Masterabschluss und Masterprüfung

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Nachdem nun die ersten Masterprüfungen anstehen, wollten wir euch die wichtigsten Infos zum Masterabschluss und zur Masterprüfung zusammenfassen.

  1. Schritt: Absolvieren der Lehrveranstaltungen aus Fach A, Fach B und den Bildungswissenschaften, sowie das Masterpraktikum.
  2. Schritt: Die Masterarbeit kann entweder in Fach A, Fach B oder den Bildungswissenschaften geschrieben werden. Das Thema kann dem Betreuer selbst vorgeschlagen werden oder es kann aus einem vorbereiteten Themenpool ein Thema bearbeitet werden. Zusätzlich sind das oder die Begleitseminare im jeweiligen Fach zu besuchen. Nach dem Fertigstellen und Abgeben wird diese binnen 4 Wochen begutachtet.
  3. Mit dem Abschluss aller Lehrveranstaltungen und dem positiven Gutachten über die Masterarbeit kann die Masterprüfung gemacht werden.

Nun zur Masterprüfung selbst:

Die Masterprüfung besteht aus 3 Teilen, nämlich der Verteidigung der Masterarbeit unter Herstellung eines Fachbezugs (entweder Fach A, Fach B und Bildungwissenschaften) , und je ein Prüfungsgebiet aus jedem der beiden verbliebenen Gebiete (Fach A, Fach B und Bildungwissenschaften). Die Masterprüfung dauert circa 1 Stunde.

Den Prüfungsbereich Bildungswissenschaften kannst du entweder im Rahmen der kommissionellen mündlichen Masterprüfung absolvieren, oder alternativ auch schriftlich in einer Art Fachprüfung (natürlich nur, wenn die Masterarbeit nicht in der Bildungswissenschaft geschrieben wurde). Die Unterlagen, der Umfang und weitere Infos zur schriftlichen Möglichkeit gibt es hier.

In den beiden Unterrichtsfächern gibt es diese Möglichkeit nicht. Für die kommissionelle Masterprüfung müssen Prüfer, Termin und Raum selbst organisiert werden. Die Anmeldung der Prüfung erfolgt dann im Servicezentrum.

In den Unterrichtsfächern sind die selben Personen prüfungsberechtigt, wie auch für Magister-Lehramt (wofür es an den meisten Fachbereichen Listen gibt).

Nach der erfolgreichen Masterprüfung (mit einigen Tagen Bearbeitungszeit) über alle 3 Prüfungsteile bekommst du im Servicezentrum das Masterzeugnis.

Infos bzgl. BA 13! Auslauffrist 2019 oder 2020?

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Liebe Studis,

Im Dezember gingen die ersten Wogen hoch, da es keine dienstrechtliche Regelung für die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor Curriculums 2013 gab (Link SN). An der Lösung, die dann im Dezember im Nationalrat beschlossen wurde, wurde bereits ein dreiviertel Jahr von vielen Seiten – STV, Bundes-ÖH, Uni und Ministerium – gearbeitet. Jedoch wurde das Problem nur gelöst für alle, die bis Ende 2019 ihren Bachelor abschließen. Dies führt dazu, dass all jene von euch, die erst mit WiSe19/20 oder SoSe20 fertig werden würden mit dem Lehramt Bachelor nach aktuellem Stand nicht vom Dienstrecht abgedeckt wären. Denn bisher war immer geplant, den Bachelor Lehramt 2013 noch bis November 2020 anzubieten.

Was nun?

Dies stellt ein großes Problem dar und wir sind seitdem in Gesprächen und Kontakt mit allen Partnern. Wie manche schon im Dezember richtig erkannt haben, ist die Uni nun im Zugzwang, sollte es zu keiner weiteren Nachreparatur des Dienstrechts kommen. Obwohl in dieser Sache noch nichts entschieden ist, wollten wir euch zeitnah und offen sagen, was die möglichen Lösungen und Konsequenzen sein könnten, da sie euch in jedem Fall betreffen.

Option 1: Der Gesetzgeber repariert erneut

Sollte das Dienstrecht mit einer neuen Reparaturfrist bis Dezember 2020 geändert werden, wäre das Problem vom Tisch. Dazu müssten die beteiligten Ministerien und der Nationalrat aber langsam handeln, denn Option 2 müsste bereits vor Beginn des Wintersemesters ansonsten umgesetzt werden.

Option 2: Die Studierenden müssten in das Bachelorcurriculum NEU 2019 überführt werden

Noch diesen Sommer müsste, sollte sich in Wien nichts tun, die Frist um ein Jahr verkürzt werden, sodass der Lehramt Bachelor 2013 noch im Herbst 2019 endet. Wir wissen, dass dies überraschend kommt und die Universität hier eigentlich Planungssicherheit bieten sollte, aber unter den gegebenen Umständen gäbe es keine andere Wahl, wenn Option 1 keine Option mehr ist.

Für diesen Fall muss es dann ordentliche Übergangsregelungen geben (Stichwort: Äquivalenzliste und Anerkennungen), sodass niemand zurückgeworfen wird oder eine Studienzeitverlängerung dadurch erleidet. Dafür werden wir uns stark einsetzen und arbeiten bereits an entsprechenden Plänen. Das Rektorat hat eine solche Lösung bereits in Aussicht gestellt.

Unsere Empfehlung:

Wer bereits soweit ist, über die Sommersemesterferien 2019 sein Studium irgendwie abschließen zu können, sollte dies auch versuchen. Schreibt auch uns eine Mail, sollten die Kursplätze nicht ausreichen.

