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Ein turbulentes Semester geht zu Ende, doch die Probleme bleiben

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Disclaimer: Dieser Artikel wurde von mehreren STV Mitgliedern gemeinsam geschrieben. Die Meinungen in diesem Artikel wird von einer demokratischen Mehrheit der STV getragen, spiegelt aber weder die Meinung aller Mitglieder zur Gänze, noch in jedem einzelnen Aspekt wieder. Wir sehen diesen Kommentar und ein Kommentieren der aktuellen Ereignisse grundsätzlich aber als wichtigen Schritt, um alle Lehramt-Studierenden auf dem Laufenden zu halten zu den Entwicklungen im Lehramt.

Es waren spannende Zeiten seit Juli 2019: Nicht nur war kurz zuvor im Mai 2019 die österreichische Regierung zerfallen, sondern damit wurde auch klar, dass die dienstrechtliche Reparatur des Bachelor Lehramt 2013, dem ersten Bachelor-Lehramtsstudium in Österreich, dem einzigen Nicht-Verbund-Bachelor-Lehramt und dem einzigen Bachelor Lehramt ohne dienstrechtliche Abdeckung, uns ein neues Problem beschert hat. Die Reparatur des Dienstrechts hat dazu geführt, dass die Uni den Lehramt Bachelor 2013 wirklich bis Ende 2019 abschaffen muss (1 Jahr früher als lange Jahre geplant und viele von euch haben sich sehr darauf verlassen) und mit den gewechselten Ansprechpartnern im Ministerium war plötzlich keine realistische Chance mehr auf eine ermeute Verlängerung der Frist. Als klar wirde, dass der Studienplan abrupt abgeschafft werden muss, haben wir dauerhaften Kontakt mit der Unileitung gehalten, bereits vor Start des Sommersemesters über das drohende Ende informiert, Entwürfe für großzügige Äquivalenzlisten geschrieben, sowie ein Prozedere für die Uni und die Anlaufstellen bezüglich der Umstellung und die Anlaufstellen entworfen .

Doch die Umstellung lief leider alles andere als rund: Mehrere große Problemstellen in PlusOnline machten eine zügige automatische Umstellung unmöglich; letztlich musste nicht nur viel händisch seitens der Uni nachgearbeitet werden, auch IHR musstet via Umstellungsmails und Excellisten mithelfen. Wir haben viele Updates und Artikel geschrieben, haben alle Probleme gesammelt und geordnet der Uni weitergegeben. Gleichzeitig haben wir unglaublich viele Anfragen von euch beantwortet, kurzum: es war ein schöner Hochsommer für uns im dunklen Büro. Als dann trotzdem die Kursanmeldung und der Semesterstart für viele von euch auf der Kippe stand, haben wir erneut intensiven Kontakt zum Rektorat gehalten, aber auch auf Medienanfragen hin die Situation der Presse geschildert. Dadurch konnten wir weitere temporäre Aushilfsstellen an der School of Education erreichen, die die Umstellung beschleunigt haben. Jedoch kamen unsere Antworten auf Medienanfragen nicht gut beim Rektorat und der Leitung der SoE an, wodurch wir nicht das Gefühl hatten, dass hier ein tiefes Problembewusstsein vorhanden wäre. Parallel in dieser Zeit haben auch einige von euch festgestellt, dass im Studienplan 2019 Fehler und Ungereimheiten enthalten sind: falsche schriftliche Beschreibung der Masterpraxis oder der Master-Erweiterungsstudien, Summenfehler, unvollständige Voraussetzungsübersichten; aktuell kann uns noch niemand sagen, ob diese einfach zu ändernden Fehler im laufenden Jahr noch im Studienplan geändert werden.

Die Universität Salzburg meint auf eine Facebookfrage in einem öffentlichen Beitrag hin, dass die Baustellen bereits behoben seien. Wir meinen: erst wenn man Fehler in der Vergangenheit eingesteht und Probleme zugibt, kann man sich ernsthaft mit der Lösung beschäftigen.

Zu Semesterbeginn haben wir einen offenen Brief an das Rektorat aufgesetzt und EUCH darum gebeten, mitzuzeichnen: darin haben wir klar aufgezeigt, dass in Verwaltung, Organisation, IT-Systemen und in der Koordination im Lehramt und im Cluster viele Probleme vorhanden sind und WIR Studierenden davon die Leidtragenden sind. Im Brief hätten wir uns daher gewünscht, dass das Rektorat, wie versprochen, uns zu einer Task Force einlädt, um all eure Erfahrungen, Probleme und Anliegen zu besprechen, sowie gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dies ist in dieser Form leider bisher nicht passiert, trotz mehrmaliger Anfrage unsererseits wurde uns von Seiten der Uni mitgeteilt, das bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Kooperation mit uns, als eure rechtliche Vertretung im Lehramt, gewünscht wird.

Das erste und einzige persönliche Gespräch zwischen STV und dem neuen Rektorat zum Thema Lehramt seit 1. Oktober 2019, obwohl auch wiederholt auch in Interviews durch das Rektorat das Lehramtsstudium als zentrale Herausforderung immer wieder benannt wurde. Zur Task Force Lehramt wurde die STV nicht eingeladen.

Als es an die Organisation des Tag der offenen Tür ging, wurde leider der Bereich für die einzelnen Lehramtsfächer abgeschafft. Nur noch an einem allgemeinen Stand, sowie bei den einzelnen Fachbereichsständen (die aber über den gesamten Bereich verstreut sind) wird ‚mitberaten‘. Wir finden das bis heute sehr schade und eine Fehlentscheidung, die bis heute immer noch steht (unsere Stellungnahme aus dem Dezember dazu findest du hier). Zusammen mit den neuen Gebühren (50€) für das Lehramt-Aufnahmeverfahren zeigt dies eine insgesamt besorgniserregende Entwicklung, die sich leider auch an den stark gesunkenen Studierendenzahlen bereits jetzt sehen lässt und für die Zukunft nichts Gutes prognostiziert. (unsere Presseaussendung dazu)

Auch in anderen Bereichen hatten wir wieder althergebrachte Probleme: die wenigen von euch, die auf Erasmus waren, kommen oft zu uns, weil Learning Agreements sehr lange dauern und nur mühsam abzuklären sind bei den vielen Anlaufstellen, weil die Anerkennungen sehr restriktiv sind, teilweise Seminararbeiten aus dem Auslandssemester zur ‚Nachkorrektur‘ vorgelegt oder ausgebaut werden müssen, oder gänzlich zusätzliche Arbeiten geschrieben werden müssen, damit eine Anerkennung gemacht wird. Bis heute merken wir hier noch nicht wirklich große Verbesserungen trotz mehrerer Zusagen durch das Rektorat.

Die Anmeldezeiten für Kurse im Lehramt sind immer noch nicht harmonisiert, auch innerhalb des Clusters nicht. Manche Anmeldungen starten z.B. schon im Januar, manche am 1. Februar und andere erst gegen Ende Februar. Wann eine Reihung und Fixplatzvergabe erfolgt und Ummeldungen noch möglich sind wird manchmal gar nicht vorher bekanntgegeben, bzw. ist das von Unterrichtsfach zu Unterrichtsfach anders. Nicht nur ist eine sinnvolle vorausschauende Planung so nicht möglich, sondern es ist auch viel Zufall oder Glück beim Zusammenstellen des Semesterplans notwendig. Darüber hinaus entsteht jetzt eine neue Problematik mit den Anmeldungen an den „Salzburgtagen“, an denen Linzer Studierenden fixe LV Plätze versprochen wurden und bisher nicht geklärt ist, wie dort jetzt die Fixplatzvergabe abläuft.

