Mit Maximilian Wagner, Julia Sklenar, Gerda Hagenauer und Michaela Rückl.
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(Vorwort: dieser Artikel beschreibt nur die Arbeitsaufgaben der einzelnen Gremien bei einer Studienplanerstellung im Cluster Mitte. Alle diese Gremien haben aber auch in ’normalen‘ Zeiten weitere Aufgaben, auf die hier aber nicht weiter eingegangen wird)
In den meisten Bachelorstudien ist es kein Problem, den eigenen Studienplan zu lesen: 15 Seiten und man ist durch. Doch im Lehramt sieht es mit dem Gesamtstudienplan etwas anders aus: nicht nur muss man sich durch ein viele hundert Seiten starkes Werk quälen, sondern man muss auch immer wieder zwischen den Teilbereichen hin- und herblättern, um Zusammenhänge zu verstehen.
Auch der Entstehungsprozess ist im Lehramt ein wenig anders als in den Fachstudien. Während bei den 15 Seiten Studienplänen in Fachstudien eine 9-köpfige Curricularkommission Änderungen diskutiert, einbaut und beschließt, und der geänderte Studienplan dann nur noch vom Senat bestätigt werden muss, um in Kraft zu treten, gibt es im Lehramt eine große informelle Arbeitsstruktur und teils jahrelange Arbeitsphasen für das Überarbeiteten eines Studienplans – mit dabei natürlich auch immer Studierende der STV.
Die Cluster-Strukturen
Ebene 1: die Arbeitsgruppen
Für jedes Unterrichtsfach und die Bildungswissenschaften (und auch andere Bereiche wie Internationales, Technik, Rechtsfragen) gibt es Arbeitsgruppen (insgesamt circa 26), die einen Großteil der Schreib- und Diskussionsarbeit für ihren Bereich oder bestimmte Aspekte des Studienplans übernehmen. Dort werden die Curriculumsteile für einzelne Unterrichtsfächer geschrieben, mit Vertretern von beiden Standorten (außer ein Lehramtsfach wird ausschließlich in Salzburg oder Linz angeboten) mit Personen aus jeder Hochschule mit diesem Unterrichtsfach, und immer mit Studierendenvertretern (2 je Standort). Hier müssen nicht nur die einzelnen Interessen von Fachwissenschaft vs. Fachdidaktik unter einen Hut gebracht werden, sondern auch Personalressourcen beachtet werden (man kann nicht mehr Kurse ‚verbauen‘, als die Hochschulen auch anbieten können), Inhalte und Kompetenzen müssen definiert werden, Kursvoraussetzungen werden festgelegt und ECTS Tabellen gebaut. Alle Entscheidungen müssen am Ende einstimmig sein; wo das nicht möglich ist, wird die Entscheidungskompetenz bei Streitigkeiten an Ebene 2 abgegeben.
Ebene 2: die ‚Curricularkommission Cluster Mitte‘
Parallel arbeitet die ‚Curricularkommission Cluster Mitte‘ (die rechtlich genaugenommen keine Curricularkommission ist) als koordinierendes Gremium, gibt Rahmenbedingungen für die Arbeitsgruppen vor, diskutiert in Arbeitsgruppen nicht lösbare Probleme. Hier werden auch zentrale Aspekte des Prüfungsrechts für das gesamte Studium diskutiert und festgelegt. Sobald alle Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse abgeliefert haben, wird hier auch das Gesamtergebnis diskutiert, geprüft und bei Unklarheiten oder nicht zufriedenstellenden Ergebnissen muss die Arbeitsgruppe nochmals ran. Sobald der Studienplan fertig ist, kommt es hier zur ersten Abstimmung, ob das Gesamtergebnis passt. Alle Entscheidungen müssen am Ende einstimmig sein; wo das nicht möglich ist, wird die Entscheidungskompetenz bei Streitigkeiten an Ebene 3 abgegeben.
Ebene 3: die Steuerungsgruppe
Hier sitzen die Rektorate des Cluster Mitte, sowie (auf dieser Ebene ohne Stimmrecht) 3 Studierendenvertreter. Auch hier braucht es einstimmige Beschlüsse. Die Steuerungsgruppe legt dabei häufig die Leitlinien fest, nach denen Studienplanüberarbeitungen geschehen sollen und welche Aspekte genau überarbeitet werden sollen. Nach der Curricularkommission Cluster Mitte muss ein neuer Studienplan auch diese Ebene bestehen.