Wer sein Studium bis in den Herbst nicht abschließen kann: wartet noch mit dem Studienplanwechsel. Wie oben bereits geschrieben würde mit einer Fristverkürzung sehr wahrscheinlich auch eine großzügige Lösung für den Übergang geschaffen. Wer vorher wechselt, verliert bei der jetzigen Äquivalenzliste in manchen Fächern viele Pflichtkurse, die nicht anerkannt werden können.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch beide Optionen denkbar, jedoch mahlen die Mühlen im Lehramt langsam und wir wollen euch nicht im Dunkeln lassen. Bei Unklarheiten könnt ihr uns gerne schreiben, jedoch können wir zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mehr dazu sagen, als hier schon ausgeführt ist.

Ablauf BA4 (Cluster Mitte)

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Da momentan sehr viel Verwirrung herrscht was das Thema BA 4 angeht hier nochmal ein eigener Post.

Momentan werden alle Voraussetzungen geprüft, viele von euch werden vielleicht schon in einem oder in beiden Fächern zugeteilt worden sein. Also keine Panik wenn du diesbezüglich noch keine Infos bekommen hast. Wenn du eine Mail bekommen hast, dass du die Voraussetzungen nicht erfüllst einfach einmal nachschauen, ob du dir alle Kurse die du für das BA4 brauchst dir auch anrechnen lassen hast und jene in PlusOnline hinterlegt sind. Wenn ihr also jetzt drauf kommt, dass ihr euch eine Voraussetzung nicht anrechnen habt lassen bitte sofort erledigen und eine Mail an lehramt@sbg.ac.at schreiben.

Auch können wir euch beruhigen, denn laut Aussage des Servicezentrums gibt es heuer in jenem  Unterrichtsfach genügend Praktikumsplätze!

Damit ihr euch einen Stundenplan bauen könnt ist es wichtig zu wissen, in welchem Fach ihr zuerst das Praktikum absolviert. Dafür am besten in PlusOnline unter meine LVs zurück gehen bis ihr zur Voranmeldung kommt. Dort steht dann dabei welches Fach ihr zuerst belegen werdet.
Die Begleitlehrveranstaltung der Bildungswissenschaften zum ersten Praktikum heißt Lehr-/Lernarrangements planen, gestalten und evaluieren (Teil der PPS). Wenn ihr dort auf den Anmeldebutton klickt seht ihr dann wann der Kurs für welche Gruppe sein wird. Ist euer Fach hier nicht dabei (z.B. Geographie) dann werdet ihr in eine der 4 PH Gruppen eingeteilt. Die PH ist bereits informiert hier bitte noch dazu zu schreiben welches Fach in welcher Gruppe sein wird, sind jedoch dem noch nicht nachgekommen. Jedoch sollte die offizielle Zuteilung in die Gruppen auch diese Tage passieren. Im Zweifelsfall dafür jedoch bitte eine Mail an inge.schneider@sbg.ac.at. Das selbe Prozedere gilt für die Begleitlehrveranstaltung von den Bildungswissenschaften zum zweiten Praktikum, welche Weiterentwicklung der Professionskompetenz (Teil der PPS) heißt. Aufpassen: Die bildungswissenschaftlichen Begleitlehrveranstaltung finden geblockt und nur das halbe Semester lang statt. Also wenn beide Fächer Freitag NM sind geht sich das aus, weil sich die Tage nicht überschneiden.

Auch in vielen Fächerkombinationen gibt es auch Begleitlehrveranstaltungen. Diese sind jedoch bis auf in Biologie nicht verpflichtend gleichzeitig zu belegen. Jedoch raten auch wir stark dazu sie parallel zu besuchen.

Updates zum Semesterstart WS18/19

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BA4

Jetzt gerade findet die Überprüfung der Voraussetzungen für das BA4 statt. Im Laufe der Tage werdet ihr eine Mail erhalten mit euren Betreuungslehrern. Wenn ihr abgemeldet wurdet habt ihr die Voraussetzungen nicht in PlusOnline erfüllt (also entweder euch fehlt noch ein Kurs/Note oder ihr habt sie nicht anrechnen lassen. Bei zweiterem einfach noch schnell einen Antrag stellen mit der Bitte die Voraussetzungen neu zu prüfen).

Bei den Begleitlehrveranstaltungen werden gerade auch die Voraussetzungen geprüft und man wird dann in PlusOnline zu den Gruppen zugeteilt. Bei denen stehen bereits die Fächer daneben (siehe Screenshot) wo ihr auch die Uhrzeiten findet. Wenn da euer Fach nicht steht werden ihr zu einem der Kurse an der PH zugeteilt. Dort stehen die Fächer leider noch nicht aber es wurde bereits nachgefragt dies zu ändern damit ihr euch auch einen Stundenplan bauen könnt.

 

Nawi Didaktik

Master vorziehen

Die komplette Fachdidaktik an der Nawi hat es durchgesetzt, dass sie keine Personen ohne einen abgeschlossenen Bachelor in Masterkurse lässt. Wir sind gerade dabei dies abzuklären, jedoch ist das mal der momentane Stand.

Kursanmeldung

Aufpassen, an der Nawi wurden die Kurse aus dem Cluster Curriculum so eingeschränkt, dass sich nur Cluster Studies für jene anmelden können. Deswegen darauf achten ob es den Kurs, der in eurem Curriculum steht bzw für dieses Freigeschalten ist noch gibt. Wenn nicht bitte eine Mail an Rosemarie Probst (rosemarie.probst@sbg.ac.at) und/oder an die Lehrveranstaltungsleitung.

