überflüssig angesehen. Was ist passiert:

Bereits seit Jahren setzt sich die STV für eine klare und zielgruppenorientierte Umsetzung des „Tag der offenen Tür“ der Universität Salzburg ein. Wir waren stark involviert, den Abhaltungszeitpunkt weg von den Zentralmatura-Terminen im Mai auf Mitte März zu verschieben; wir waren stark involviert, die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit des Lehramtsstudiums durch explizite Stände für alle Unterrichtsfächer zu erhöhen. Und in dieser Vision waren wir bereit, die Universität Salzburg mit unserer ehrenamtlichen Arbeit dabei zu unterstützen.

Dabei wollen wir jedoch festhalten: diese Unterstützung ist keine Selbstverständlichkeit und wir sind auch nicht bereit, Fehlplanungen der Universität bei Standbesetzungen kurzfristig aufzufangen und Personen zu stellen – wie dies wiederholt in den letzten Jahren der Fall war. Wir hätten uns eine frühe Einbindung, eine Wertschätzung unserer Arbeit und eine Wertschätzung dieser Vision gewünscht. Stattdessen wurde nun der Bereich für Lehramtsstudien wieder in einem reaktionären und rückwärtsgewandten Akt abgeschafft, indem Lehramtsfächer wieder in den Fachbereichsständen subsummiert und damit unsichtbar gemacht werden. Wir sehen unsere Arbeit und unsere Bereitschaft, in einer gemeinsamen Vision mitzuwirken zum Vorteil aller Studieninteressierten, leider nicht mehr sinnvoll in diesem Bereich aufgehoben und lehnen die aktuelle Entwicklung entschieden ab.

Viele Studierende sprechen uns auch heute noch darauf an, dass der Tag der offenen Tür ihr erster Kontaktpunkt mit der Studienvertretung war. Viele wissen es zu schätzen, Erfahrungen und Einschätzungen aus erster Hand von Studierenden zu hören, um eine informierte Entscheidung zu treffen – anstatt von Professor*innen, Doktorand*innen, oder nicht zwangsläufig mit dem Studium vertieft vertraute Studierende als Studienassistent*innen.

Es ist klar, dass eine Umsetzung mit möglichst informativen und zielgerichteten Auskunftspersonen und einem eigenen Lehramtsbereich mit den jeweiligen Unterrichtsfächern personalintensiv ist und Arbeit/Personal nicht umsonst kommen. Jedoch sollte in Zeiten der Studienplatzfinanzierung und rückläufiger Studierendenzahlen dies als beste Investition in zukünftige Studierendengenerationen gesehen werden. Dazu müsste das Rektorat nicht nur allgemein Geld zur Verfügung stellen, sondern diese Gelder auch dahingehend zweckwidmen für eine zielgerichteten Verwendung von bezahlten studentischen (STV-) Helferinnen und Helfern auf dem Tag der offenen Tür.

Wir sind jederzeit bereit, in einen aktiven Dialog mit der Universität zu treten, da wir im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Informationsaufbereitung für Studieninteressenten noch viel Verbesserungsbedarf sehen, sowohl im digitalen wie auch analogen Bereich. Wir sind auch jederzeit bereit, in einen Dialog mit allen Stellen der Universität zu treten, sollte diese uMn massive Fehlplanung zurückgenommen und eine sinnvolle Umsetzung angestrebt werden.