Bonusebene: der Qualitätssicherungsrat
Nachdem ein neuer Studienplan die ersten 3 Ebenen erfolgreich durchlaufen hat, bzw. dort erfolgreich geschrieben, erstellt und beschlossen wurde, macht sich das große Dokument auf den Weg nach Wien. Anders als bei Fachstudien, die jede Universität einfach selbst beschließen und anbieten kann, müssen Lehramtsstudien nicht nur genauen rechtlichen Vorgaben, sondern auch den inhaltlichen Anforderungen der Schullehrpläne entsprechen und dafür ist eine verpflichtende Prüfung beim Qualitätssicherungsrat vorgeschrieben. Diese Expertenrunde erstellt Gutachten, ob die rechtlichen Vorgaben eingehalten, die Lehrpläne abgedeckt, Digitalkompetenzen ausgewiesen, der Studienplan leserlich und der Praxisanteil hoch genug ist – gibt aber auch inhaltliche Empfehlungen für Verbesserungsmöglichkeiten. Nur mit einem positiven Gutachten kann der Studienplan sich weiter auf den Weg machen.
Endlich in den Hochschulgremien
Die Curricularkommissionen: Ab hier ähnelt der Weg eines Lehramtstudienplans endlich dem eines Fachstudiums. Der fertige Studienplan Lehramt kommt nun in die offiziellen Curricularkommissionen (an jeder einzelnen Hochschule im Cluster), wo 9-12 Personen, darunter auch wieder 3-4 Studierendenverteter, nochmals offiziell behandeln. Per Mehrheitsentscheidung kann der Studienplan hier beschlossen werden, um sich auf den Weg zur letzten Instanz zu machen.
Der Senat (an PHs: das Hochschulkollegium): als höchstes akademisches Gremium innerhalb der Uni/PH wird hier letztmalig der Studienplan beschlossen. Auch hier sitzen Studierendenvertreter, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen können. Mit dem finalen Beschluss ist die letzte Hürde genommen.
Aber: erst wenn ein Lehramtsstudienplan an allen Hochschulen im Cluster Mitte beschlossen wurde, kann er auch als Verbundsstudienplan in Kraft treten.
Eine Mammutaufgabe für unbezahlte ehrenamtliche Studienvertreter
Wie man aus diesem Prozess bereits herauslesen kann, ist alleine der Entstehungsverlauf schon sehr komplex. Hinzu kommt, dass viele Sitzungen im Cluster abwechselnd in Linz und Salzburg stattfinden. Während also in einem Fachstudium die STV in 3-5 Sitzungen geht, um einen neuen Studienplan entstehen zu lassen, sind es für uns mit den über 20 Arbeitsgruppen bereits annähernd 100 Sitzungen, bis ein neuer Studienplan auch nur als Entwurf fertig ist. Gleichzeitig müssen wir unsere Arbeit auch mit STV- und ÖH Kollegen aus den anderen Hochschulen koordinieren, inhaltlich hochschulübergreifend arbeiten und gemeinsame Positionen festlegen. All dies machen wir ehrenamtlich und unbezahlt.
Aktuell laufen die Planungen und Vorbereitungen für die nächste Studienplanüberarbeitung im Lehramt (keine Sorge: wie du bereits gelesen hast, der Prozess zieht sich über Jahre). Die ÖH Wahl entscheidet also auch darüber, welches STV Team du für diese Aufgabe wählst.
Auch wenn diese Arbeit nicht ’sexy‘ ist, so prägt sie dein Studium oder das Studium der nächsten Studierendengeneration auf Jahre. Und gerade im Lehramt nimmt dies, neben Beratung, einen großen Teil unserer STV Arbeit in Anspruch. Daher: bitte geh vom 18.-20. Mai wählen. Deine Stimme entscheidet und motiviert das nächste Team, das sich dann über 2 Jahre dieser unsichtbaren Arbeit widmet, für die es wenig Applaus oder Lob gibt – sondern höchstens hitzige Diskussionen mit Professoren und Rektoraten.