Auch die Kursanmeldung im Sommersemester 2020 war wieder vor allem eins: etwas chaotisch, neue ungetestete Funktionen in PlusOnline (für die Vorziehregelung), viele Unregelmäßigkeiten (keine Anmeldung möglich), undurchsichtig (in manchen Bereichen werden die Wartelistenpositionen nicht angezeigt). Es wäre gut, wenn endlich mal wieder eine Kursanmeldung ohne größere Probleme laufen würde, ohne dass Emails und händische Nachbearbeitung notwendig ist und gleichzeitig Transparenz herrscht.

Die verschiedenen Onlinesysteme der Unis sind noch nicht wirklich zusammengewachsen: verschiedene Anmeldeplattformen, verschiedene Lernplattformen, verschiedene Emailadressen je Uni, 10 verschiedene Accounts an unterschiedlichen Unis gleichzeitig. Das Prüfungsrecht ist noch nicht zusammengewachsen: Prüfungssperre bei Nicht-Erscheinen an der Uni Salzburg, zusätzlicher Prüfungsantritt an der JKU, Prüfungswiederholung an einer anderen Uni trotz Cluster in manchen Prüfungen unzulässig.

Viele Teile des Studiums sind immer noch ‚Handarbeit‘: Sehr viele Anerkennungen, Verwaltungswege, Nachfragen sind notwendig, sehr viele Sonderanmeldungsformen und zusätzlich zu beachtende Fristen (Schulpraktika, Themenmodule), sehr viele Sonderregelungen, Kursvoraussetzungen und Prüfungsregelungen sind im Lehramt speziell einzuhalten. Ihr meldet uns immer wieder zurück, dass dies nicht nur frustrierend, ermüdend und aufwändig ist, sondern oft genug reale Studienverzögerungen bis hin zu Studienabbrüchen daraus entstehen.

Mit der neuen Bundesregierung (unsere Zusammenfassung des Regierungsprogramms) seit Januar kommen aber die nächsten besorgniserregenden Entwicklungen: Die Vorsitzende der Universitätsrektoren spricht davon, dass zwei Studien gleichzeitig zu inskribieren ihrer Meinung nach untersagt gehört, 3 Prüfungsantritte absolut ausreichen (aktuell sind es jedenfalls 4 Antritte) und fehlende Prüfungsaktivität zu einer Exmatrikulation führen sollte (Quelle). Minister Faßmann ist der Meinung, dass die im Regierungsprogramm vorgesehene Sommerbetreuung von Schülerinnen und Schülern ruhig von Lehramtsstudierenden übernommen werden könnte, die sowieso Schulpraxis sammeln müssten. (Quelle)

Auch der Landtag in Oberösterreich debattierte im Februar über die einbrechenden Studierenenzahlen in Linz und Salzburg, sowie auch über den Pendelzwang nach Salzburg in den 4 großen Fächern (Quelle). Gerade das Pendeln ist immer noch, trotz neuem Semesterticketmodell in Salzburg, ein teures Unterfangen. 2 Semestertickets (je für Salzburg und Linz) sowie ein Ticket für die Strecke Linz-Salzburg müssen gekauft werden; aber nur bis zur Altersgrenze von 26 Jahren ist ein Semesterticket Linz/Salzburg möglich, da nur bis dahin ein Semesterticket bezogen werden kann trotz 6-jähriger Regelstudienzeit im Lehramt. Einzig erfreuliche Nachricht: gemeinsam mit der Westbahn konnte ein Lehramt-Ticket zwischen Linz und Salzburg entwickelt werden für die ‚Salzburg Tage‘ (unsere Presseaussendung dazu).

Neben all dem waren wir, gemeinsam mit den anderen ÖH Vertretungen aus Salzburg und Linz wieder in vielen Gremien mit den Fachbereichen und den Rektoraten – im Studienjahr 2018/19 waren wir in weit über 100 Sitzungen. Bedauerlich finden wir, dass wir mit Rektoraten anderer Hochschulen teils mehr Kontakt haben als mit dem eigenen Rektorat an der Uni Salzburg, da man an der Uni Salzburg scheinbar im neuen Rektorat die uMn berechtigte Kritik nicht gut aufnimmt und den proaktiven Kontakt mit uns abgebrochen hat. Man löst keine Probleme, in dem man die Probleme totschweigt oder mit denjenigen nicht mehr spricht, die nicht nur Problembereiche aufzeigen, sondern die auch jederzeit Lösungsvorschläge auf den Tisch legen.

Auf all diese Entwicklungen kommen nun auch noch Probleme oben drauf, die durch das neue Finanzierungsmodell für Universitäten in Österreich entstehen: das Budget für die Unis berechnet sich nun stark über die Zahl prüfungsaktiver Studierender, bzw. im Lehramt an welcher Hochschule Prüfungen geschrieben wurden. Knappe Kassen & Sparmaßnahmen der Uni sind keine gute Ausgangslage, um das Lehramt nicht nur zu reparieren, sondern auch zu modernisieren (z.B. durch E-Learning Angebote).

Wir sind und bleiben wachsam & aktiv, was das Lehramt, die Rahmenbedingungen, Dienstrecht und Entwicklungen im Schulsystem angeht. Wir sind jederzeit bereit, mit dem Rektorat, anderen Stellen und jedem zusammenzuarbeiten, die das Lehramt verbessern, Probleme lösen und die Attraktivität steigern wollen. Wir opfern wirklich viel Zeit als kleines, unbezahltes und ehrenamtliches Team, um euch als Studierende im Lehramt in allen Bereichen informiert zu halten, euch zu beraten, eure Probleme zu sammeln, in Gremien wichtige Studieninfos zu sammeln und alle Probleme auch gegenüber der Uni offen anzusprechen. Wir stehen so sehr hinter diesem Lehramt, dass wir noch nicht aufgegeben haben trotz all dieser Umstände und immer noch das Beste hoffen und wollen. Nicht die öffentliche Kritik am Lehramtsstudium sollte der große Ernstfall für die Universität sein, sondern wenn das jetzige, erfahrene, langjährige und unermüdliche Team der STV aufgibt – so wie viele Studierende das Lehramtsstudium auch bereits aufgegeben haben.

Am Ende war es aber: einfach nur ein weiteres Semester im bildungspolitisch heftigen Lehramtsbereich.

Was tun bei Anmeldeproblemen (SoSe 2020)

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Anmeldeprobleme:

  1. Aktuell, vermehrt heute im UF Englisch, gibt es immer wieder mal Probleme bei Kursanmeldungen: u.A. fehlende Kursvoraussetzungen, „Einschränkungen auf bestimmte Studien“, kein Knoten wählbar. Schickt einen Screenshot mit genauem Kursnamen und Kursnummer an lehramt@sbg.ac.at, damit das angeschaut wird. Ihr könnt uns auch in CC setzen (stv.lehramt@lehramt-salzburg.at), sodass wir ein besseres Bild über die genauen Problembereiche bekommen.
  2. Fehlende Kurszuordnungen aus der Studienplanumstellung letztes Semester: besonders bei Kursvoraussetzungen, aber auch beim „Vorziehen aus dem Master“, kommt immer wieder auf, dass nicht alle alten Leistungen richtig zugeordnet sind. (Tutorial: https://lehramt-salzburg.at/blog/2019/09/10/update-zur-studienplanumstellung-3-9-09-2019/)
  3. Neues System zur Überprüfung der Voraussetzung für „Vorziehen aus dem Master“: Auch hier müssen Prüfungen im Studium zugeordnet sein. Nur die zugeordneten ECTS unter Studienstatus -> Studium zählen. Falls Kurse auf den Master eingeschränkt sind (siehe Punkt 1), bitte melden. In einigen Fällen scheint das System auch falsch zu zählen, wenn zB noch nichts vorgezogen wurde aber angeblich bereits zu viel vorgezogen wurde. Auch das bitte melden (siehe Punkt 1).
  4. In den BiWi werden einige Kursgruppen nur im Bedarfsfall geöffnet. Hier kommt es auf die Anmeldezahlen an. Plant lieber mit den normalen Gruppen, als auf eine Öffnung zu pokern.
  5. Auch im letzten Podcast haben wir über einige dieser Dinge schon geredet, wir wollten daher nochmals drauf hinweisen (https://lehramt-salzburg.at/blog/2020/02/13/lehramtpodcast-5-themenmodule-vorziehen-bachelorabschluss-und-masterstudium/)

Mein Auslandssemester an der Florida State University

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Von Sara Stöllinger, Wintersemester 2019/20.