Florida State University Sommersemester 2018

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Ein Bericht von Dominik Lech

 

Da mich ein Auslandsaufenthalt während meiner Studienzeit immer schon gereizt hatte, entschloss ich mich dazu, im Sommersemester 2018 ein Auslandssemester an der Florida State University (FSU) in Tallahassee zu absolvieren. Diese wurde mir von meinem Koordinator empfohlen und hatte den Vorteil, eine Partneruniversität der Universität Salzburg zu sein.  Die Vorbereitungen gestalteten sich allerdings als eine ganz schöne Herausforderung. Neben der allgemeinen Bewerbung – bestehend aus Motivations- und Empfehlungsschreiben sowie eines kurzen Lebenslaufes – musste ich auch den standardisierten TOEFL- Sprachtest absolvieren. Anschließend musste ich zudem Kurse an der amerikanischen Universität und dementsprechende Äquivalenzkurse der Universität Salzburg auswählen und diese auch mit den zuständigen Curricularvorsitzenden in Salzburg absprechen. Die letzte Hürde war schlussendlich die Wohnungssuche. Da mir zwar eine Unterkunft am Campus (in den sogenannten „Dorms“) zugesagt wurde – jedoch nicht in welchem Haus oder mit wie vielen Mitbewohnern – entschloss ich mich außerhalb des Campus in einem Appartement für Studenten zu wohnen. Dies gestaltete sich allerdings als Glücksfall, da das Appartement wenige Schritte vom Campus entfernt war, ich mein eigenes Zimmer hatte und im Innenhof ein Pool war, an dem das sonnige Wetter in Florida genossen wurde.

In Florida angekommen, mussten alle Auslandsstudenten am sogenannten „Orientation Day“ im „Center for Global Engagement“ (CGE) teilnehmen. Hier erhielten wir alle notwendigen Informationen um uns an der FSU zurechtzufinden. Von Vorteil war, dass sofort Kontakt zu den anderen Studenten aus dem Ausland und den Koordinatoren vor Ort geknüpft werden konnte. So war man von Beginn an nicht auf sich alleine gestellt. Im Zuge dessen erhielten wir auch eine Führung über den gesamten Campus. Des Weiteren bietet das CGE jeden Freitag die „International Coffee Hour“ an, bei welcher neben Kaffee auch kulinarische Spezialitäten aus fremden Ländern angeboten werden. Das CGE bietet auch ein „Global Ambassador“ Programm an, welches ich und andere Auslandsstudenten absolviert haben. Dabei präsentieren Auslandsstudenten an lokalen Schulen oder im Rahmen von Universitätskursen ihr Heimatland.

Ich absolvierte an der Florida State University insgesamt vier Kurse. Obwohl ich Geographie und Deutsch auf Lehramt studiere, konnte ich keine Geographiekurse besuchen, sondern wurde dem Geschichte Department zugeteilt. So belegte ich zwei Deutschkurse und zwei Geschichtekurse. Das dortige System erinnerte mich stark an das Schulsystem in Österreich. Statt nur einem Kurstermin pro Woche, wie an österreichischen Universitäten meist üblich, fanden die Kurse zwei – bis dreimal pro Woche statt – meist aber nur eine Stunde lang. Anwesenheitspflicht herrschte in jedem meiner Kurse, auch bei meinen vorlesungsähnlichen Geschichtekursen. Das Niveau empfand ich etwas niedriger als in Österreich, jedoch hatte man immer etwas zu erledigen – Hausübungen, Projekte, Referate, Essays oder auch Leseaufgaben sorgten für ständige Beschäftigung. Die Benotung setzt sich dementsprechend aus vielen Komponenten zusammen und nicht nur auf Basis einer Seminararbeit oder einer Abschlussprüfung. Hat man bereits genügend Punkte erreicht, kann man etwa auch die Abschlussprüfung auslassen.

In meinen Deutschkursen waren lediglich nur um die zehn Personen, was mir das Kontakteknüpfen allerdings sehr leicht gemacht hat. Ich wurde rasch in die Gemeinschaft aufgenommen und nahm auch an Veranstaltungen des „German Club“ teil, wie zum Beispiel zu Fasching oder zu Ostern und konnte viele neue Freunde finden, mit denen ich auch an Wochenenden viel unternahm. Ansonsten herrscht in Kursen mit höherer Teilnehmerzahl allerdings zumeist Anonymität – vor und nach den Kursen wird wenig bis gar nicht miteinander kommuniziert.

Generell kommt an der Florida State University nie Langeweile auf. Der riesige Campus verfügt über ein dreistöckiges Fitnessstudio mit Schwimmbecken, ein eigenes Kino in welchem auch aktuelle Filme vor Kinostart laufen, eine Bowlingbahn und zahlreiche Möglichkeiten, einen Kaffee zu trinken oder einen Snack zu essen. Beeindruckend war vor allem die Hauptbibliothek, welche fünf Stöcke umfasst und unter der Woche durchgehend geöffnet hat. Zudem verfügt jede Bibliothek über ein eigenes Café. Unzählige Bänke und weitläufige Rasenflächen laden einen aber auch ein, fällige Aufgaben draußen am (meist) sonnigen Campus zu erledigen.

Ein besonderes Highlight waren die Sportveranstaltungen der FSU Sportmannschaften, welche auch „Seminoles“ genannt werden. Diese gelten als spezielles Identifikationssymbol der ca. 45 000 Studenten – läuft man über den Campus, begegnen einem unzählige Personen in gold-roten (die offiziellen Farben der FSU) Fanshirts. Die American Footballmannschaft gilt als eine der besten der USA und spielt in einem Stadion, in welchem bis zu 80 000 Fans Platz finden. Leider findet American Football nur im Herbst statt, sodass ich mich mit einem teaminternen „Spaßspiel“ im April zufriedengeben musste. Allerdings wird an der Florida State University auch Basketball gespielt – und das in diesem Jahr äußerst erfolgreich. Auch zu den Basketballspielen pilgern regelmäßig tausende Leute um die Mannschaft (oder besser: ihre Universität) anzufeuern.