Neben dem jährlich vergebenen Ars docendi für herausragende Lehre wird seit diesem Jahr auch der neue Ars Confusio Preis vergeben. Damit reagiert das Ministerium auf herausfordernde Lebensrealitäten, für die die Hochschulen vorbereiten sollen. Erster Preisträger der prestigeträchtigen Auszeichnung für hochgradig verwirrende Studiensysteme ist dabei das Lehramt-Verbundsstudium Salzburg-Linz.
„Verwirrende Studiensysteme, überlange Studienpläne, hochkompliziertes Studienrecht im Verbundsstudium, Pendelzwang und Kursvoraussetzungen – damit kann auch eine Universität Absolventen auf eine zunehmend komplexere Welt vorbereiten, bzw. zwingt sie sogar dazu. Das Lehramt Cluster Mitte hat diese Art der Lebenskompetenzvermittlung vorbildlich umgesetzt“, lobt Minister Faßmann die Anstrengungen im Verbundsstudium.
Die Jury betont dabei aber, dass nicht nur die langfristigen Rahmenbedingungen verwirrend sind, sondern die Hochschulen laufend Anstrengungen unternehmen, den Grad der Verwirrung hochzuhalten. „Gerade die Steine, die die Hochschulen bei Anerkennungen von Schulpraxis den Studierenden in den Weg legen, aber auch die konstanten Änderungen für die Betreuung von Bachelorarbeiten in bestimmten Fächern (z.B. Geographie, Englisch, Deutsch), die rechtlich ungeklärte Lage beim Vorziehen von Masterlehrveranstaltungen im Verbund, der fehlende Datenaustausch bei Prüfungsergebnissen im Cluster und natürlich auch der Lehramtsstudienplan 2013, mit dem man am Ende nicht an Schulen unterrichten durfte, zeugen von einem systematischem und konstanten Ideenfluss, bei dem es nie langweilig wird“, führt die Jury aus.
Verwirrt zeigt man sich über die Auszeichnung an der Uni Salzburg: „Ein verwirrendes Studiensystem war nicht unser Ziel; aber vielleicht haben wir hier auch wahrlich interdisziplinär und zukunftsweisend gehandelt und nicht nur Studierende, sondern auch uns selbst verwirrt?“
Erfreut zeigen sich die Lehramtsvertretungen im Cluster. „Wir haben schon immer gesagt, dass das Studiensystem verwirrend ist. Lange Zeit waren wir selbst so verwirrt, dass wir das System entwirren wollten – weil wir nicht verstanden haben, dass eigentlich ganz andere Kompetenzen im Vordergrund stehen, die zukünftige Lehrkräfte auf verwirrende Zeiten im österreichischen Schulsystem vorbereiten sollen. Der Ars Confusio bestätigt nun zumindest unsere langjährige Beobachtung.“
Der nächste Ars Confusio wird nächstes Jahr erneut am 1. April vergeben, sodass er auf keinen Fall als Satire verkannt wird.
Am 22.03. fand die erste Vorstellung des geplanten Unterrichtsfaches Ethik statt, welches mit Oktober 2021 nach jetzigem Stand starten soll. Alle Informationen bis zur vollständigen Entscheidung durch alle relevanten studienrechtlichen Gremien sind unter Vorbehalt.
Der Link zum digitalen Stream der Veranstaltung ist hier zu finden.
Der Link zur digitalen Infobroschüre (mit Übersicht aller geplanten Curriculumsinhalte) gibt es hier.
Aktuell läuft die Bewerbungsfrist der Studienassistenzstellen an der Universität Salzburg. Deine Bewerbung kannst du noch bis 06.01.2021 (Posteingang) an die Leitung am jeweiligen Fachbereich schicken: Studienerfolgsnachweis, Motivationsschreiben und Lebenslauf müssen enthalten sein.
An folgenden Fachbereichen gibt es Studienassistenzstellen, die genaue Aufteilung der Studienassistenzstunden auf einzelne Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche machen aber die Fachbereiche intern:
https://im.sbg.ac.at/display/MIT?preview=/165741160/179341936/mb2020-1216-studienass.pdf
Hier ein Radiointerview mit Maximilian Wagner zu Studienassistenzstellen:
Dies ist ein Kommentar zur aktuellen öffentlichen Debatte. Einen ausführlichen Artikel über die Hintergründe zum Abberufungsantrag hat die Uni:Press verfasst.