Von August bis Dezember 2019 war habe ich ein Auslandssemester an der Florida State University in Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, verbracht. Die Florida State University wurde im Jahr 1851 gegründet und ist derzeit eine der Top 20 aller öffentlichen Universitäten in den USA. Die FSU hat über 40.000 Studenten und bietet über 360 verschiedene Studiengänge an. Neben dem weitläufigen Campus in Tallahassee gibt es auch einen Campus in Panama sowie Standorte in London, Valencia und Florenz. Die Studierenden der FSU kommen aus über 130 Ländern. All diese Faktoren haben – neben dem warmen Wetter in Florida – eine Rolle bei meiner Entscheidung für die FSU gespielt.

Ungefähr ein Jahr vor meiner Abreise nach Tallahassee habe ich begonnen, mich um meine Unterlagen für die Bewerbung zu kümmern. Zum Glück habe ich sowohl durch das Büro für Internationale Beziehungen als auch Studienkolleginnen, die bereits in Amerika waren alle wichtigen Informationen bekommen und immer Ansprechpartner gehabt. Im Bewerbungsprozess sind besonders die Resultate bei einem standardisierten Englischtest, das Motivationsschreiben, die Empfehlungsschreiben und das Motivationsschreiben ausschlaggebend. Der bürokratische Aufwand für ein Auslandssemester in den USA ist zwar nicht gering, aber er war es definitiv wert.

Bevor ich nach Tallahassee gekommen bin war ich noch mit meiner Familie in New York und Miami auf Urlaub. Eine Reise in andere Teile der USA lässt sich meiner Meinung nach super mit dem Auslandssemester verbinden und ich war froh, nicht ganz alleine in die USA fliegen zu müssen. Bei meiner Ankunft haben mich meine Mitbewohnerinnen gleich gut aufgenommen und mein Mentor, den mir die Uni zugeteilt hat, hat mir ebenfalls sehr geholfen. Ich habe während meiner Zeit an der FSU wie fast alle anderen Austauschstudenten nicht am Campus sondern „off campus“ in einer Unterkunft gewohnt und war sehr froh darüber, weil dort alles deutlich weniger streng zugeht. An unserem ersten offiziellen Tag wurde vom Center for Global Engagement der FSU ein Orientierungstag für alle neuen Austauschstudenten abgehalten. Wir waren fast fünfzig Studenten aus aller Welt, von denen viele auf den Fotos am Ende meines Berichtes zu sehen sind. Vor allem mit den anderen aus Europa – besonders Niederländerinnen, Schwedinnen und Franzosen – habe ich mich auf Anhieb gut verstanden und wir haben das ganze Semester über viel unternommen.

Am Orientierungstag waren wir auch gleich im Footballstadion der Seminoles („Noles“), das über 80.000 Zuschauer fasst, und waren beeindruckt. Dort fand eine Veranstaltung für neue Studenten im ersten Studienjahr – „freshmen“ – und uns Austauschstudierende statt, bei dem wir gleich die wichtigsten Lieder und den „school spirit“ nähergebracht bekommen haben. Von da an waren wir bei fast jedem Footballspiel und haben die Seminoles angefeuert. Vor den Footballspielen finden immer sogenannte Tailgates statt – Partys der Fraternities bei denen es oft relativ wild zugeht und viel Alkohol fließt. Diese Fraternities sind gewissermaßen Studentenvereinigungen für junge Männer und sind für ihre Partys berühmt und berüchtigt. Die weibliche Variante davon sind Sororities, die allerdings keine Partys veranstalten dürfen sondern einen anderen Fokus haben. Das „Greek Life“, wie der Überbegriff lautet, spielt an vielen amerikanischen Unis eine sehr große Rolle.

Was mich an der FSU beeindruckt hat war unter anderem der schöne, weitläufige Campus, zu sehen auf den Fotos am Ende dieses Texts. Dort gibt es nicht nur Gebäude in denen Kurse abgehalten werden sondern auch ein mehrstöckiges Fitnessstudio, ein Kunstmuseum, ein Kino, mehrere große Bibliotheken, ein Gesundheitszentrum, mehrere Dining Halls, sowie viele Grünflächen und Bäume. Es gibt fast jeden Tag Veranstaltungen am Campus bei denen man oft gratis Essen oder kleine Geschenke bekommt. Mittwochs gibt es immer einen Markt bei dem man nicht nur Kleidung, Schmuck und anderes kaufen kann, sondern sich auch mit Vertreter verschiedener Studentenorganisationen austauschen kann. Sonst gibt es noch jeden Freitag eine „International Coffee Hour“ bei der jede Woche kleine Spezialitäten aus verschiedenen Ländern zubereitet werden und sich Studierende der FSU mit internationalen Studenten austauschen können. Auch sonst ist immer etwas los und es gibt zu verschiedenen Anlässen Veranstaltungen mit gratis Essen, Getränken und Aktivitäten.

An der FSU gibt es unglaublich viele Studentenorganisationen und es zahlt sich absolut aus einer davon beizutreten. Ich war zum Beispiel in Chaarg, einer Art Sportclub für junge Frauen der an über 70 Universitäten in den USA vertreten ist. Chaarg steht für „Changing Health, Attitudes and Actions to Recreate Girls” und hat das Ziel, junge Frauen Sport und körperliche sowie mentale Gesundheit näherzubringen. An der FSU hat Chaarg ungefähr 200 Mitglieder und ist somit eine tolle Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen. Bei den Workouts wurde viel Wert auf Spaß und Abwechslung gelegt – wir haben alles Mögliche ausprobiert und oft mit Trainern von großen Fitnessstudios in Tallahassee zusammengearbeitet. Außerdem wurden viele verschiedene „Socials“ abgehalten, die uns noch weiter zusammengeschweißt haben. Einige andere Austauschstudenten waren zum Beispiel auch in einem Tauchclub, im Tennisclub, im Schießclub, in einer Nachhaltigkeitsorganisation, haben Quidditch gespielt oder waren im Fußballclub – es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und ich kann es nur empfehlen, diese Chance wahrzunehmen.

Die FSU hat neben einem großen Footballstadion der Noles auch noch ein Basketballstadion, in dem die FSU Hoops spielen. Diese Spiele waren auch immer spannend anzuschauen, denn die Atmosphäre bei allen Spielen im Collegesport ist absolut einzigartig. Wie auf den Fotos zu erkennen sind fast alle Zuschauer sogar zu ihrem Team passend gekleidet. Neben Sportveranstaltungen gibt es an der FSU auch einen Zirkus – einer von nur zwei Zirkussen an amerikanischen Universitäten. Die Auftritten sowie die Kostümgestaltung, Lichttechnik und alles andere wird alles von Studenten selbst organisiert und umgesetzt. Die Shows sind für Studenten gratis und die Halloweenshow die wir uns angesehen haben war absolut beeindruckend! 