Freie Tage während und nach dem Semester wurden zudem auch zum Reisen genutzt. So besuchte ich mit einigen neuen Freunden New Orleans in Louisiana, die Bahamas, Orlando, Miami und New York City. Zum Reisen bieten sich dafür Fernbusreisen der Anbieter „Greyhound“ oder „RedCoach“ an. Diese Busfahrten sind preislich in Ordnung – jedoch darf man keine Luxusreisen erwarten.

Schlussendlich kann ich nur jedem empfehlen, ein Auslandssemester an der Florida State University zu absolvieren. Ist der organisatorische Aufwand erstmal erledigt, ist es eine unglaubliche Erfahrung und Bereicherung, an die ich mich mein Leben lang erinnern werde. Falls sich jemand an der Universität Salzburg für die Florida State University interessiert, stehe ich gerne für Fragen bereit.

Tätigkeits- und Jahresbericht 2017/18 der STV Lehramt

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Dies ist unser erster Tätigkeitsbericht, nachdem es die STV Lehramt erst ein Jahr gibt. Vieles fällt daher auch in den Bereich des Erstaufbaus einer STV, was auch an der Uni Salzburg in dieser Größe lange nicht mehr passiert ist.

Über die Semesterferien haben wir eine neue Homepage, sowie ein Cloud-Speichersystem aufgebaut. Dafür wurden auch viele Artikel neu geschrieben oder aktualisiert. Mit dazu haben wir auch ein Umfragesystem eingerichtet, welches im kommenden Sommer dann erstmalig zum Einsatz kommt. Auch eine Aufgabe des Sommers 2017: die Erstellung aller Broschüren für die einzelnen Unterrichtsfächer, für BA und MA 2016. Dazu gehörte natürlich die Erstellung eines Corporate-Design, eines Logos, ein Roll-Up und vieles mehr.
Neben Ressourcen, Broschüren und Homepage braucht es natürlich auch Unterstützung und helfende Hände, weshalb wir fleißig ein Team aufgebaut haben, welches alle Unterrichtsfächer abdeckt, und welches auch an der NaWi unser Zweit-Büro betreibt.
Bereits im September nahmen wir an den Orientierungstagen teil. Auch einen eigenen Computer konnten wir, dank Unterstützung des Rektors, auch bald in Bezug nehmen, sowie einen neuen Großraumdrucker im Unipark Großraumbüro. Dank unserer Facebookseite erreichen wir inzwischen auch viele Studenten, zielgerichtet und genau. Im Oktober luden wir auch zum RISE Studentenfest in das Rockhouse Salzburg ein, sowie im Dezember zum Weihnachtsbrunch.

Eine der Hauptaufgaben im Lehramt ist, aufgrund des breiten Gebiets und der diversen Probleme, natürlich die Gremienarbeit. Daher hatten wir ein aktives Team für die Curricularkommission Lehramt, den School of Education Rat, aktive Jour Fixe mit der SoE Leitung, Vertreter in der CuKo (Curricularkommission) Cluster Mitte, den 23 Arbeitsgruppen  des Cluster Mitte, sowie auch regelmäßig unter dem Berichtspunkt in der Steuerungsgruppe (Treffen der Rektorate im gemeinsamen Lehramt). Aktive Gespräche wurden mehrfach auch mit dem Landesschulratspräsidenten geführt, sowie natürlich auch mit dem ÖH Kollegen im Cluster Mitte. Wie man sieht, die Gremienarbeit ist sowohl komplex, als auch unglaublich zeit- und personalintensiv, weshalb ich allen sehr danken möchte, die hier Aufgaben übernommen haben.
Gleichzeitig haben wir auch zu jedem Gesetzesentwurf und jeder Verordnung mit Uni-Bezug eine Stellungnahme geschrieben, denn dies gehört für uns mit dazu.

Neben diesen, eher unsichtbaren, Aufgaben und nach erledigter Aufbauarbeit starteten wir im Sommersemester verstärkt mit Veranstaltungen und Aktionen, wie dem Lehramt Pub Crawl, zu dem wir knapp 300 Studenten begrüßen konnten, sowie dem gemeinsamen Lehramtsfest mit der ÖH PH Salzburg gemeinsam, um auch den sozialen Rahmen etwas zu stärken. Daneben gab es einen Vortrag zum Dienstrecht eine inhaltlichen Vortrag zum Lehramt, wir unterstützten die Physikshow als Teil der Lehramts bei ihrer Vorstellung im Februar, wirkten beim Tag der offenen Tür mit (und stellten Personen zu jedem Lehramtsstand), boten einen Erste-Hilfe-Kurs an, sowie veranstalteten mit der ÖH PH Salzburg gemeinsam eine Lesung mit Kabarett.

Neben all diesen Aufgaben war natürlich auch Beratung ein Fokus, um Anfragen und Fragen per Facebook und Email best- und schnellstmöglich zu beantworten. Bei einem so jungen Team, den vielen Lehramtsfächern, Lehramtskombinationen und natürlich den drei laufenden Studienplänen ist und bleibt dieses Gebiet äußerst komplex, doch ich hoffe, wir konnten vielen von euch weiterhelfen.

