Ein Bericht von Viktoria Fuchsbichler:

Mein Auslandssemester in Guanajuato ging von August 2018 – Dezember 2018. Als ich im Februar die Entscheidung getroffen habe für 8 Monate ins Herz Mexikos zu reisen, dauerte es nicht lange bis ich meinen Flug dorthin gebucht hatte. Dieser ging bereits im Juli und um so viel wie möglich vom Land sehen zu können, ging mein Rückflug auch erst im Februar 2019. 

Organisation

Zur Organisation muss gesagt werden, dass man es vor Ort wirklich mit Profis (was das Aufnehmen von Erasmusstudis betrifft) zu tun hat. Bereits vor Beginn des Studiums (Mitte Juli) wurde von der Universität und den Koordinatoren eine Whatsapp-Gruppe geöffnet um sich gleich mit anderen Erasmus-Studis vernetzen zu können (um bspw. eine WG zu gründen). Am wichtigsten ist es anfangs sich gleich zu vernetzen, also geht man am besten zu OXXO und holt sich dort eine SIM Karte. Entweder Telcel oder Movistar, es bleibt sich preislich gleich, außer man hat vor nach Südamerika zu reisen, dann empfehle ich Movistar, da es dieses Netz in ganz Südamerika gibt. Wenn man da ein „Pack“ kauft, bekommt man da ab 300 pesos schon ein ganz gutes Angebot mit gratis SMS, unlimitiert Social Media + 3GB Internet, Freiminuten und extra scharf.

Termine und wichtige Infos für uns wurden auch immer auf Whatsapp geschrieben bzw. wurde uns auch gleich ein Link für unsere gemeinsame Facebookseite geschickt. Es wurde einem wirklich immer geholfen, egal wie absurd die Frage vielleicht schien. Fragen nach einem WG Partner, Taxipreisen, der richtigen Kurswahl oder dem Uni-Standort waren so die Top-Fragen anfangs. Das Büro der Koordinatorin für Salzburger ist auch mitten in der Stadt und Karla, die Koordinatorin, antwortet tatsächlich auch 24/7 auf Whatsapp.

Bei der Kurswahl sollte man übrigens darauf achten, dass die Literaturkurse in einer Universität Sede-Valenciana etwas weiter entfernt stattfinden ca. 15-20 Minuten mit dem Bus (Die Entfernung entspricht ca. Rief – Uni Salzburg). Die Lehramt- sowie Spanischfächer finden ansonsten meistens im Sede- Idiomas statt. Direkt hinter dem sehr schönen weißen Unigebäude in der Stadt, dort sind übrigens nur Jus- Studis.

Wohnen

Es ist wohl das einfachste auf Facebook zu suchen, andernfalls kann man zunächst ein Airbnb oder Hostal buchen und in den ersten Tage herumfragen oder an der Uni auf dem „schwarzen Brett“ nachschauen. Ich wohnte bspw. mitten im Zentrum und bezahlte lockere 100 € inkl. Betriebskosten. Manche Studis haben sich die 4 Monate in einem Hostal eingemietet und konnten dort Gratis leben, wenn sie dafür 3 Mal morgens das Frühstück gemacht haben und andere 3 Tage nachmittags ein wenig beim Bettenabziehen und Bad-putzen mitgeholfen haben.

Etwas enttäuschend war es, nach ein paar Monaten zu erfahren, dass Mexikaner*innen für ihre Zimmer 60€-50€ bezahlen. Aber was soll’s.

Wirklich wichtig ist es zu beachten, dass man auf keinen Fall in einem callejón leben sollte, der eine längere Gehzeit als 3 Minuten bergauf hat. Das könnte immer wieder unnötige und gefährliche Situationen provozieren.

Ansonsten gibt es, was die Lage betrifft, nicht wirklich viel zu beachten, Hauptsache möglich Zentral. Neu für uns, ist vielleicht die Tatsache, dass alles hier mit Gas erwärmt wird (Duschwasser-Boiler, Waschmaschine, Herd, Backrohr…) das hört sich zunächst vielleicht nicht so kompliziert an, aber kann durchaus zu einem Problem werden. Man sollte sich zu Beginn unbedingt vom Vermieter zeigen lassen, wie der Boiler zu verwenden ist, spätestens, wenn man zum dritten Mal kalt duscht und dann doch davor steht, weiß man wieso eine Erklärung notwendig ist. Die Gasflasche kann auch zu deinem größten Feind werden, wenn du nachhause kommst und alles nach Gas riecht und du nicht weißt wo der Geruch herkommt. (Ein Anruf bei der Gas-Firma genügt aber zumeist und dann wird nochmal alles abgecheckt.)