An den Wochenenden haben wir ebenfalls viel unternommen. Relativ am Anfang des Semesters waren wir mit einer Gruppe von über 20 Austauschstudenten in Panama City Beach, einer Partystadt am Strand etwa zwei Autostunden entfernt. Ich war außerdem noch in Orlando, in Charlotte in North Carolina und in Miami. Am liebsten habe ich meine Wochenenden allerdings in Tallahassee verbracht – samstags waren oft Footballspiele und die Clubs dort waren immer voller junger Leute. Außerdem kann es zum Teil etwas schwierig sein, wirklich weiter herumzukommen, weil man dafür eigentlich ein Auto braucht. Innerhalb von Tallahassee ist das eigentlich kein Problem – es gibt gratis Busse zum Campus und die Möglichkeit sich von der Uni Fahrräder für ein Semester auszuleihen. Das haben von uns Austauschstudenten die meisten gemacht und dann fast alle Strecken innerhalb der Stadt so zurückgelegt.

Die Kurse, die ich an der FSU belegt habe, waren ein weiterer sehr positiver Aspekt. Die Professoren dort haben mich nachhaltig positiv beeinflusst. Die meisten von Ihnen waren sehr nahbar und umgänglich, und falls man um einen späteren Abgabetermin für eine Hausarbeit oder ähnliches gebeten hat waren sie meist sehr kulant. Insgesamt war die Kommunikation zwischen Professoren und Studenten deutlich mehr auf Augenhöhe als ich das von der Uni Salzburg gewöhnt war. Für uns Europäer waren die meisten Kurse nicht allzu schwer zu bewältigen, da dort oft nicht so streng benotet wird wie bei uns. Dadurch hatte ich während meiner Zeit an der FSU deutlich weniger Lernstress als ich zuhause normalerweise habe. Außerdem gibt es dort sehr viele Hilfsangebote für Studierende die Probleme mit ihren Kursen haben.

Für mich war es sehr spannend Kurse zu besuchen in denen ich (fast) die einzige Austauschstudentin war. Bei Diskussionen, zum Beispiel in meinem Kurs über die Geschichte der USA nach 1945, wurden viele Dinge angesprochen und Meinungen geäußert, die in Österreich oft ganz anders diskutiert und gesehen werden. Die Mentalität ist in gewisser Weise natürlich doch anders als bei uns und das war faszinierend mitzuerleben. Generell habe ich die meisten Amerikaner als sehr freundlich, hilfsbereit und kommunikativ erlebt, was mir bei uns manchmal etwas fehlt. Man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch und sie sind meist sehr interessiert daran, sich mit neuen Leuten zu unterhalten. 

Ich bin unglaublich froh, dass ich diese Erfahrungen machen durfte und dabei so viel Unterstützung erfahren habe, sowohl von der Universität Salzburg (insbesondere dem Büro für Internationale Beziehungen) als auch vonseiten der Florida State University. Meine Zeit dort war eine absolute Bereicherung und ich freue mich über all die Erinnerungen, Erfahrungen und neuen Freundschaften die ich dort dazugewonnen habe. Ich habe viel über die amerikanische Kultur und den „way of life“ gelernt und mich in dieser Zeit definitiv weiterentwickelt. Außerdem habe ich Menschen aus verschiedensten Ländern kennengelernt und so Einblicke in ganz unterschiedliche Lebensweisen bekommen. Ich kann es nur absolut empfehlen ein Auslandssemester zu machen, und die Florida State University ist dafür auf jeden Fall eine tolle Adresse. Ich hoffe sehr, dass nach mir noch viele weitere Studierende diese tolle Erfahrung machen werden. 

Go Noles!

Lehramtpodcast 5: Themenmodule, Vorziehen, Bachelorabschluss und Masterstudium

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Mit Daniela Hubinka BEd., Leiterin des Servicezentrums der School of Education.
Jingles unter CC Lizenz: Setuniman

Statement zu „Universität Salzburg droht Millionenstrafe“

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Link zum SN Artikel

Vor genau einem Jahr hat die ÖH Uni Salzburg vor der Problematik der sinkenden Studierendenzahlen, sowie vor Finanzierungsengpässen durch die Studienplatzfinanzierung gewarnt. Auch wir haben wiederholt vor den anhaltenden Problemen im Lehramt in den letzten Jahren, sowie vor einem spürbaren Rückgang der Studierendenzahlen im Lehramt gewarnt. Obwohl das damalige Rektorat von ‚gesicherten Budgets‘ gesprochen hat und die Kritik nicht nachvollziehen konnte, bewahrheitet sich nun diese Entwicklung. Anstatt sich systematisch auf die neue Finanzierung und die grundlegenden Tendenzen der geburtenschwachen Jahrgänge vorzubereiten, sowie mit einer starken Initiative für bessere Studienbedingungen vorauszugehen, gibt sich die Uni nun überrascht über diese Entwicklung und möchte die Schuld und Verantwortung auf den Studierenden abladen, die mehr Prüfungsaktivität an den Tag zu legen hätten. Ein Einnahmenproblem ist immer auch ein Ausgabenproblem, und dafür können Studierende einfach gar nichts. Kein Studierender wird aufgrund der neu-eingeführten Studienplatzfinanzierung sein Studienverhalten aufgrund dessen geändert haben (wer wusste überhaupt davon?).

Im Zeitungsartikel der Salzburger Nachrichten kommt heraus: die Prüfungsaktivitätsquote in Salzburg ist bereits höher als in Linz, Graz, Innsbruck und Wien, und doch scheint besonders Salzburg betroffen. Das lässt auf zumindest teilweise hausgemachte Probleme schließen. Verwunderlich ist daher, dass die Universitätsvertretung der ÖH Uni Salzburg im heutigen Statement das jetzige Rektorat nicht nur pauschal aus der Verantwortung heraus nimmt, sondern auch vor der Umsetzung jeglicher Maßnahmen bereits eine Lobeshymne anstimmt. Nicht nur wären die Studierenden die Leidtragenden von Einsparungen, schlechteren Studienbedingungen und schlechterem Kursangebote, sie sind nun auch Ziel von ‚prüfungsaktivitätssteigernder Maßnahmen‘, die immer die Gefahr haben, in Verbote, Gebote, Fristen und Pflichten auszuarten. Ein gutes Beispiel sind die Forderungen/Ideen der Vorsitzenden der österreichischen Rektorenkonferenz (als Sprecherin aller Universitätsrektorate) in den letzten Tagen: weniger erlaubte Prüfungsantritte, Zwangsexmatrikulation bei Prüfungsinaktivität, Verbot von Doppelstudien.

Wir sagen klar: es muss nun dringend ran an die wirklichen Gründe. Schluss mit oberflächlichen Maßnahmen, insbesondere im Lehramt. Wir kennen das Lehramt gut, und wir nehmen auch alle Probleme von euch als Studierende im Lehramt aus Beratungsgesprächen, Mails und auf den Gängen wahr. Sollte das Rektorat mit uns endlich gemeinsam an den wirklichen Problemen und Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten wollen, so steht die Türe immer offen. Im Lehramt gäbe es genügend Baustellen.

Bis die Bundesregierung endlich das Budget und die Finanzierung für die Universitäten insgesamt aufstockt bleibt festzustellen: die jetzige Ursache ist nicht das Studienverhalten von Studierenden – und die Lösung kann nicht reine Effizienzoptimierung im Studienverhalten sein. Die Ursachen sitzen tiefer.

Daher bleibt zu sagen: liebes Rektorat, wir beurteilen nicht Worte, sondern Taten.