Noch einige persönliche Worte: Ich möchte mich nach diesem ersten Jahr STV Lehramt und dem sehr anstrengenden und zeitlich aufwändigen Erstaufbau – schließlich starteten wir ohne auch nur eine eigene Büroklammer in das erste Jahr – bei dem gesamten Team bedanken und werde am 15. Juli aus dem Amt als Vorsitzender verabschieden. Nach 7 Jahren ÖH Arbeit, der Mitarbeit am Lehramt 2012, 2013, 2016 und 2017 und vielen hunderten Stunden über Gesetzestexten, Studienplänen und Sitzungsunterlagen wünsche ich dem nachfolgenden Team alles Gute, denn die Herausforderungen bleiben bestehen.

Für die STV Lehramt Uni Salzburg

Maximilian Wagner

Bewerbungsfrist für Studienassistenz-Stellen an der Universität Salzburg (für das WS 2018/19)

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Aktuell läuft die Bewerbungsfrist der Studienassistenzstellen an der Universität Salzburg. Deine Bewerbung kannst du noch bis 29.06.2018 an die Leitung am jeweiligen Fachbereich schicken: Studienerfolgsnachweis, Motivationsschreiben und Lebenslauf müssen enthalten sein.

An folgenden Fachbereichen gibt es Studienassistenzstellen, die genaue Aufteilung der Studienassistenzstunden auf einzelne Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche machen aber die Fachbereiche intern:

https://im.sbg.ac.at/pages/viewpage.action?pageId=87766012&preview=/87766012/87766636/xTQUyEC77Bt7BT0H.pdf


Hier ein Radiointerview mit Max Wagner zu Studienassistenzstellen:

Interview zum Thema Studienassistenz

Auslandsbericht: Florida State University

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Eva Pachinger berichtet über ihren Auslandsaufenthalt an der Florida State University:

Ich habe mein Auslandssemester von 4. Jänner 2018 bis 4.Mai 2018 an der Florida State University in Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, absolviert. An der FSU besuchte ich vier Kurse (2 Geschichtekurse, 1 Literaturkurs, 1 Linguistik Kurs), zu je drei credit points, was ungefähr einem workload von 30 ECTS entspricht. Ich würde sagen, dass die Kurse in Tallahassee arbeitsaufwändiger waren als die Kurse an der Universität Salzburg, die Benotung dafür jedoch weniger streng. Alle Kurse waren anwesenheitspflichtig und ich hatte täglich Hausaufgaben zu erledigen. In jedem Kurs hatte ich außerdem sowohl ein Midterm- als auch ein Finalexam und kleinere Überprüfungen während des Semesters. Zusätzlich musste ich in allen Kursen eine Seminararbeit schreiben und mehrere Bücher lesen (in meinem Literaturkurs Major Figures in American Literature waren es 8, im Kurs Fascism and Modern European Thought 6) und Referate halten.

Man sollte sich jedoch auf keinen Fall vom Arbeitsaufwand an der Universität oder dem organisatorischen Aufwand vor Beginn des Auslandssemesters abschrecken lassen, da sich die Zeit in Florida für mich sowohl in persönlicher als auch in akademischer Sicht extrem gelohnt hat.

Tallahassee ist im Gegensatz zu den anderen größeren Städten in Florida keine Touristenhochburg, sondern eine Stadt die hauptsächlich aus den beiden großen Universitäten FSU und FAMU besteht. Der Campus der FSU ist wirklich schön und bietet viele Grünflächen und gemütliche Plätze für die Studierenden. Das Kino am Campus, in dem teilweise sogar die neuesten Filme in einem prescreening gezeigt werden, sowie das dreistöckige Fitnessstudio, in dem auch eine große Anzahl an Kursen angeboten werden, ist für Studenten der FSU gratis. Die FSU besitzt überdies auch einen eigenen Zirkus und ein Theater. Auch die Busse zum und am Campus sind gratis. Generell bietet der FSU Campus und Tallahassee alles was das Studentenherz begehrt. Im Stadtteil Collegetown findet man eine große Anzahl an Bars, Clubs und Restaurants.

Ich habe off-campus im University Village gemeinsam mit zwei Amerikanerinnen und einer Spanierin in einem Appartement gewohnt. Das University Village kann ich zukünftigen FSU Studenten nur empfehlen, es ist nicht allzu weit vom Campus und Publix (einer großen Supermarktkette in Florida) entfernt und hat einen eigenen Pool. Es ist billiger als die Dorms am Campus (mit $500 jedoch auch nicht allzu billig) und man hat ein eigenes Zimmer. Außerdem würde ich dazu raten, sich ein Fahrrad für 60 Dollar pro Semester bei University Cycles auszuborgen, da es die Wege am Campus eindeutig erleichtert.

Als internationaler Student findet man an der Florida State University schnell Anschluss. Das Center for Global Engagement veranstaltet jeden Freitag die International Coffee Hour bei der sich Studierende aus der ganzen Welt treffen. Außerdem wird angeboten beim Global Ambassador Programm mitzumachen, hierbei musste ich in Amerikanischen Volksschulen jeweils zwei Präsentationen über Österreich halten und bekam dafür am Ende des Semesters ein Zertifikat. Dieses Programm würde ich Lehramtsstudenten auf jeden Fall empfehlen, da es sehr interessant war einen Einblick in das amerikanische Schulsystem zu bekommen.

Sport ist ein Riesenthema an der FSU, die Seminoles haben ein großes Footballstadium, eine Basketballhalle, mehrere Tennisplätze, etc. Leider war ich nicht während Footballsaison an der FSU, aber ich konnte ein Springgame miterleben, bei dem 60.000 in Tallahassee unsere Mannschaft anfeuerten.