Die Metapher ist oft genug beschworen worden: seit letzter Woche gehen die Wogen an der Uni (bzw. daheim in Home-Office und in WG-Arbeitszimmern) hoch, denn wie die Medien berichteten, ist ein anonymer USB-Stick an mehrere Stellen verteilt worden, wo auf 40 Seiten angebliche Verfehlungen des Rektors der PLUS aufgezeigt werden sollen (Anm: wir kennen das Schreiben im Original bisher nicht). Auffällig ist nun aber der öffentliche Diskurs:
Es erinnert doch ein wenig an Trump und die USA, wenn der Gegenwind, der dem Rektorat nun entgegenkommt, als Wiederstand von ‚verkrusteten und überalterten Strukturen‘ oder als Gegenbewegung gegen ‚gute und dringend notwendige Reformen‘ abgetan wird. Also angeblich reaktionäres Geschrei einer alten Elite, die nur Pfründe und Kleingärten sichern will gegen ein ‚modernes und visionsreiches Rektorat‘. Anstatt also konkret über Sinn und Unsinn von – zum jetzigen Zeitpunkt als budgetneutrale (!) Umgestaltungen auf dem Papier geplante – Reformen zu diskutieren, wird hier schnell eine ungerechtfertigte Debatte von ‚Modernisierungswillen‘ vs. ‚verängstigtes Establishment‘ geframed.
Bis jetzt erscheinen die vorgelegten Umstrukturierungen vor allem eines zu sein: neumoderne Schlagwortansammlungen, bedeutungsleere Worthülsen und fragliche Umstrukturierungen auf dem Papier. Wenn man in den aktuell vorliegenden Entwürfen zum Organisationsplan (Anm: hier werden Strukturen, Fachbereiche und Gremien definiert) herauslesen möchte, wie künftig z.B. die School of Education organisiert ist, oder welche Aufgabe sie im Rahmen des Lehramtsstudiums übernimmt, bekommt auf diese Frage keine Antwort, denn Antworten werden im bisherigen Entwurf gar nicht erst gegeben. Ob Teilbereiche wie die Bildungswissenschaften nun in die Erziehungswissenschaft eingegliedert werden geht aus dem Papier ebenso wenig hervor. Dafür werden bedeutungsleere Buzzword-Bereiche wie „Lebenswissenschaften“ geschaffen – ein Euphemismus für das Pürieren etablierter Forschungs- und Fachbereiche wie Biologie & Geographie.
Schlimmer wird es dann im jetzt vorliegenden Entwurf des Entwicklungsplans zum Thema Lehramt (Anm: hier werden die geplanten Weiterentwicklungen der Universität für die nächsten Jahre ausgeführt). Neben konstatiertem fraglichem Eigenlob (‚Exzellenz‘ in allen Bereichen des Lehramts; angebliches ‚Auffangen‘ des Studierendenrückgangs) werden vage Ziele wie ‚Optimierung der Organisation‘ des Lehramtsstudiums genannt, selbstverständlich ohne den Hauch einer Andeutung, wo und wie dies passieren sollen. Es sollen „Maßnahmen zur besseren Studierbarkeit“ ergriffen werden: auch hier ohne irgendeine konkrete Idee. Und selbstverständlich sei im Lehramt auch das öffentliche Image des Lehrerberufs schuld, für das man nichts könne.
Und genau solche Aspekte sind der Grund, warum am Ende der Eindruck bleibt: die Visionslosigkeit wird hier mit Worthülsen und Begriffen überschrien, die Strukturreform bleibt (neben dem realen kruden Pürieren etablierter Wissenschafts- bzw. Fachbereiche in hippe Begriffssmoothies) in vielen Bereichen eine vage Silhouette (oder lässt sich hier das Rektorat möglichst viel offen, um auch hier autoritäre Eigenentscheidungen treffen zu können?), die verschobenen Nachbesetzungen, Budgetkürzungen über viele Bereiche hinweg und Stellenkürzungen in wichtigen Bereichen (z.B. bei den Studienassistenten) sind hingegen real.