Weiteres ist zum alltäglichen Haushalt ist zu sagen, dass keine Tür oder Fenster richtig Dicht ist und man wirklich keine Lebensmittel in seinem Zimmer lagern sollte. Weder Kekse, Obst noch Gebäck, außer man möchte sich schnell kleine krabbel-Freunde machen, die famosa cucaracha ist schneller da, als man sehen kann. Leitungswasser ist nicht trinkbar, stattdessen muss ein sogenannter garrfón 30 Liter Wasserkanister gekauft werden. Das wird man auch noch gewohnt.     

(Nacht-)Leben

In keinem Land macht man wahrscheinlich so schnell Freunde wie in Mexiko. Ich bin immer noch sprachlos, aber, ohne zu übertreiben, jeder möchte mit einem befreundet sein und dir seine Lieblingslokale, -orte, -restaurants -märkte, -tacostände zeigen, wissen wie es auf der anderen Seite des Ozeans so ist etc.. Man fühlt sich wirklich sehr schnell aufgenommen und wohl. Sollte man anfangs die Sprachbarriere nicht ganz so schnell überwinden, gibt es ja noch die Möglichkeit sich zunächst mit den Erasmus-Leuten zu treffen. Ich persönlich empfehle ja eher erstes, aber jedem wie er/sie will 😉

Für alles was man so tagsüber kaufen will, sei es Wasser, Kaugummis, Zigaretten, Handy-aufladen, macht man bei OXXO, gefühlt gibt es 200 davon in der Stadt. Lebensmittelgeschäft findet man tatsächlich nur ein großes namens MEGA in der Stadt, dort gibt’s dann wirklich alles zu kaufen. Aber kulinarisch muss man in Mexiko definitiv nicht leiden. Normalerweise ist in jedem Restaurant für alle etwas dabei. Es ist nämlich sehr übliche essen zu gehen, kochen können nämlich ohne zu übertreiben, von 10 Studis maximal 1-2. Es gibt daher auch unzählige Essenstände mit Tacos, Sopes, Gorditas oder einfach schon fertigem Essen zum Mitnehmen. 

Ansonsten gibt es sehr, sehr viel Kultur in der Stadt zu besuchen (Museen, Opern, Theater, im Oktober ist den ganzen Monat lang Cervantino) . Für die sportlichen gibt es auch zahlreiche Berge in der Nähe. Unzählige Kurse werden Angeboten: Schwimmen, Yoga, Sprachkurse… In dieser Stadt wird einem garantiert nicht langweilig. Und sollte es doch der Fall sein, die Metropole, Leon ist nur 50 Minuten mit den Öffis entfernt. Oder man entscheidet sich spontan woanders hinzufahren, mit knapp 25 € kommt man schon um die 500km, ganz egal welche Richtung. Übers Nachtleben könnte ich wohl noch einen eigen Beitrag verfassen, aber soviel soll schon einmal vorweggenommen werden, selbst der größte Partymuffel wird es nicht schaffen in dieser Stadt zu leben ohne mindestens einmal auszugehen, denn alle 20 Meter verwandeln sich nachts Lokale in Bars und somit hat man in dieser Stadt definitiv genug Möglichkeiten für sehr unterhaltsame Nächte. Mein Tipp wäre es, mal einen Blick nach oben zu werfen und Ausschau nach Dachterrassen zu halten oder in den Bars nach Stiegen oder Treppen zu suchen, die gemütlichsten locations waren in Guanajuato eigentlich die Dachterrassen der Lokale.

Wichtige Links:

Wohnen /Mitfahrgelegenheit u. Transport

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Unterhaltung:

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Events:

http://www.visitguanajuato.com.mx/calendario/

https://festivalcervantino.gob.mx

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