Voranmeldung BWB4 für das Praktikum im WS 2020/21

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Update vom 06.02.2020: Die Uni hat uns erst heute informiert, dass der Anmeldezeitraum vorverlegt wurde, aber die Anmeldung auch länger läuft. Der Artikel wurde entsprechend angepasst.
Von 06.02.2020 bis 27.02.2020 könnt ihr für das Praktikum BWB4 (vorgesehen im 5. Semester) voranmelden. Die genauen Kursnamen könnt ihr dem Screenshot entnehmen, oder per Suchfunktion „Voranmeldung“ suchen.
In jeder LV (Fach A oder Fach B) könnt ihr euch in der Untergruppe/Kursgruppe für euer Unterrichtsfach anmelden. In einem eurer beiden Fächer wählt ihr Fach A, im anderen Fach wählt ihr entsprechend Fach B.

Hier haben wir euch auch das Infoblatt des Zentrum für pädagogisch-praktische Studien (ZPPS) hochgeladen.

Die Anmeldung ist Teil des Wintersemesters, daher ist eine Rückmeldung (Überweisung des ÖH-Beitrags oder des Studienbeitrags) noch keine zwingende Voraussetzung für die Anmeldung. Für andere Kursanmeldungen für das Sommersemester natürlich schon, daher rechtzeitig überweisen!

Sobald wir zu den Voranmeldungen für BWB5 (Sommersemester 2021) und das Masterpraktikum (WS 2020/21) weitere Infos haben, lest ihr wie immer hier darüber.

Oft gestellte Fragen – aktuell für euch zusammengestellt zum Semesterende

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Stand: 29.01.2020

  1. Prüfungsdatenaustausch Linz-Salzburg: Prüfungsergebnisse werden zwischen der PHDL, PHOÖ und der Uni Salzburg ausgetauscht (NICHT JEDOCH VON DER JKU), ihr müsst euch in diesen Fällen also nicht selbst darum kümmern (auch keine „Anerkennungsanträge“ stellen o.Ä.). Da das System noch recht neu ist, kann es trotzdem zu Synchronisationsfehlern kommen. Sollte ein Prüfungsergebnis nicht binnen einer Woche nach Eintragung in Linz auch in PlusOnline aufscheinen, meldet euch unter lehramt@sbg.ac.at mit Angabe des Kurses & an welcher Hochschule dieser belegt wurde.
    Solltet ihr Prüfungsergebnisse von der JKU für weitere Kursbelegungen an der Uni Salzburg brauchen, müsst ihr euch jedenfalls unter lehramt@sbg.ac.at melden.
  2. Prüfungspässe im Lehramt: im Studienplan 2019 Lehramt Bachelor gibt es KEINE Prüfungspässe mehr. Es gibt auch keine Stempelungen in Sekretariaten, händisches Ausfüllen von Prüfungspassformularen etc.
    Im Prüfungsreferat der School of Education (Irene Trummer) werden die Zeugnisse gedruckt, in PlusOnline sind genau aus diesem Grund auch alle Leistungen zugeordnet zu den Punkten im Studienplan. Habt ihr alle Leistungen, könnt ihr euch an lehramt@sbg.ac.at wenden für den Abschluss.
  3. Voranmeldung für BA 4 (im WS 2020/21), BA 5 (im SoSe 2021) und Masterpraktikum (WS 2020/21): diese Voranmeldungen werden zwischen Februar und Mitte des nächsten Semesters voraussichtlich stattfinden. Sobald die genauen Anmeldezeiträume feststehen, wird es von uns und der School of Education die entsprechenden Infos geben. Unsere Infos sind dann wie immer auf Facebook und auf dieser Homepage dann zu finden. Bis dahin bitte noch Geduld.
  4. Erweiterungsstudium: Im Studienplan 2019 gibt es einen eigenen Anhang für jedes Erweiterungsstudium (also für jedes Unterrichtsfach). Jedes dritte Unterrichtsfach hat 105,5 ECTS im Bachelor und es sind genau die im Studienplan definierten LVen zu machen.
  5. Betrifft UF Englisch: Prüfungsleistungen von „Spoken Interaction“ fallen gerade aus dem zugeordneten Knoten teilweise heraus. Dies liegt an PlusOnline. Ihr könnt selbst überprüfen, ob dies der Fall ist und falls ja euch bei lehramt@sbg.ac.at melden, dann wird dies korrigiert.
    Eine Anleitung, wie ihr die Zuordnung selbst testen könnt, findet ihr hier.
  6. Noch offene Anerkennungen aus der Umstellung: Wem aus der Umstellung 2013 -> 2019, oder 2017 -> 2019 noch Anerkennungen, Prüfungsleistungen oder Zuordnungen fehlen, sollte dies selbst überprüfen und korrigieren lassen. Dies beugt auch Anmeldeproblemen für das nächste Semester vor. Unsere Anleitungen aus dem letzten Sommer sagen euch genau, wie ihr da nachschauen könnt und wie das geht. (1, 2)
  7. Vorziehen aus dem Master, Abschließen des Bachelorstudiums: Uns erreichen immer wieder Fragen zum Vorziehen. Bitte schaut euch hier den Guide an, den wir dazu geschrieben haben.
    Sobald alle Leistungen aus dem Bachelorstudium eingetragen sind, könnt ihr den Bachelor abschließen. Jedoch kann man sich für den Master nur bis Ende April (im SoSe) und Ende November (im WS) anmelden. Daher solltet ihr nur abschließen, wenn ihr euch vor dieser Frist auch in den Master einschreiben könnt.
    Wenn ihr euch im Februar über den Bachelor anmeldet und danach im März/April euch in den Master einschreibt, müssen alle Kursanmeldungen auf das dann laufende Masterstudium umgemeldet werden. Dies können die Kursleiter machen, also solltet ihr diese aktiv darum bitten.
  8. Semesterplanung: die meisten Kurse sind bereits in PlusOnline für Salzburg. Es können noch letzte Nachtragungen kommen.
    Die zentrale Lehrplanung für den Standort Linz findest du hier.
    Solltest du Fragen zur Stundenplan-Planung haben, wir sind auch im Februar wieder im Rahmen der Erstsemestrigen- und Studienberatung im Büro. In unserem Kalender findest du die genauen Zeiten (die laufend ergänzt werden, auch wir sind gerade noch im Semester-End-Stress).

Ansonsten wünschen wir euch einen erfolgreichen Abschluss des Semesters, erholsame Semesterferien und wie immer: stay awesome!

Erfahrungsbericht Schulpraktikum in Köln

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Hey Kölle, du bes e Jeföhl! (Dt. Hey Köln, du bist ein Gefühl!)

Mein BA5-Praktikum in Köln. 
Ein Erfahrungsbericht von Karola Winsauer

Studienjahr 2018, Do Nachmittag, Hörsaal E.003. Infoveranstaltung „Studieren im Ausland“.
Meine Erwartung: Information für Studienassistenz in Spanien bekommen. 
Realität: Termin für Bewerbung um Stelle in Köln fixiert.

Ja, so kann‘s laufen. 

Ursprünglich kam als Auslandsaufenthalt für mich nur Spanien in Frage. Wenn man jedoch im Februar in Köln ist, kommt es einem fast so vor, als sei man in Spanien: 

  • Überall hört und sieht man „Viva Colonia“. 
  • Die Sprache (=Kölsch) kommt einem ziemlich spanisch vor. 
  • Und auch das Kölsch (Bier) schmeckt gleich gut wie ein Bier in Spanien. 

Die Karnevalszeit in Köln scheint dort die fünfte Jahreszeit zu sein. Es ist kein Event oder Feiertag, sondern eine Lebenseinstellung (ein ganzer Monat wird nach dem Kölschen Grundgesetz gefeiert und gelebt). Kölle Alaaf!(Kölner Karnevalsruf)

Obwohl der Grund für meinen Besuch der Infoveranstaltung ja eigentlich eine andere war, musste ich nach all den Informationen, dass man nun auch das BA5 Praktikum in Köln absolvieren kann und das sogar noch im Februar (!), nicht lange überlegen. Köln im Februar und das Praktikum in den Ferien stressfrei und in einem anderen Schulsystem absolvieren? Na klar!