All diese Feinheiten gehen häufig im öffentlichen Diskurs verloren. Dies sieht man an den veröffentlichten Leserbriefen, die in bester Manier von Trump-Unterstützern Rektor Lehnert zujubeln, dass ein Aufschrei vom angeblichen Establishment der Uni letztlich den Kurs des Rektors vollends bestätige. Auch manch ehemalige Absolventen und Professoren der Uni lassen sich auf dieses eindimensionale Framing ein, wie zuletzt Prof. Franz Neubauer (Geologie) in den SN: „Nun hat Rektor Hendrik Lehnert eine klare Außensicht eingebracht, möchte mit seinem Team Innovation stärken, lange verschleppte Probleme bereinigen und die Universität auf die Zukunft ausrichten.“
Dem muss klar erwidert werden: die jetzt vorgelegten Entwürfe sind keineswegs Garant, Indikator oder Anreiz für mehr internationale Wettbewerbsfähigkeit! Das Einrichten neuer Püree-Fachbereiche wird weder Forschungsleistungen oder Drittmittelakquise steigern, noch künftige Studierende in Scharen anlocken. Dass nicht einmal Ansätze (!) für Lösungen sehr konkreter Probleme (z.B. im Lehramt) im Entwicklungsplan benannt werden können, geschweige denn zukunftsträchtige Entwicklungen wie beispielswiese zum Teil berufsbegleitende Lehramtsstudien, MOOCs, oder Hybridlehre als Lösung für Pendelzwang zwischen Linz/Salzburg konkret angesprochen werden, spricht Bände.
Am Ende sollte man darüber reden. Das Rektorat wird nicht müde, seit Amtsantritt vor einem Jahr bei jedem Aspekt ständig auf baldige Gespräche, umfangreiche Dialoge und breite Partizipation zu verweisen.
Die Realität ist inzwischen aber klar geworden: Gespräche werden höchstens als Vortrag einseitig geführt, oft zu spät, oft zu kurz, und ebenfalls oft gar nicht.
Gleichzeitig hat das Rektorat aber nun schon mehrfach sehr kindische Züge an den Tag gelegt: die ÖH wird aus dem Corona-Krisenstab der Universität geworfen, weil man sich zum Abberufungsantrag äußert. Die STV Lehramt wird mehr als aktiv aus der Task-Force Lehramt ausgeladen (bzw. nie eingeladen), weil man sich kritisch zu Problemen im Lehramt-Studium äußert. Ähnlich geht es aber auch anderen Fachbereichen, Gremien, Mitarbeitern in ihren Bereichen… mit der Kommunikation will es also einfach bisher nicht klappen mit dem Rektorat und der latente Eindruck von Retaliation durch das Rektorat bei jeglicher Kritik bleibt – und ist wohl der Grund, warum diverse Medien ständig ein „Klima der Angst“ unter Mitarbeitern konstatieren.
Modul 2: Einführungspraktikum A und B: Tätigkeiten im schulischen Kontext, z.B.
Nachmittagsbetreuung, Nachhilfe in einem Institut, Tätigkeit in Musikschule (Anstellung oder Werkvertrag) … im Ausmaß von 45 – 50 Stunden (2ECTS-AP)
Modul 4: Praktikum A und B: Unterrichtstätigkeit im Fach im Ausmaß von 3 Stunden / Woche in einem Semester
Modul 5: Vertiefungspraktikum A und B: Unterrichtstätigkeit im Fach im Ausmaß von 3 Stunden/ Woche in einem Semester
Eines der 4 Praktika aus den Modulen 4 und 5 kann auch durch fachfremden Unterricht anerkannt werden.
Ein Praktikum im Fach inkl. bildungswissenschaftlicher Begleitung im BW 5 kann durch ein Themenmodul (spezielles PLUS-Angebot) anerkannt werden (interne Anerkennung). In diesem Fall sind die anderen 3 Praktika aus den Modulen 4 und 5 in den Fächern/Spezialisierung zu belegen.