Natürlich habe ich meine Zeit in Florida auch dazu genutzt die USA zu erkunden. Mein erster Ausflug führte mich zu den Wakullah Springs nähe Tallahassee, wo ich Alligatoren und Manatees in freier Wildbahn beobachten konnte. Im Februar war ich gemeinsam mit anderen Internationalen Studenten in New Orleans und habe dort Mardi Gras (Fasching) gefeiert. New Orleans ist mit dem Bus circa 6 Stunden von Tallahassee entfernt und definitiv eine Reise wert. Die Springbreak im März nutze ich um mir New York City, die Niagara Fälle, Miami und Orlando anzuschauen. Tallahassee hat zwar einen eigenen Flughafen, der internationale Flughafen in Orlando ist jedoch um einiges größer und günstiger und bietet viel mehr Flüge an, weshalb ich immer die vierstündige Busfahrt mit RedCoach zum Flughafen in Orlando auf mich genommen habe. Über Ostern war ich erneut in Orlando um die Universal Studios zu besuchen. Auch Panama City Beach, mit dem Greyhound Bus nur 2 Stunden von Tallahasse entfernt, haben wir besucht. Bevor es dann Mitte Mai wieder nach Österreich zurückging, besuchte ich noch San Francisco und Los Angeles. Von Los Angeles nach London sind es circa 11 Stunden reine Flugzeit, also wäre im Nachhinein betrachtet ein Heimflug von Orlando womöglich besser gewesen.

Ich stehe gerne für weitere Fragen zu Tallahassee, der FSU, oder der Bewerbung und dem Joint Study Stipendium zur Verfügung und meine Email Adresse kann zu diesem Zweck gerne an zukünftige Internationale Studenten weitergegeben werden: evapachinger@gmail.com

Infoveranstaltung zum Master Lehramt und Masterpraktikum

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Eine Zusammenfassung der Infoveranstaltung der School of Education von Michaela Stöger.

Infoseite der Universität zum Masterstudium unter: https://www.plus.ac.at/soe/studium/aufbau-des-studiums/masterstudium/

Masterstudium

Zuständigkeit: Servicecentrum PädagogInnenbildung (ab Lehramtstudienplänen 2016 auch als Prüfungsreferat)
Kein Prüfungspass mehr beim Studienabschluss (auch für Fach A und Fach B) nicht mehr notwendig (geschieht automatisch über das Servicecentrum PädagogInnenbildung)

Kurse:

In Zukunft werden sowohl im SS als auch im WS einzelne Wahlmodule angeboten. Von den 5 Wahlmodulen müssen nur 2 absolviert werden. Im Master gibt es bei einigen Kursen Wahlmöglichkeiten (Curriculum beachten).

Masterpraktikum:

Vorerhebung über PlusOnline im SoSe 2018 (für ein Masterpraktikum im WS 2018/19) bis 20.04.2018 über PlusOnline https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=372483&pSpracheNr=1.

Voraussetzung für das Masterpraktikum: Modul 1+2 der Bildungswissenschaften

Begleitlehrveranstaltung muss auch von denen besucht werden, die sich das Masterpraktikum anrechnen lassen und findet nur im WS statt.

Es gibt 4 Möglichkeiten das Masterpraktikum zu absolvieren

  1. Pädagogische Assistenz = Masterpraxis über Universität
  2. Anstellung an einer Schule (min. 5 Wochenstunden für die Dauer eines Schulsemesters)
  3. Lehrforschungsprojekte an der Universität (laufende Projekte können im SZPB erfragt werden)
  4. Praktikum im Ausland (z.B. Sprachassistenz)

Da viele dieser Möglichkeiten sehr individuell und unterschiedlich aussehen können, sollte vor allem bei den Lehrforschungsprojekte und dem Praktikum im Ausland im Vorhinein eine Absprache  mit dem Servicecentrum PädagogInnenbildung stattfinden. Dieses prüft, ob der Umfang mindestens 500 Stunden entspricht und davon mindestens 50 – 80 Stunden Schüler Kontakt sind. Unter Schülerkontakt versteht das Servicecentrum PädagogInnenbildung Unterrichten einer Schülergruppe, nicht aber Einzelbetreuung oder Einzelunterricht.

Pädagogische Assistenz: ist das von der Universität organisierte Masterpraktikum (unbezahlt).
Anmeldung: An der Bedarfserhebung teilnehmen (PlusOnline) – Formular ausfüllen, welches zugeschickt wird.
Anschließend gibt es an den verschiedenen Schulen (hauptsächlich NMS und nur die wenigsten sind in der Stadt Salzburg) eine Art Vorstellungsgespräch. Erst dann wird man einem Betreuungslehrer zugeteilt. Alternativ kann man auch selbständig Schulen fragen, ob sie ein Masterpraktikum betreuen würden. Bei Interesse oder Zusagen von Schulen muss man sich mit der SoE in Verbindung setzen, um alle Informationen und Kontakte auch dort bekanntzugeben (wichtig sowohl für Anrechnungssicherheit, als auch für den Versicherungsschutz!)
Es wird empfohlen das Praktikum mit Schulbeginn zu starten, da so eine bessere Einbindung in das Schulgeschehen möglich ist.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der SoE.

Masterarbeit

Muss in einem der beiden Fächer oder in den Bildungswissenschaften (oder auch einer Kombination daraus) geschrieben werden.

Der Betreuer der Masterarbeit muss habilitiert sein!

Tool im PLUS-Online: PAAV – Antrag bzw. Arbeitsthema einstellen + Betreuer angeben, wird weitergeleitet an den Vizerektor etc., wird dann freigegeben, erst dann kann man zu schreiben beginnen. Die fertige Arbeit auch über PAAV hochladen, Plagiatsüberprüfung wird durchgeführt, erst dann darf ich sie ausdrucken und binden lassen.