Frau MMag. Siwek-Marcon übermittelte mir und einer guten Freundin, die auch mit nach Köln gegangen ist, jedoch eine andere Schule zugeteilt bekommen hat, die notwendigen Kontaktdaten und leitete alles für uns in die Wege (An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank dafür!). Da die Uni Köln im Februar leider Semesterferien hatte, konnten wir keine parallele Begleitlehrveranstaltung absolvieren. Dennoch hatten wir vor Ort einen Koordinator, der unser persönlicher Ansprechpartner für Fragen und Problemen war und uns auch mit hilfreichen Tipps zur Seite stand. Leider haben wir keine Förderung bekommen, da das einmonatige Schulpraktikum (zumindest zum damaligen Zeitpunkt) zu kurz war, um ein Erasmus Stipendium beantragen zu können. Es war es aber dennoch eindeutig wert!

Die Wohnungssuche:

Wir hatten viel Glück bei der Wohnungssuche. Ein junges Paar vermiete uns seine sehr geräumige, zentrale und gemütliche Wohnung zur Zwischenmiete, da es für 6 Wochen auf Reisen war. Die Wohnung haben wir über www.housinganywhere.com gefunden und nach einem Skype-Gespräch war auch die Zusage gesichert. 

Folgende zusätzliche Tipps, die wir von unserem Koordinator bekommen haben, möchte ich euch nicht vorenthalten: 

  • Die Seite des Kölner Studierendenwerks könnte bei der Suche einer Unterkunft hilfreich sein: http://www.kstw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=315&Itemid=11&lang=de
  • Zudem gibt es etliche Facebookgruppen, in denen Wohnungen zur Zwischenmiete angeboten werden. 
  • Auch die Suche über Airbnb ist evtl. eine Möglichkeit, eine geeignete Unterkunft zu finden. 
  • Der AStA der Universität Köln stellt die einzelnen Viertel der Stadt vor. Dies kann bei der Suche nach einer passenden Unterkunft auch behilflich sein. Siehe dazu: http://pr-0013.sts-dl-02.smarttec.biz/angebote/stadtteile/ 

Das Praktikum:

Mein Praktikum durfte ich am Maximilian-Kolbe-Gymnasium absolvieren. Dieses Gymnasium lag etwas außerhalb der Innenstadt Köln, war aber dennoch gut mit den Öffis zu erreichen. An meiner Schule hospitierte ich in den Fächern Spanisch und Ethik. Einen PP-Unterricht, wie es ihn in Österreich gibt, gibt es in Deutschland nicht. Von meiner Koordinatorin bekam ich in der ersten Woche einen Stundenplan, laut dem ich am ersten Tag einen ganzen Tag in einer Klasse verbringen sollte, am zweiten Tag einen ganzen Tag lang den Schullalltag einer Lehrperson beobachten durfte und am dritten Tag einen ganzen Tag lang mit einem Schüler in seine Unterrichtsstunden mitgehen sollte. Alles lief nach Plan: So lernte ich verschiedene Lehrpersonen, unterschiedliche Klassen und Schülerinnen und Schüler und das ganze Schulgebäude kennen. Ab dem vierten Hospitationstag war ich auf mich selbst gestellt und konnte mit all den Spanischlehrerinnen und -lehrern der Schule Termine für Hospitation und Unterricht ausmachen. Das Praktikum im „Ausland“ zu machen war wirklich eine Bereicherung! Ich durfte ein neues Schulsystem kennenlernen und wurde im Kollegium aufgenommen, als wäre ich Teil des Teams (gemeinsame Mittagspausen, hilfreiche Informationen und wertschätzende Gespräche, Einladung, den Karneval mit ihnen in einer Kneipe zu feiern, etc.). Dies habe ich an den Salzburger Schulen bislang leider nie so kennengelernt. Auffällig war, dass das Spanisch-Niveau der Schüerinnen und Schüler wesentlich niedriger war, als das der Schülerinnen und Schüler, die ich bis jetzt in Salzburg unterrichtet habe.

Der Höhepunkt an der Schule war auf alle Fälle der Tag der Weiberfastnacht. An diesem Tag gilt in Köln Ausnahmezustand. Egal ob an den Schulen, auf den Straßen, in den Büros oder in Kneipen… überall steppt der Bär. An diesem Tag fällst du nicht auf, wenn du verkleidet bist, sondern, wenn du nicht verkleidet bist. Wirklich alle Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen kamen verkleidet in die Schule und es wurde Karneval gelebt. An diesem Schultag wird grundsätzlich nicht unterrichtet. Jede Klasse kann in ihrem Klassenzimmer machen, was sie möchte, egal ob Tanzfläche und Disco, Karaoke, Popcorn- und Zuckerwatte, Spiele, … alles war dabei. Ich war an diesem Vormittag vor allem bei den Kleinen, sprich in einer Unterstufenklasse eingeteilt. Dort hatten wir das Thema Schlaraffenland, dekorierten dementsprechend das Klassenzimmer und überlegten uns für die Nebenklassen Spiele und Challenges, durch die sie durchmussten. Ab 10:30 war ich für die Aufsicht am Schulhof eingeteilt. Da die Schülerinnen und Schüler es an diesem Tag immer als Challenge sehen, Alkohol in der Schule zu konsumieren, um sich schon am Vormittag zu betrinken, ist jede Lehrperson eine gewisse Zeit lang für die Gang- und Pausenhofaufsicht zuständig. Am Eingangstor der Schule wurde zusätzlich eine strenge Taschenkontrolle durchgeführt. Am Ende des Tages war der Mülleimer der Mädchentoilette aber dennoch mit Klopfer-Fläschchen randvoll. Während die Kleinen in ihren Klassenzimmern „Party“ gemacht haben, durften die Abiturientinnen und Abiturienten und die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler im großen Saal feiern. Dort wurde getanzt und gefeiert. Jede Stunde kam ein anderer Act. Der Schulsprecher und seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter führten eine Karnevalssitzung durch und freiwillige Schülerinnen und Schüler traten auf. Um 12:00 Uhr gab es dann den Höhepunkt: Ein Tanzverein kam und führte eine Showeinlage auf (die Mädchen, die tanzen und dabei durch die Luft geschleudert werden, nennt man in Köln Mariechen). Nach der Tanzeinlage durfte ich gehen und die Karnevalssause auf den Straßen und in den Kneipen miterleben.

Was die Stadt Köln bietet und was wir herzlichst empfehlen können:

  • Sprachencafé Mundo Lingo Cologne jeden Mittwoch Abend ab 19:00 (in „die Wohngemeinschaft“)
  • Pubcrawl durch die Stadt (es gibt viele unterschiedliche Anbieter)
  • 100e Bars und Kneipen
  • Sightseeing-Tour (egal ob Free Walking Tour oder Bustour)
  • Brunch-Lokale in Köln: Unsere absoluten Favoriten = Café Buur und The great berry
  • Jumphouse Köln (Trampolin-Sprung-Halle – mit den Öffis erreichbar)
  • Die folgenden Webseiten stellen die wichtigsten Infos zu Veranstaltungen in Köln bereit:
    https://www.meetup.com/de-DE/Mundo-Lingo-Cologne/https://www.koeln.de/koeln/was_ist_los/topeventshttps://www.koelntourismus.de/sehen-erleben/events-highlights/https://www.eventbrite.de/d/germany–köln/events/

Monatsticket für Öffis: 