(Unterrichts)Tätigkeit im äquivalenten Ausmaß von min. 10 Stunden / Woche für die Dauer eines Schulsemesters oder 5 Stunden / Woche in zwei Schulsemestern im schulischen Kontext, inkl. Mitarbeit in Schulorganisation und außerunterrichtlichen Tätigkeiten, eine Begleitung der Tätigkeit muss gegeben sein, z.B. Begleitung in der Induktionsphase, Mentoring, Begleitung durch
Dienstgeber, Angebote der Hochschulen. Sollten keine Begleitangebote im Rahmen der Anstellung gegeben sein, dann ist die BW Begleitung an einer anbietenden Institution im Cluster zu belegen.
(Unterrichts)Tätigkeit im Ausmaß von min. 3 Stunden / Woche für die Dauer eines Semesters im schulischen Kontext
Anerkannte Praxisfelder für beide Varianten:
Bildungslabore (PLUS) Linzer Projekt Praxissemester
Nicht anerkannt werden z.B.:
Wenn Studierende ein Praxisfeld wählen, dass durch diese Aufzählungen nicht abgedeckt ist, wird empfohlen, vor Absolvierung die Zustimmung für die Anerkennung einzuholen.
Außerschulischen Tätigkeiten können im Rahmen der im Masterstudien vorgesehenen freien Wahlfächer (4 ECTS-AP) oder im Rahmen des kleinen Praktikums der im Modul BW M 6.2.3 vorgesehenen freien Wahlfächer (8 ECTS-AP) zur Anerkennung vorgelegt werden.
Induktionsphase wird als Praktikum für Masterstudierende der Sekundarstufe Allgemeinbildung nur dann angerechnet, wenn das erforderliche Ausmaß (siehe oben) in der Sekundarstufe gegeben ist.
Vom 9.11 – 30.11.2020 findet die Voranmeldung für das Schulpraktikum im 2. Semester (Bachelorstudium) und die Voranmeldung für das Masterpraktikum im Sommersemester 2021 statt. Diese Voranmeldung ist die Voraussetzung für eine konkrete LV-Anmeldung im Februar, sowie dass ihr einen Platz organisiert bekommt. Alle Infos, Links und Details könnt ihr den beiden Infoblättern der Uni entnehmen.
Wichtig für das Masterpraktikum: die jetzige Voranmeldung ist nur für das Sommersemester 2021; wer das Masterpraktikum im WS 2021/22 machen möchte, muss auf die nächste Voranmeldung im Februar 2021 warten.
Wir sind deine StV und freuen uns dich im Studium begrüßen zu dürfen. Du willst wissen, was eine StV ist und was sie so macht? Außerdem möchtest du keine nützlichen Tipps und Tricks fürs Studium verpassen?
Dann schau dir das Video an, in dem wir dir alles genauer erklären und dir wichtige Hinweise mit auf deinen Weg geben.
Normalerweise würden wir, als deine Studienvertretung im Lehramt, um diese Zeit natürlich persönlich in die STEOP-Vorlesungen kommen. Durch COVID ist nun aber leider alles anders… Da es uns aber dennoch ein Herzensanliegen ist, dass du von Anfang an gut informiert bist, haben wir für dich die wichtigsten Infos in ein Video gepackt.
Zuallererst möchten wir alle Erstsemestrigen im Lehramt herzlich im Studium willkommen heißen. Hier möchten wir euch unsere Studienstart-Broschüre ans Herzen legen, sowie unseren Beratungskalender (neben unseren Social Media Kanälen).
Da sich auch über den Sommer einiges getan hat, und auch das kommende Semester nun stark unter den Corona-Vorzeichen stehen wird, möchten wir euch noch ein kleines Update und einige Gedanken mitgeben.
2. Auch wenn uns immer wieder Fragen dazu erreichen: die aktuelle Frist für das Auslaufen des Magisterstudiums ist bisher immer noch der 28.02.2021. Wie bereits geschrieben, gibt es hier unterschiedliche Fristauffassungen und es sollte im Senat eigentlich nochmal behandelt werden. Dies wurde, soweit uns bekannt, bisher nicht gemacht, da andere Entwicklungen (z.B. die Umstrukturierungsdebatte) dies überschattet haben.