Es gibt vom System her keine Frist, wann ich meine Arbeit abgeben muss

Abzugeben sind 3 gebundene Exemplare + CD, im Prüfungsreferat (Fr. Mösl)

  • 1 Exemplar an Betreuer
  • 2 Exemplare + CD an Hauptbibliothek

Masterseminar: begleitendes Seminar (in Bildungswissenschaften 2 Seminare)

Ein genauer Leitfaden zum PAAV befindet sich auf PlusOnline.

Masterprüfung

Wenn Masterarbeit abgegeben und alle anderen Kurse abgeschlossen sind:

  1. 3 Prüfer suchen, Termin und Raum und Prüfungsinhalt vereinbaren
    Ein Prüfer ist am besten Betreuer der Masterarbeit, die anderen beiden Prüfer sind aus den Fächern, in denen keine Masterarbeit geschrieben wird. Prüfer müssen habilitiert sein.
  2. Formular für Anmeldung zur Masterprüfung ausfüllen (Abholung kann nach Erbringung sämtlicher Studienleistungen erolgen)
  3. 2 Wochen Minimum zwischen Anmeldung und Abhaltung der Prüfung
  4. Masterprüfungstag: Verteidigung der Masterarbeit und Herstellung eines Fachbezugs, Fachprüfung A, Fachprüfung B jeweils ca. 20-30 Minuten

Liste der möglichen habilitierten Prüfer wird evtl. online gestellt. Die Prüfer dürfen auch aus der PH sein. In Zweifelsfällen muss das SZPB angefragt werden.

Alle drei Prüfungsteile müssen jedoch positiv sein, ansonsten Wiederholung der gesamten Prüfung.

Abschluss Masterstudium:

Das Prüfungsreferat ist das Servicezentrum Pädagogenbildung der School of Education, es gibt keine Abgabe von Prüfungspässen mehr, LVs sind bereits durch die Anmeldung im System hinterlegt.

Erfahrungsbericht: Sprachassistenz Leeds 2017/18

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Ein Bericht von Thomas Plieseis

Ich hatte die Möglichkeit das Schuljahr 2017/18 in Leeds als Sprachassistent an einer Grammar School zu verbringen. Da ich dies als eine wunderbare Gelegenheit halte seine Sprachfähigkeiten zu verbessern und auch die Kultur eines anderen Landes kennenzulernen, kann ich nur jeder Person dazu raten, sich für eine solche Stelle zu bewerben. Ich kann jedoch verstehen, dass dies für manche einen großen Schritt darstellt, da diese Entscheidung große Veränderungen mit sich bringt. Um manchen von euch einen Auslandsaufenthalt schmackhaft zu machen, habe ich mich entschlossen, über meine Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten, um euch Mut zu machen den Rubikon zu überschreiten und mögliche Zweifel aus dem Weg zu räumen. Bevor ich jedoch über meine Erlebnisse in dieser wunderbaren englischen Stadt in West Yorkshire berichte, möchte ich kurz über das Bewerbungsverfahren und meine Vorbereitungen berichten, da diese Dinge wohl die nervenaufreibendsten von allen waren.

 

Bewerbung

Ich hatte mich noch während meines Erasmus-Aufenthalts in Norwegen dazu entschlossen mich für das Praktikum zu bewerben. Ich entdeckte einen Aufruf zur Bewerbung auf Facebook und wurde dann auf die Seite von „WeltweitUnterrichten“ (www.weltweitunterrichten.at) weitergeleitet. Dort habe ich dann die Bewerbung aufgefüllt und die notwendigen Dokumente (Zeugnisse, Studienerfolgsnachweis, Empfehlungsschreiben, etc…) hochgeladen. Nachdem die Bewerbungsfrist vorbei war, wurden dann alle nach Wien zu einem Gespräch eingeladen. Dort mussten wir in Englisch über uns selbst berichten, was wir uns von diesem Aufenthalt erwarten und natürlich wurden auch fachdidaktische Fragen gestellt (Wie wir dieses und jenes Thema aufbereiten würden, etc.). Nach einem Monat wurden dann Emails ausgesendet, in denen wir erfuhren, ob wir einen Platz ergattert hatten oder ob wir uns auf der Warteliste befanden. Verzweifelt nicht, wenn ihr euch auf der Warteliste wiederfindet – so wie ich – da manche Leute ihren Fixplatz freiwillig abgeben oder kurzfristig doch absagen. Letzteres war bei mir der Fall. Ich habe Anfang September eine Zusage erhalten und ich sollte Ende September bzw. Anfang Oktober mit der Arbeit beginnen. Da ich aber Ende September jedoch schon einen Termin für meine Diplomprüfung vereinbart hatte, hatte ich am Ende eine Woche Zeit mich mit der Umgebung in Leeds vertraut zu machen und eine Unterkunft zu finden. Rückblickend muss ich sagen, dass ich sehr viel Glück hatte, dass alles so gut gelaufen ist. Die Schule nimmt relativ schnell mit einem Kontakt auf und so konnte man mir noch meine restlichen Fragen beantworten. Die Entlohnung beläuft sich auf ungefähr 870 Pfund (nach Abzug von etwaigen Steuern, wie für die Pensionsvorsorge – man kann jedoch aus diesem Pensionssystem aussteigen und könnte so ungefähr 900 Pfund bekommen).