Auf der Homepage des Kölner Verkehrsverbundes haben wir herausgefunden, dass es während der Absolvierung eines Praktikums in Deutschland ein 25%-ermäßigtes Monatsticket gibt. Für das Ticket benötigten wir eine Bescheinigung des Arbeitgebers (von unseren Betreuungslehrern) und der Ausbildungsstelle (vom Direktor unserer Schule) über den Zeitraum des Praktikums und ein Lichtbild. Der ausgefüllte Antrag musste dann nur noch zusammen mit dem Passfoto in einem KundenCenter der KVB AG vorgelegt werden. 
(Zeit-Tickets – Auszubildende – Preisstufe 1b – Köln CityTicket – 74,00€ MonatsTicket)

Köln in der Karnevalszeit:

  • Das Kölschfest (Viva Colonia)
    Im Festzelt am Südstadion (mit einem Festzelt auf der Münchner Wiesn zu vergleichen) wird beim Kölschfest den ganzen Februar Karneval gefeiert. Tipp: Tickets im Vorhinein sichern.
  • Karnevalssitzungen 
    Wir bekamen leider keine Tickets mehr für eine Karnevalssitzung. In diesen Sitzungen wird den kostümierten Zuschauern ein buntes Programm an karnevalistischen Darbietungen geboten: Musik, Lieder zum Mitsingen, Tänze von Mariechen und anderen Tanzgruppen, Kabarett, … Wichtig: Viele Sitzungen werden auf Kölsch abgehalten, was sehr schwer zu verstehen ist.
  • Weiberfastnacht 
    An diesem Tag beginnt der Straßenkarneval in Köln. Nachdem die Oberbürgermeisterin die Schlüssel der Stadt feierlich an das Dreigestirn (bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau – alle werden von Männern verkörpert und werden jährlich neubesetzt) überreicht hat, wird von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag fünf Tage lang ausgiebig Karneval gefeiert. Kleiner Tipp: Am Chlodwigplatz versammeln sich eher Studenten, auf der Zülpicher Straße feiern die Jugendlichen und Teenager. Tipp für die Studentenkasse: Bier in umliegenden Supermärkten kaufen, kommt wesentlich billiger und man kommt schneller zu einem Getränk (Es sind wirklich Menschenmassen unterwegs.) Beendet wird die Weiberfastnacht in traditionellen Köllner Kneipen. Btw. in Kneipen kostet ein Kölsch durchschnittlich 1€. 
  • Karnevalssamstag:

Funkenbiwak: Ab 10:30 Uhr schlagen die roten Funken ihr Biwak auf dem Neumarkt auf. Es werden Tänze aufgeführt (in denen unter anderem die Hintern aneinandergerieben und Mariechen durch die Luft geworfen werden) und Karnevalslieder gesungen. Traditionell wird Erbsensuppe gegessen und Kölsch getrunken. 

Jeisterzoch: Am Samstagabend findet der Geisterzug statt – der wohl alternativste und politischste unter all den Kölner Karnevalsumzügen. 

  • Karnevalssonntag: 
    Am Karnevalssonntag finden vor allem Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilszüge) statt. Bei diesen Umzügen hat man den Eindruck, als würden Kamelle (Zuckerl) vom Himmel regnen. Es wird wirklich alles verteilt oder sogar von den pompösen Umzugswägen heruntergeworfen: Hunderte Tonnen Süßigkeiten, ganze Kekspackungen, Kunstblumen, Schnittblumen, T-Shirts, … 
  • Rosenmontagszug:
    Der Rosenmontag ist der absolute Höhepunkt des Straßenkarnevals. Ein 3,5-stündiger Umzug führt quer durch die Innenstadt. Bereits Stunden bevor der Umzug beginnt, beziehen viele Jecke (Bezeichnung für Karnevalisten) schon ihre Plätze am Straßenrand (ausgestattet mit Campingstühlen, Musikboxen, Proviant und na klar … Kölsch). 

Reisen, die sich an Wochenenden auszahlen:

Düsseldorf (ca. 30 Minuten Zugfahrt vom Hauptbahnhof aus – 6€ pro Strecke)

Bonn (ca. 20 Min. Zugfahrt vom Hauptbahnhof aus – wenn ich mich richtig erinnere war diese Fahrt im Monatsticket inkludiert)

Aachen (ca. 50 Min. Zugfahrt vom Hauptbahnhof aus – Kann mich nicht mehr an den Preis erinnern)

Über die wunderschöne Stadt Köln, den Karneval, die überaus hilfsbereiten, sympathischen und netten Kölner und die Erlebnisse vor Ort könnte ich stundenlang berichten…
Eine Phrase eines Karnevalssongs, die unserer Meinung auf alle Fälle zutrifft:

Et gitt kei Wood, dat sage künnt  (Es gibt kein Wort, das beschreiben könnte)
wat ich föhl, wann ich an Kölle denk 
(was ich fühl wenn ich an Köln denke)
Es wor endeutig en superjeile Zick. Wir werden sicher e levve lang daran zurückdenken und bestimmt einmal wiederkommen. Einmal Jeck, immer Jeck.

Regierungsübereinkommen: Änderungen im Lehramt und an der Uni

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Achtung! Dieser Beitrag ist seit 6 Jahren online. Bitte behalte dies beim Lesen im Kopf, Details oder Inhalte können unter Umständen veraltet sein.

Disclaimer: Dieser Artikel zitiert rein das Regierungsübereinkommen zwischen ÖVP und Grünen, soll keine inhaltliche Bewertung oder Kommentar vornehmen und dient rein der Informationszusammenstellung für Studierende mit den wichtigsten Änderungsvorschlägen für die Hochschulen und das Lehramt. Die Arbeit basiert auf einer Zusammenstellung, die die Kollegen der ÖH Uni Innsbruck bereits vorgenommen haben, die von uns aber grob auf Richtigkeit und Relevanz überprüft und angepasst wurde, sowie in Lehramt-relevanten Bereichen erweitert wurde.

Das gesamte Regierungsprogramm haben wir hier hinterlegt.

Kunst und Kultur

Nachwuchsförderung – Start Now

– Schaffung von gemeinschaftlichen Plattformen zwischen Studierenden und Absolventinnen/ Absolventen (bis zu 4 Jahre) sowie professionellen Kulturorganisationen/ Universitäten zur Präsentation und Unterstützung von Kooperationen. (S. 50)

Verkehr & Infrastruktur

Umweltfreundliche, leistbare Mobilität für alle in Stadt und Land

– Um 1 Euro pro Tag in einem Bundesland, um 2 Euro pro Tag in einem und im Nachbarbundesland, um 3 Euro pro Tag das gesamte Bundesgebiet

– Kostengünstige Variante für junge Menschen in Ausbildung und Studierende (S. 122)

Familie & Jugend

Familien stärken, Partnerschaftlichkeit und Gleichstellung fördern

– Anheben der Einkommensgrenze für Studierende (von € 10.000 auf € 15.000) (S. 283)

Bildung

Deutschförderung im Bildungssystem

– Aus- und Weiterbildungsoffensive für Pädagoginnen und Pädagogen durch einen bedarfsgerechten Ausbau des DaF-/DaZ-Studiums

– Verankerung verpflichtender DaZ-Module für alle Studierenden in der PädagogInnenbildung NEU (S. 291)

Österreichs Schulbildung digitalisieren

– Praxisschulen der Pädagogischen Hochschulen als digitale Pilotschulen ausstatten, um für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer optimale Bedingungen zu ermöglichen sowie den pädagogischen Mehrwert neuer Technologien zu testen und zu beforschen

– Erweiterung der digitalen Kompetenzen von Pädagoginnen und Pädagogen: digitale Fachdidaktik in allen Lehramtsstudien verankern sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung für alle Lehrerinnen und Lehrer (S. 293)

Schulen brauchen qualifizierte Quereinsteigerinnen und -einsteiger

– Erarbeitung eines Quereinstiegsmodells – beginnend bei der Elementarpädagogik bis hin zur Sekundstufe II – in Abstimmung mit den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen unter besonderer Berücksichtigung der nötigen pädagogischen Qualifikation