3. Überfüllte Kurse in einzelnen Bereichen: wir wissen, dass es in manchen Bereichen überfüllte Kurse gibt. In der Geographie Fachdidaktik konnte die ausgeschriebene Stelle z.B. bisher nicht besetzt werden. Anders als in früheren Semestern war es in diesem Semester aber häufiger schwierig, zusätzliche Kurse einzurichten über externe Lehraufträge. Wir bemühen uns hier, Gespräche mit den Fachbereichen zu führen.
4. Über den Sommer konnten wir eines unserer langjährigen Anliegen endlich zum Erfolg führen: schriftliche Kriterien für Anerkennungen von Berufserfahrungen im Schulbereich für die Praktika im Studienplan. Diese Kriterien werden aktuell noch final editiert, aber wir freuen uns, dass ab nächstem Semester in diesem Bereich Klarheit besteht und auch das genaue Anstellungsausmaß definiert ist, damit Praktika anerkannt werden können.
5. Auch im Ministerium wurden Gespräche geführt, wie insbesondere die Rahmenbedingungen (Dienstrecht, Studiendauer, Anstellungsbefugnis, Induktionsphase) attraktiver gemacht werden können. Es gibt hier Gesprächsbereitschaft für einen weiterführenden Dialog, sodass wir hier Aspekte des größeren Bilds „Lehrerberuf“ angehen können.
6. Die Gestaltung des neuen Unterrichtsfachs ‚Ethik‘ ist auch über den Sommer weiter vorangeschritten, woran wir uns stark beteiligt haben. Wir hoffen, dass hier im Oktober 2021 ein attraktives Angebot und ein attraktives neues Unterrichtsfach eingeführt werden wird.
7. Auch in der Umstruktierungsdebatte an der Uni haben wir immer auf das Thema Lehramt geschaut. Nach aktuellem Stand soll es dabei in wichtigen Teilen für das Lehramtsstudium neue Zuteilungen und Strukturen geben.
8. Insbesondere da nun auch Linz mit dem Master Lehramt beginnt, gab es diesen Sommer besonders viele Nachfragen zum Thema „Vorziehregelung“. Während die Regelung für Salzburg (Mozarteum/PLUS) bisher halbwegs klar war, sind nun viele Fragen aufgekommen, wie sich das Vorziehen nun auch im Verhältnis mit den lokalen Linzer Regelungen verhält. Dies sind oft sehr technische und juristische Debatten, wobei auch nach Durchsicht und Diskussion aller Regelungen am Ende auch für uns nicht alle Fragen geklärt sind. Wir werden hier in nächster Zeit den vielen Fragen auf den Grund gehen, um auch für das Cluster Mitte hier Klarheit zu schaffen.
9. Das nächste Semester wird stark auf Hybrid- und Mischbetrieb setzen. Wir haben uns hier sehr eingesetzt, dass ihr möglichst viele Arbeitsplätze auch für Online-Lehrveranstaltungen habt, die z.B. im Anschluss an eine Präsenzlehrveranstaltung an der Uni stattfindet. Nach jetzigem Stand werden die Computerräume, die (wenigen) Sitzecken im Gebäude, sowie dedizierte Arbeitsplätze in den Bibliotheken dafür zur Verfügung stellen.
Wir werden im nächsten Semester unser Büro nur sehr eingeschränkt für euch öffnen, und müssen zumindest absehbar, bestimmte Angebote einschränken: aktuell gibt es keinen Gratis-Kaffee und keine Küchennutzung bei uns im Büro, für Beratungen sind wir natürlich weiterhin da.
Abschließend geben wir gerne auch den Appell der Rektorate im Cluster Mitte weiter und bekräftigen diesen:
Das nächste Semester steht unter sehr bedrohten Vorzeichen mit der aktuellen Infektionsentwicklung. Falls Ihr Krankheitssymptome habt, bitte vermeidet unbedingt einen Besuch an der Hochschule. Bereits einzelne Fälle könnten den gesamten Hochschulbetrieb gefährden.
Auch wir werden hier, wie in der Aussendung des VR betont, gerne vermitteln, sollte es hier im Nachhinein zu Problemen kommen.
In diesem Sinne wünschen wir euch einen erfolgreichen Semesterstart,
eure STV Lehramt