 

Erste Tage in Leeds / Wohnungssuche

Bevor ich meine Reise nach Leeds antrat, habe ich natürlich versucht auf verschiedenen Wohnungsbörsen nach einer Wohnung zu suchen oder ein WG-Zimmer zu finden. Von den Websites habe ich in einem Vorbereitungskurs von „weltweitunterrichten“ erfahren, aber leider war ich nicht erfolgreich. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, eine Woche vor meinem Arbeitsbeginn mein Glück auf dem lokalen Wohnungsmarkt zu versuchen. In anderen Worten bedeutet das, dass ich die ersten Tage damit zugebracht habe, so ziemlich alle Wohnungsagenturen in meiner bevorzugten Gegend abzugehen. Leeds ist eine perfekte Stadt für Studierende und auch bei internationalen Studenten sehr beliebt. Da ich erst Ende September in Leeds eintraf, waren die meisten Wohnungen dadurch schon vergriffen. Nach 3-4 mehr oder weniger guten Objekten habe ich dann eine kleine Wohnung für 500 Pfund gefunden – dies war leistbar für mich, da meine Freundin auch dort eingezogen ist, um ihr Erasmussemester dort zu machen.

Das größte Problem eine Wohnung oder Zimmer zu finden war, dass viele Vermieter eine Person verlangen, die für einen bürgt. Diese Person muss jedoch in England leben; daher konnten zum Beispiel meine Eltern nicht meine Bürgen werden. Weiters verlangen manche Vermieter zusätzlich eine Art Empfehlungsschreiben von Leuten, bei denen man vorher schon als Mieter gewohnt hat. Natürlich konnte ich dies auch nicht vorweisen. Viele Vermieter sehen dies als zusätzliche Geldquelle. Ich fand zum Glück dann eine Wohnungsagentur, die eine Wohnung anbot, wo der Vermieter dies alles nicht verlangte.

Nachdem ich die ersten Tage damit verbracht habe eine Wohnung zu suchen, konnte ich die restliche Zeit dazu verwenden Leeds zu erkunden. Zur Stadt selbst: Leeds ist eine perfekte Stadt für StudentInnen. Der öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut und auch für das Nachtleben ist gesorgt. Am bekanntesten ist wohl der „Otley Run“: Das ist eine Art Pubcrawl, wo man sich durch alle Pubs von einem äußeren Bezirk bis zum Stadtzentrum durchkämpfen muss. Zusätzlich muss man sich in der Gruppe auf auffällige Kostüme einigen, was für noch mehr Spaß sorgt. Die Universität ist zentral gelegen und besitzt auch ein eigenes Pub am Campus. Zu guter Letzt hat man auch die Möglichkeit die Stadt hinter sich zu lassen und ein paar kleinere Orte auf dem Land zu besuchen (hier wären Halifax, Ilkley oder York zu empfehlen).

 

Schulalltag

Ich hatte das Glück als Sprachassistent an einer Privatschule arbeiten zu können. Meine Aufgabe war es den SchülerInnen die deutsche Sprache und die deutsche Kultur näher zu bringen und sie dafür zu begeistern. Ich selbst habe Englisch und Geschichte auf Lehramt studiert und hatte keinerlei Erfahrung mit Deutsch als Fremdsprache. Also keine Sorge, wenn ihr nicht Deutsch studiert, ist das kein Problem (natürlich wäre es aber von Vorteil, wenn man zumindest eine Sprache studiert). Die Schule ist für österreichische Verhältnisse sehr groß (ca. 2200 SchülerInnen) und es herrscht natürlich Uniformpflicht. Meistens musste ich mit Y12 und Y13 SchülerInnen arbeiten (Y13 ist sozusagen unsere Maturaklasse) und dadurch, dass sie sich ab Y12 für 3-4 Fächer entscheiden müssen, welche sie bis zur Matura machen, war das Arbeiten mit den SchülerInnen sehr angenehm, da sie sehr motiviert sind. Ich arbeitete mit diesen SchülerInnen immer einzeln, um sie bestmöglich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Ab und zu musste ich auch in niedrigeren Stufen den Lehrkräften helfen oder sogar ganze Stunden abhalten. Das Lehrpersonal selbst war sehr freundlich und ich hatte auch das Gefühl optimal von ihnen genützt worden zu sein. Für mich war es interessant die Unterschiede zwischen dem englischen und dem österreichischen Schulsystem zu sehen. Fremdsprachen wie Deutsch, Französisch und Spanisch sind in England jedoch derzeit bei den Schülern wenig beliebt und die Zahlen suggerieren, dass SchülerInnen, welche in Fremdsprachen maturieren wollen, von Jahr zu Jahr weniger werden. Ein Grund hierfür ist natürlich, dass die meisten Jugendlichen nicht einsehen warum sie eine Fremdsprache lernen sollen, wenn überall auf der Welt Englisch gesprochen wird. Uns Sprachassistenten (wir waren insgesamt 3 für die Sprachen Deutsch, Französisch und Spanisch) wurden 2 Büros zur Verfügung gestellt, wo wir mit unseren SchülerInnen arbeiten konnten.

 

Fazit

Wie ich am Anfang erwähnt habe, bin ich der Überzeugung, dass ein Sprachassistenzjahr (vor allem für angehende LehrerInnen) eine gute Möglichkeit ist, seine Sprachfähigkeiten zu verbessern und die Kultur eines Landes kennenzulernen. Mittwochs hat die Universität Leeds für Sprachassistenten in West Yorkshire Vorlesungen auf der Universität veranstaltet und am Wochenende haben wir die lokalen Sehenswürdigkeiten besucht. Durch die vielen Ausflüge habe ich sehr viele nette Leute kennenlernen dürfen und man bekam dadurch auch die Chance sich auch in seiner Freizeit mit anderen Sprachassistenten zu verabreden. Wie in anderen Berichten auch erwähnt ist das Leben und Schulsystem in England im Vergleich zu Österreich sehr verschieden, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Ich möchte diese Erfahrung auf keinen Fall missen. Natürlich stehe ich gerne für mehr Fragen bereit, falls jemand sich dazu entschließen sollte, nach England zu gehen (am besten eine Email schreiben an: plieseis.thomas@gmail.com).