– Parallel dazu bessere Optionen für den (auch zeitweisen) Aus- oder Umstieg aus dem Beruf der Pädagogin/des Pädagogen (S. 294)

Bedarfsgerechte Ressourcen für unsere Schulen

– Studierende an pädagogischen Hochschulen sollen mehr Praxis an Schulen sammeln wie z.B. in der Nachmittags- und Ferienbetreuung und dadurch zusätzliche Unterstützung in ihrem Fachgebiet gewährleisten

– Schaffung eines schulpraktischen Moduls für Lehramtsstudierende in den Ferienmonaten mit Anrechnungsmöglichkeit auf das Studium (S. 294 f)

Schulorganisation verbessern

– Entwicklung eines Lehramtsstudiums „Ethik“ mit Anrechenbarkeit von bestehenden Aus- und Fortbildungen (Religionspädagogik und Lehrgänge) (S.298)

Musikschulen und Musikpädagoginnen und -pädagogen

– Erstellen der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Musikschullehrerinnen und -lehrern an öffentlichen Schulen und gegenseitige Anerkennung von Fächern (Schaffung von Wahlpflichtfächern) (S. 298)

Stärkung der dualen Ausbildung

– Durchlässigkeit zwischen Allgemeinbildung und Berufsausbildung sowie Studienberechtigung durch Berufspraxis sicherstellen (S. 300)

Wissenschaft und Forschung

Universitätsfinanzierung, Governance und Karriereentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs (u.A.)

– Systematischer Aufbau und Stärkung der Exzellenz im Nachwuchsförderungsbereich (z.B. Kombinationsstudium Master und PhD

– Weitere Modernisierung der Universitäts- und Hochschulorganisation: professionelles Management auf allen Ebenen, schnellere Entscheidungen, Schaffung von Exzellenz-Clustern (nicht jedes Fach muss an jedem Standort unterrichtet werden) und Überdenken des Verhältnisses Universitätsrat, Rektorat, Senat in den Entscheidungsstrukturen

– Klimaschutz/Ökologie: Die öffentlichen Hochschulen sollen an der Österreichstrategie zum Standort- und Klimaschutz teilnehmen (z.B. Investitionen in klimaschonende Gebäude, Einsatz eigener Forschungskompetenz, Übertragung des Know-hows auf andere öffentliche Gebäude). (S. 305)

Studienbedingungen und Studienwahl

– Novellierung des Studienrechts:
— Zur Novellierung des Studienrechts wird eine Arbeitsgruppe aus uniko, ÖH und BMBWF zur gemeinsamen Positionsentwicklung eingerichtet.
— Bestehende Vorarbeiten von uniko und ÖH sollen berücksichtigt werden.
— Ziel dieser Novellierung ist die Weiterentwicklung eines lebensnahen und leistungsbezogenen Studienrechts, das Verbindlichkeit fordert und Studierbarkeit fördert

– zur Senkung der Drop-outs und Verkürzung der Studiendauer.

– Prüfung von Maßnahmen zur Steigerung der Verbindlichkeit im Studium (z.B. verpflichtendes Wahrnehmen von Prüfungen)

– Prüfung der Regelungsdichte im Studienrecht

– Prüfung eines Modells für Teilzeitstudierende (z.B. gekoppelt an Berufstätigkeit, Betreuungspflichten etc.)

– Grundlegende Validierung der ECTS-Punkte mit angebotenen Lehrveranstaltungsstunden unter Wahrung der grundsätzlichen Bologna-Idee (z.B. Stärkung des Projektunterrichts)

– Stärkere Anerkennung von studienspezifischen berufspraktischen Qualifikationen im Rahmen der Curricula (non-formale Bildung)

– Steigerung der Durchlässigkeit zwischen und innerhalb der Hochschulsektoren sowie Optimierung der Anerkennung (auch von Vorleistungen aus nichtakademischen Bildungswegen) „kein Abschluss ohne Anschluss“

– Fortführung der MINT-Offensive (unter Überprüfung des Fächerbündels) an Universitäten und Fachhochschulen bei gleichzeitiger Berücksichtigung anstehender Herausforderungen (z.B. Klimaveränderung, alternde Bevölkerung)

– Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen im Bereich der Lehre, standort- und fachspezifische sowie österreichweite Abstimmung des Lehrangebots

– Ausbau der Studienförderung und Prüfung einer grundlegenden Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der Familienbeihilfe und steuer- und unterhaltsrechtlicher Aspekte

Zugangsregelungen, Einstieg ins Studium und StEOP

– Qualitätsvolle und faire Weiterentwicklung der bestehenden Zugangsregelungen, insbesondere in stark nachgefragten Studien; Evaluierung und evidenzbasierte Gesamtschau und Weiterentwicklung

– Durchführung einer österreichweiten Maturierenden-Studie zur sozialen Dimension, Berufs- und Studienaspirationen (S. 306)

– Studienberatung und Information: Das bereits erprobte Modell der Studienberatung (z.B. Studieren probieren) wird gestärkt und weitergeführt.

– Pilotprojekt „Flexible Studieneingangsphase“: Zur Verbesserung der Studienwahlentscheidung wird ein Pilotprojekt einer flexiblen Studieneingangsphase eingerichtet. Dabei erworbene ECTS-Punkte sind auf das letztlich gewählte Studium anrechenbar.

– Beibehaltung des derzeit bestehenden Systems der Studienbeiträge, mit regelmäßiger ValorisierungQualitätssicherung und Profilbildung im Hochschulsektor

– Weiterentwicklung der Eignungsprüfung für angehende Lehrkräfte und Prüfung einer möglichst frühen Einführung in die Praxis, um die bestgeeigneten Personen für das Bildungssystem auszubilden (S. 307)

Qualitätssicherung und Profilbildung im Hochschulsektor

– Evaluierung und Weiterentwicklung der PädagogInnenbildung NEU inklusive der Verbündestruktur in Zusammenarbeit mit den Universitäten auf Basis der Stärken der jeweiligen Institutionen

– Weiterentwicklung der Eignungsprüfung für angehende Lehrkräfte und Prüfung einer möglichst frühen Einführung in die Praxis, um die bestgeeigneten Personen für das Bildungssystem auszubilden

– Interkulturelle und Gleichbehandlungskompetenzen müssen in allen pädagogischen Ausbildungen als Pflichtlehrveranstaltungen enthalten sein. (S. 307)

Schwerpunkt Bildungsexport und Internationalisierung setzen

– Stärkung Österreichs als attraktiver Standort für internationale Studierende und Wissenschafterinnen und Wissenschafter. Verbesserte Kooperation der österreichischen Vertretungsbehörden mit der Fremdenrechtsbehörde und den wissenschaftlichen Einrichtungen

– Weiterentwicklung der Stipendienprogramme des österreichischen Austauschdienstes (OeAD), um hochqualifizierte PhD-Studierende nach Österreich zu holen (v.a. im Bereich MINT) -> Ausländische Studierende (S. 309)

UF Englisch Sprachbeherrschungsprüfung: Neues Übungsmaterial und neue Prompts für Durchführung in Salzburg

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Achtung! Dieser Beitrag ist seit 6 Jahren online. Bitte behalte dies beim Lesen im Kopf, Details oder Inhalte können unter Umständen veraltet sein.

Der Fachbereich Anglistik & Amerikanistik hat neue Prompts und Übungsmaterialien veröffentlicht, gültig ab dem 1.01.2020.
Das Dokument ist hier zu finden.

Die kommenden Termine für Linz und Salzburg sind in unserem letzten Artikel zu finden, auch genaue Infos zur Wiederholung der Prüfung, nachdem der erste Antritt an einem der Standorte absolviert wurde.

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